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Umstieg auf ein Hybridauto – Was ist zu beachten?

In: Ratgeber von Thomas Langenbucher

Umstieg auf Hybridauto

Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts haben sich Hybridfahrzeuge mit Elektroantrieb von Nischenfahrzeugen zu interessanten Spritsparalternativen für Autofahrer entwickelt. Tatsächlich stehen heute mehr Hybridautos als jemals zuvor in den Verkaufsräumen der Automobilhersteller. Doch was genau unterscheidet ein Auto mit Hybridantrieb von einem regulären benzin- oder dieselbetriebenen Auto? Wie funktioniert der Hybridantrieb und benötigt man spezielle Kenntnisse zum Führen eines damit ausgestatteten Fahrzeugs?

Reduzierter Kraftstoffverbrauch, niedrigere Emissionen

Während verschiedene Arten von Hybridantrieben und mittlerweile auch viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt existieren, ist das Grundprinzip stets das selbe: Ein Hybridfahrzeug verbindet die hohe Effizienz und das stets voll zur Verfügung stehende Drehmoment eines Elektromotors mit einem Otto- oder Dieselmotor. Diese Kombination ermöglicht einen deutlich reduzierten Kraftstoffverbrauch sowie niedrigere Emissionen als bei einem regulär angetriebenen Fahrzeug gleicher Klasse.

Die meisten Hybridmodelle verfügen zudem über eine Start-Stopp-Automatik, die den Benzin- oder Dieselmotor im Stand abschaltet und durch Energierückgewinnung (auch „Rekuperation“ genannt) beim Bremsen die Batterien des Fahrzeugs wieder auflädt.

Das folgende Video (1:28 Min.) veranschaulicht die Funktionsweise eines Hybridantriebs:

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Unterschied Vollhybrid und Mildhybrid

Zwei Konzepte der technischen Umsetzung dominieren bei den derzeit erhältlichen Hybridautos: Der Vollhybrid und der Mildhybrid. Vollhybride sind in der Regel teurer als Mildhybride, bieten meist aber auch eine noch größere Ersparnis beim Benzinverbrauch. Während der Antrieb bei einem Vollhybrid rein elektromotorisch, rein benzin- bzw. dieselbetrieben oder auch mit Hilfe beider Antriebskomponenten gemeinsam erfolgen kann, ist der Elektromotor beim Mildhybrid nur zur Unterstützung des Verbrennungsmotors vorgesehen, ein rein elektromotorischer Antrieb ist hier also nicht möglich.

Die Neuheit der Hybridtechnologie und die verschiedenen Konzepte der Umsetzung sollten Kaufinteressenten jedoch nicht abschrecken. Der Betrieb eine Hybridautos unterscheidet sich nicht grundlegend von dem eines Autos mit Verbrennungsmotor. Jeder mit einem gültigen Führerschein und der Fähigkeit ein Automatikfahrzeug zu führen ist bestens dazu geeignet, ein Hybridauto zu bewegen.

Besonderheiten bei Hybridautos

Die Funktion und Bezeichnung der Gänge bzw. Antriebsmodi des Automatikgetriebes kann sich von Fahrzeug zu Fahrzeug unterscheiden. So verfügen einige Hybridautos nur über drei Einstellungen für das Automatikgetriebe: D, R, N. Andere wiederum – wie z.B. der Toyota Auris Hybrid – verfügen über eine zusätzliche Einstellung mit dem Kürzel „B“. Diese Einstellung ist für Bergabfahrten vorgesehen, arbeitet als Motorbremse und hilft dabei, die Fahrzeuggeschwindigkeit zu kontrollieren, ohne dass die Bremsen überhitzen.

Zu Beginn dürfte es manche Hybrid-Neulinge überraschen, dass der Bordcomputer entscheidet, wann der Motor benötigt wird und wann nicht. Aus diesem Grund kann es passieren, dass dieser – sofern ausreichend aufgewärmt – während des Fahrbetriebs ein- oder abgeschaltet wird, z.B. an einer Ampel. Dieses Verhalten ist jedoch beabsichtigt und zur Verbrauchsreduzierung gedacht, nicht etwa die Folge eines Abwürgens des Motors. Aufgrund des computergesteuerten Antriebs ist es sogar nahezu unmöglich, ein Hybridauto abzuwürgen.

Eine weitere bei einigen Hybriden vorhandene Besonderheit ist die automatisch erfolgende Vorwärtsbewegung, sobald man nicht mehr auf das Bremspedal drückt. Ein erneutes Betätigen des Bremspedals stoppt das Fahrzeug jedoch augenblicklich wieder.

Testfahrt vereinbaren

Wer unsicher ist, ob ein Hybridauto das richtige Fortbewegungsmittel für einen ist, sollte eine Probefahrt vor dem Kauf vereinbaren und das Fahrzeug ausgiebig testen. Eventuelle Fragen kann der zuständige Verkäufer dann direkt vor Ort beantworten und die neuen Erkenntnisse gleich in der Praxis an dem jeweiligen Hybridmodell ausgetestet werden.

Auch wenn Hybridautos in der Regel deutlich sparsamer als Autos mit Verbrennungsmotor sind, ist oftmals etwas Übung erforderlich, bis man sich die optimale Fahrweise für einen möglichst niedrigen Verbrauch angewöhnt hat. Wie so oft gilt also auch hier: Übung macht den Meister!

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