Ford hat eine neue Plattform für erschwingliche Elektrofahrzeuge unter dem Namen Universal EV Platform (UEV) entwickelt. Das Projekt wird von einem spezialisierten Team in Kalifornien vorangetrieben. Diese sogenannte Skunkworks-Einheit nutzt laut Autocar Erkenntnisse aus dem Motorsport, um die Effizienz und Aerodynamik der neuen Modelle zu steigern.
Die Entwicklung basiert demnach weitgehend auf einem neuartigen Designansatz. Ford hat hierfür gezielt Fachkräfte außerhalb der klassischen Automobilindustrie rekrutiert, wobei der Fokus auf Experten aus dem Motorsport liegt. Ziel soll es sein, durch aerodynamische Optimierungen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber chinesischen Konkurrenten zu erzielen. Die Entwickler in der Volksrepublik würden weniger auf die Effizienz bestimmter Komponenten und des Gesamtsystems achten, sagte Ford-CEO Jim Farley.
Bei der Personalsuche für das Projekt in Kalifornien gab es Herausforderungen. Farley erklärte, dass es schwierig sei, Motorsport-Enthusiasten zu finden, die an der Entwicklung eines erschwinglichen Elektroautos interessiert sind. Viele von ihnen würden lieber in der Formel 1 bleiben. Mit den für die UEV gewonnenen Entwicklern habe man aber wichtige Fortschritte erzielt.
„Cooler als bei einem Hypercar“
Farley zufolge verfügt die neue Plattform über Technik, die „cooler als bei einem Hypercar“ sei. Dabei nutzt das Team laut dem Bericht das Wissen über Aerodynamik, um die Batteriegröße reduzieren zu können. Durch effizientere Motoren, Inverter und Getriebe sowie optimierte Software sollen bereits Effizienzsteigerungen von 20 bis 30 Prozent erzielt worden sein. Die Technik der Chinesen hinke hier hinterher, da hier hauptsächlich möglichst niedrige Kosten im Mittelpunkt stünden.
Ein konkretes Ziel der Entwicklung bei Ford ist ein preisgünstiges Elektrofahrzeug für rund 30.000 US-Dollar vor Steuern (ca. 26.200 Euro). Das erste Serienmodell auf Basis der UEV wird ein Pick-up für den US-Markt sein. Ford gibt an, dass dieses E-Autos aerodynamisch um 15 Prozent effizienter als alle derzeit in den USA verkauften Modelle seiner Klasse sein werde. Während der Hersteller ein kompakteres Modell in Aussicht stellt, dürfte es sich nach europäischen Maßstäben immer noch um ein eher großes Fahrzeug handeln.
Die Strategie sieht vor, durch den Einsatz von „Megacasting“ die Komplexität zu senken und Kosten zu reduzieren. Dabei werden ganze Karosserieteile als Einzelstücke gegossen, um weniger einzelne Komponenten verwenden zu müssen. Diese Methode soll dazu beitragen, die Fahrzeuge erschwinglich zu halten.
Wann welche der neuen UEV-Modelle auch in Europa angeboten werden, ist derzeit noch offen. Nach Informationen von Autocar ist es jedoch möglich, dass sie das europäische Portfolio ergänzen, nachdem 2028 ein kleiner Schrägheckwagen und ein Crossover auf einer Plattform des hiesigen Partners Renault erscheinen sollen.


mipu meint
Wow, große Worte ohne hinreichend belegbare Fakten – in bester Tradition von König Donald dem Hinterletzten von Dumb-istan.
15% effizienter als aktuelle Pick Ups? Da reicht es vermutlich schon, die Medizinschrank-großen Rückspiegel durch Kameras zu ersetzen und den Kühlergrill zu schließen … Eine Marke, die nur von ihrer Historie lebt, und die niemand hier wirklich vermissen würde …
David meint
Erst waren die Chinesen der Hero, jetzt sind sie plötzlich nicht effizient genug. Man setzt also auf eine Plattformstrategie, gleichzeitig auf beste Aeroynamik, Technik aus dem Rennsport und Megacasting. Und billig soll es auch noch werden. Man will also plötzlich alles auf einmal machen. Genauer, alles, was 2019 in der Branche Mode war.
Horst Feuser meint
Die Frage ist doch: 20-30%von was???
Welche veraltete Büchse haben die den als Basis genommen,um auf so reißerische Zahlen zu kommen??
David meint
Nun, die werden wohl vom hoch-effizienten MEB von Volkswagen abspringen.
Was anderes haben sie ja nicht.