• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Über & Impressum
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
  • Datenschutz
  • Suche

Analyse: Carsharing treibt Elektromobilität

06.06.2023 in Car- & Ridesharing, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

DriveNow-BMW-i3

Bild: BMW

Beim Free-Floating Carsharing oder flexiblen Carsharing bieten Flottenbetreiber ihre Fahrzeuge innerhalb eines definierten Geschäftsgebiets an, in dem Nutzer das nächste freie Fahrzeug via Smartphone finden und die Miete an jedem geeigneten Parkplatz innerhalb des Geschäftsgebiets beenden können. Der Shared-Mobility-Dienstleister Invers hat für eine Auswertung öffentliche Daten von über 90 Carsharing-Betreibern in 29 Ländern unter die Lupe genommen, relevante Marktstudien zusammengefasst und Experten befragt.

„Erst mit dem breiten Einsatz von Smartphones hat Free-Floating Carsharing als Geschäftsmodell Fahrt aufgenommen und sich dann in vielen europäischen Ländern mit unterschiedlichem Tempo etabliert“, erklärt Enrico Howe, Senior Market Researcher bei Invers. „Im Jahr 2008 startete Daimler mit Car2Go einen ersten größeren Dienst in Deutschland, 2011 folgte mit DriveNow von BMW ein weiterer Pionier. In Mailand startet der erste Service 2013 und in Polen erst 2016.“ Das aktuelle „Mobility Barometer“ von Invers stellt Daten und Trends in Europa zusammen.

Starke Marktkonzentration

Der mit Abstand größte europäische Markt für Free-Floating Carsharing ist laut der Analyse Deutschland mit 18.500 Fahrzeugen in über 30 Städten. Im europäischen Gesamtbild bedeutet das, dass mehr als ein Drittel der europäischen Free-Floating Carsharing-Flotte auf deutschen Straßen unterwegs ist.

Dass in Deutschland Free-Floating so stark genutzt wird, führt Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing, auf die Test-Strategie der Autohersteller zurück: „Ich glaube nicht, dass Deutschland ein besonderer Markt für Free-Floating-Carsharing ist“, so Nehrke. „Die starke Stellung des Free-Floating hängt hierzulande eher damit zusammen, dass die Autohersteller dieses Carsharing-Geschäftsmodell hier getestet haben, bevor sie in andere Länder expandierten.“

Auf Platz zwei und drei folgen laut nationalen Verbandsstudien Polen mit rund 5500 Autos sowie Italien mit 5400 Fahrzeugen und damit jeweils rund 10 Prozent der europäischen Free-Floating-Flotte. Spanien liegt mit etwa 3500 bis 4000 Autos auf dem vierten Platz und Frankreich mit rund 2300 Fahrzeugen auf dem fünften. Weitere große Free-Floating-Flotten sind in Österreich, Belgien, Ungarn, den Niederlanden und Großbritannien zu finden. In Ländern wie Irland, der Schweiz und Norwegen hingegen gibt es derzeit keine Angebote im Geschäftsmodell Free-Floating Carsharing.

Dynamischer Markt

In dem noch relativ jungen Markt ist für viele Betreiber das wichtigste Ziel, profitabel zu werden. Das zeigte sich in fast allen Experteninterviews des Invers Mobility Barometers. Darüber hinaus hat der Markt in den letzten Monaten viel Dynamik erlebt, insbesondere durch Übernahmen. Ende 2021 hat GreenMobility den niederländischen Anbieter Fetch Mobility übernommen. Stellantis hat Share Now 2022 in die eigene Marke Free2move integriert. Im November 2022 übernahm Miles die Free-Floating-Flotte WeShare von Volkswagen und ist nun der größte Carsharing-Anbieter in Deutschland.

Grenzen zwischen Geschäftsmodellen zunehmend fließend

Ein weiterer deutlicher Trend ist das Kombinieren verschiedener Geschäftsmodelle: So bietet Free-Floating-Betreiber Miles zusätzlich Auto-Abos an, während Share Now in Münster stationsbasiertes Carsharing als Ergänzung zum Kerngeschäft Free-Floating ins Angebot aufgenommen hat. Den umgekehrten Weg gingen in Deutschland einige Anbieter von stationsbasiertem Carsharing, indem sie Free-Floating integrierten. Dazu zählen zum Beispiel cambio, stadtmobil, teilAuto oder book-n-drive.

Ein Beispiel für multimodalen Angebotsausbau ist Bolt Drive. Der Ridesharing- und Kickscooter-Sharing-Anbieter expandierte 2021 ins Carsharing. Sixt Share hingegen nutzt für sein Carsharing-Angebot Synergien mit dem klassischen Vermietgeschäftsmodell.

Carsharing treibt E-Mobilität

In Deutschland sind der Auswertung zufolge mehr als 20 Prozent der Carsharing-Flotte E-Autos, während nur 3,3 Prozent der hier insgesamt zugelassenen Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden.

Zahlreiche Betreiber haben ausschließlich E-Fahrzeuge in der Flotte, etwa GreenMobility in Dänemark, Belgien, den Niederlanden und Finnland, Aimo Share in Schweden, Voltio in Spanien, e-Go! Drivalia in Italien oder Eloop in Österreich. ​„Wenn es um Nachhaltigkeit geht, können wir auf das Wachstum des Anteils von Elektrofahrzeugen im italienischen Carsharing hinweisen“, sagt Luca Refrigeri, Datenanalyst des italienischen Verbands Osservatorio Nazionale della sharing mobility. „Der Anteil lag 2021 wieder bei über 25 Prozent. Darüber hinaus ist die Zahl von Micro-Cars in den Flotten signifikant gestiegen.“

In der Hansestadt Hamburg haben die Carsharing-Unternehmen Miles, ShareNow, Sixt und WeShare vereinbart, den Anteil der Elektrofahrzeuge in ihren Flotten bis zum Jahreswechsel 2023/24 auf mindestens 80 Prozent zu erhöhen.

Datenbasierte und KI-basierte Lösungen

Auf dem Weg zur Profitabilität greifen Betreiber laut der Analyse zunehmend auf detaillierte Fahrzeugdaten und innovative Technologien zurück. So lassen sich beispielsweise mit Lösungen zur Schadenerkennung die Prozesse des Schadensmanagements signifikant optimieren und Umsatzverluste um bis zu 10 Prozent reduzieren.

Newsletter

Via: Invers (ENG)
Antrieb: Elektroauto

Studie: Autokunden sind verunsichert, Marktumfeld bleibt dynamisch

Scania und ABB E-Mobility testen erfolgreich MCS-Ladevorgänge

Auch interessant

Studie: „Elektromobilität am Kipppunkt“, doch Vertrauen bleibt die Hürde

MG4-Urban-EV

IEA erwartet 23 Millionen Stromer-Verkäufe im Jahr 2026

BYD-Seal

Plug-in-Verkäufe weltweit April 2026: -0,2 Prozent gegenüber Vorjahr

toyota-bz4x-touring

Studie: Firmenflottenbesteuerung treibt die Elektrofahrzeug-Zulassungen

Skoda_Enyaq

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MAik Müller meint

    06.06.2023 um 11:40

    War dieser Sharing Kram nicht auf dem Rückzug?

Der Kommentarbereich ist geschlossen

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de