Die Herausforderungen beim Design von Ladesäulen und Ladeparklösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind nach wie vor enorm. Insbesondere beim zukunftsträchtigen High Power Charging – dem Gleichstromladen gemäß DIN 70121 bzw. ISO 15118 – kommt es vielerorts zu Ladeabbrüchen aufgrund von elektromagnetischen Störungen (EMV). Meist werden diese Fehler durch ungünstige Konstellationen von Hardware, Software und dem ladenden Elektrofahrzeugtyp hervorgerufen.
Siemens hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit innovativen Ladesteuerungslösungen sowie zuverlässigen elektrotechnischen Komponenten das Leben von Herstellern und Betreibern von Ladelösungen in der Elektromobilität zu erleichtern. Mit Erfolg.

Kundenanforderungen übersteigen meist die Fähigkeiten von Standard-Wallboxen und -Ladestationen
Spricht man mit Planern und Betreibern von Ladelösungen für (halb-) öffentliche Parkplätze, Parkhäuser oder Stromtankstellen, so stellt sich heraus, dass die Ansprüche an das Ladesystem mannigfaltig und vor allem hoch individuell sind.
Benötigen Betreiber beispielsweise Ladelastverteilung nach eigenen Präferenzen, eine Backendsystem-Anbindung via OPCC (Open-Charge-Point-Protocol) zur Authentifizierung und kontaktlosen Zahlung, so stößt man mit Standard Wallboxen und Ladestationen schnell an die Grenzen des Machbaren. Hintergrund ist, dass diese häufig mit Platinen-Controllerboards ausgestattet sind, die individuelles Engineering stark limitieren. Mehrpunktsysteme für sogenannte Ladeparklösungen bestehend aus Wechsel- (AC) und Gleichstromladepunkten (DC) lassen sich damit ebenfalls nicht realisieren.
Siemens Ladesteuerung bringt Vorteile gegenüber herkömmlichen Anbietern
Hier empfiehlt es sich als Hersteller von Ladelösungen auf industrie-erprobte, PLC-basierte und damit individuell programmierbare Controllerlösungen wie das SIMATIC ECC Charge Controller Portfolio basierend auf der SIMATIC ET200 SP Controller Plattform von Siemens zu setzen. Neben einer einfachen Skalierung der Ladepunkte basierend auf einem modularen Systemaufbau sowie Offenheit des Controllers für Backendsysteme via OCPP 1.6 und dynamischen Lastmanagement, lässt sich mit der Siemens Engineering-Umgebung TIA Portal (Totally Integrated Automation) jedes Ladekonzept nach individuellen Ansprüchen spielend leicht parametrisieren.
Der Clou des SIMATIC ECC Ladesteuerungsportfolio liegt darin, dass OEMs neben einzelnen Ladesäulen auch Ladeparklösungen realisieren können, welche das Laden mit Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) in ein System integrieren. Gesteuert wird das modulbasierte System von einem Controller, der sich im zentralen Schaltschrank befindet. Dies hat den Vorteil, dass teure Hardware sicher vor Vandalismus geschützt ist, Software Updates sich in einem Vorgang aus der Ferne aufspielen lassen und sich die Ladeinfrastruktur um nahezu beliebig viele Ladepunkte erweitern lässt.
Damit geht ebenfalls einher, dass bei Ladeparklösungen mit jedem zusätzlichen Ladepunkt, die Kosten pro Ladepunkt sinken. Das bedeutet: Je mehr Ladepunkte an einem System, desto wirtschaftlicher wird die Investition!
Um die Kommunikation des Powerline Signals vom Elektrofahrzeug zum DC Ladesystem optimal auszulegen, wird Siemens in naher Zukunft ein Kalibrierungs-Kit für das hauseigene Ladecontroller-Modul SIMATIC ET 200SP TM ECC PL ST herausbringen. Die Vorteile für den OEM: Die Plug-and-Play Lösung reduziert den Engineering-Aufwand drastisch und sorgt für eine praxisgerechte, dauerhafte Stabilität bei DC-Ladevorgängen.

Kostenlose und frei adaptierbare Anwendungsbeispiele (Funktionsbausteine für das TIA Portal) für Basis-Ladeapplikationen sowie die Einbindung eichrechtskonformer Energiezähler runden das Angebot ab.
Für mehr Schutz und Sicherheit: Qualität von elektrotechnischen Komponenten ist wichtig
Darüber hinaus ist Ladeinfrastruktur verschiedenen Umwelteinflüssen, wie etwa dem Wetter, ausgesetzt. Daher ist der Einsatz von hochwertigen und ganzheitlich geprüften elektrotechnischen Komponenten unabdingbar. Die Siemens Produktfamilien SIRIUS und SENTRON stellen dauerhaft verlässliches Schalten, Schützen und Überwachen sicher und tragen damit zum Schutz von Personen und Fahrzeugen bei. So wurde zum Beispiel der SENTRON Leitungsschutzschalter mit deutlich erhöhten Anforderungen im Temperaturbereich getestet, und das SIRIUS Schütz bietet hohe Temperaturstabilität, geringe Abwärme und eine optimierte Funktionalität bei hohen Einschaltströmen.
Erfolgreicher Einsatz von Siemens Automatisierungs- und Ladetechnik beim Engineering-Dienstleister CuroCon
Der deutsche Engineering-Dienstleister und Ladelösungsanbieter CuroCon schätzt die Vorteile des Siemens Systems sowie dessen einfache Parametrierung im TIA Portal, womit er gehobenen Ansprüchen von großen Automobilherstellern und Betreibern von Ladeinfrastrukturen gerecht werden kann.

Michael Wißbach, Geschäftsführer der CuroCon GmbH, ist überzeugt von der Überlegenheit der Siemens Technik und lobt die Freiheitsgrade in der Projektierung: „Die Ladetechnik von Siemens basiert auf Standard-Automatisierungskomponenten. Wir können die kompletten Funktionalitäten frei projektieren und die Applikation schnell und sicher an die Anforderungen unserer Kunden anpassen.“
Erfahren Sie mehr über Siemens SIMATIC ECC Ladecontroller und elektrotechnische Komponenten am Beispiel unseres animierten >>> Schaltschrank für Ladetechnik <<<.
