Nissan hat in diesem Jahr die dritte Generation des kompakten Elektroautos LEAF als Crossover auf den Markt gebracht. Sie ergänzt das Programm neben dem größeren Batterie-Crossover Ariya. Die Japaner planen weitere Elektroautos, darunter eine entsprechende Version des Juke. Mit diesem Modell sind kürzlich die ersten Tests auf öffentlichen Straßen gestartet.
Laut Autocar soll die Produktion des ersten nur mit Batterie betriebenen Juke in den kommenden Monat im englischen Sunderland eingeleitet werden. Dort wird er neben dem jüngsten LEAF vom Band rollen. Der vollelektrische Juke soll mit 4.350 Millimetern Länge ähnlich groß wie das aktuelle, 4.210 Millimeter lange Fahrzeug mit Verbrennerantrieb ausfallen.
Nissan-Manager Guillaume Cartier sagte gegenüber Autocar, dass der Elektro-Juke bewusst ein polarisierendes Design haben werde, wie schon die beiden Vorgängergenerationen. So solle er sich von seinen Modellkollegen abheben und im boomenden Segment der Elektro-Crossover Eindruck machen. „Es wird Leute geben, die ‚Wow‘ sagen, und andere, die sagen ‚Nein danke, das ist nichts für mich‘. Aus diesem Grund glaube ich, dass dieses Auto mit keinem anderen vergleichbar sein wird.“
The new Nissan Juke EV pic.twitter.com/kHll8bsWJ3
— HBX1 (@HBXGDA1) November 14, 2025
E-Juke soll sich von anderen Modellen abheben
Es gebe „Spielraum in Bezug auf Preisgestaltung“, Antriebsstrang und Spezifikationsunterschiede, wenn es darum geht, verschiedene „Marktsegmentierungen“ für den LEAF, den Qashqai und den Juke zu schaffen, so Cartier. „Aber ich sehe das viel einfacher: Ich stelle sicher, dass sich Juke und Qashqai nicht überschneiden und dass der Juke wie Marmite ist.“
Ein früher veröffentlichtes offizielles Vorschaubild (Artikelbild) zeigt, dass der Juke mit reinem E-Antrieb über eine charakteristische Lichtsignatur und stark akzentuierte Karosserielinien verfügen wird – wie bereits beim Konzept „Hyper Punk“ von Ende 2023 zu sehen. Der elektrische Juke soll dieselbe CMF-BEV-Plattform wie der neue LEAF verwenden und voraussichtlich auch mit den gleichen Batterien und Motoren ausgestattet sein. Autocar rechnet mit bis zu etwa 560 Kilometer Reichweite und Einmotor-Antriebssträngen mit maximal 160 kW (218 PS) Leistung.
Der Forschungs- und Entwicklungschef von Nissan Europe hat gegenüber Autocar angedeutet, dass der E-Juke über eine spezielle Fahrwerkskonfiguration für einen „dynamischeren” Charakter verfügen könnte. Der Preis des Elektroautos soll ungefähr auf dem Niveau des Verbrenner-Juke liegen, das bezeichnete Cartier jedoch als Herausforderung. Der Juke kostet hierzulande als reiner Verbrenner mindestens 24.950 Euro, als Hybrid ab 29.750 Euro. Wann der vollelektrische Juke genau starten wird, ist noch offen.

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