Auf dem Pariser Autosalon präsentieren sich erstmals alle vier Modelle von Volkswagens sogenannter Electric Urban Car Family (EUCF) gemeinsam. Cupra Raval, VW ID. Polo, Škoda Epiq und VW ID. Cross bilden das Elektroauto-Portfolio der drei Konzernmarken auf Basis der gemeinsamen Variante der MEB+-Plattform.
Die Modellfamilie wurde innerhalb der Brand Group Core unter der Leitung von Seat & Cupra entwickelt. Noch vor Beginn der Auslieferungen seien für die vier elektrischen Einstiegsmodelle bereits fast 150.000 Bestellungen eingegangen, teilt der Hersteller mit.
Die Modelle sind für das Kleinwagensegment konzipiert, das zu den wichtigsten und am schnellsten wachsenden Marktsegmenten in Europa zählt. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es laut Volkswagen, Elektromobilität einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen. Die bislang fast 150.000 eingegangenen Bestellungen wertet der Konzern als Bestätigung des markenübergreifenden Ansatzes.
„Die Electric Urban Car Family steht für unsere neue Mobilitätsstrategie in Volumensegmenten. Gemeinsam entwickeln wir dort, wo Skaleneffekte und Geschwindigkeit entscheidend sind, und schaffen gleichzeitig eigenständige Produkte mit einer klaren Identität für jede Marke“, erklärt Thomas Schäfer, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG, CEO der Marke Volkswagen und Leiter der Brand Group Core.
„Und wir bauen gemeinsam: Die Werke in Martorell und Pamplona produzieren alle vier Modelle als starke iberische Produktionsregion. Nahezu 150.000 Bestellungen bestätigen diesen Weg. Die EUCF ist weit mehr als nur eine Modellfamilie. Sie zeigt, wie wir Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Stärke und erschwingliche elektrische Mobilität aus Europa für Europa erfolgreich zusammenbringen und die Transformation im Volumensegment aktiv gestalten können.“
Technische Grundlage der Electric Urban Car Family ist die gemeinsame MEB+-Plattform, auf der alle vier Fahrzeuge basieren. Durch den modularen Aufbau sind den Angaben nach mehr als 80 Prozent der Komponenten und Technologien innerhalb der Modellfamilie identisch, wodurch Synergien in Entwicklung, Beschaffung und Produktion entstehen.
Auch bei der Produktion verfolgt die Brand Group Core einen gemeinsamen Ansatz mit zwei Standorten in Spanien. Die Kleinwagen Cupra Raval und VW ID. Polo werden im Werk Martorell gebaut, während die elektrischen Stadt-SUVs Škoda Epiq und VW ID. Cross in Pamplona entstehen.
Die Entwicklung und Fertigung der Elektroautos sind Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms in Spanien. Seat & Cupra, die Brand Group Core, PowerCo und Partner der Initiative „Future Fast Forward“ investieren insgesamt zehn Milliarden Euro, darunter in die Batteriezellenfabrik von PowerCo in Sagunto. Hinzu kommen 300 Millionen Euro von Seat & Cupra für das Batteriemontagewerk in Martorell.

Kai meint
Künstliche Verknappung seitens VW. Erstens wollen sie derzeit bevorzugt die Verbrenner verkaufen um die Werke auszulasten. Zweitens sind vermutlich viele dieser „Bestellungen“ die teureren Ausstattungsvarianten und gehen an die Händler. Wer in den nächsten Monaten unbedingt einen ID.Polo kaufen möchte, wird bei den Händlern schon fündig werden denke ich, ab 40 tausend Euro!
brainDotExe meint
Wer zu spät kommt…
Mal andere Händler angefragt?
brainDotExe meint
Sollte eine Antwort an Florian sein.
Florian meint
Freunde von mir haben beim Händler eine bestimmte Konfiguration abgefragt (37 kW Akku) und eine Lieferzeit von zwei Jahren in Aussicht gestellt bekommen. Das ist doch nicht gut geplant. Ich bin ihn Probe gefahren und es ist das Auto, auf das scheinbar viele zu Recht gewartet haben.
ID.alist meint
Ich habe vieles gehört, aber 2 Jahre!!! Klingt etwas übertrieben, selbst bei den aktuellen Bestellzahlen.
Am WE habe ich was anderes bei einem Skoda Händler.
MK meint
@Florian:
Das ist doch schon seit locker 2 Jahren das Problem vom VW Konzern: Wer nur die Presse verfolgt, hört ständig „VW verkauft viel weniger BEV als geplant“ und denkt an mangelndes Kundeninteresse. Wer hingeht und selber einen kaufen will, stellt fest: VW ist gar nicht in der Lage, mehr zu liefern…und die Leute bestellen dann entweder bei der Konkurrenz oder doch wieder einen Verbrenner.
Aber ansonsten einfach mal die Augen offen halten: Vorführwagen werden alle paar Monate ausgetauscht und VW hat auch ein gewisses Kontingent vorkonfigurierter sofort verfügbarer Fahrzeuge konzernseitig versprochen und auch kluge Händler dürften sich einige Fahrzeuge gesichert haben ohne Kunden dafür zu haben um Leute wie Sie bedienen zu können. Also einfach mal umhören und Plattformen wie mobile im Blick behalten.
EVFan meint
Man wird nur kaum einen Vorführwagen mit dem 47kWh-Akku finden.
Volkswagens Kommunikation zum langsamen Hochlauf der E-Mobilität passt tatsächlich schon seit langem nicht zu den Lieferzeiten bei VW und Skoda in Deutschland. Da hat man immer noch den Eindruck, dass sie nicht mehr verkaufen wollen als die CO2-Regulation erfordert.
Bei Audi und Porsche ist es anders. Da sind bisher die Lieferzeiten kurz und man hat wohl ein Nachfrageproblem. Die aufgerufenen Preise sind im Vergleich zum Wettbewerb zu hoch. Audi versucht es durch sehr günstige Leasingangebote zu kompensieren.
Frank G. meint
Unsere Nachbarin hat was von 8 MOnaten berichtet. Das war Stand September 2026 .
Sie schaut sich im Moment BYD, MG und Xpeng an.