Ford plant eine neue Generation von Modellen, die speziell für den europäischen Markt konzipiert werden. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist laut einem Bericht die Einführung von Fahrzeugen mit dem „ST“-Badge. Dabei soll der geplante neue Fiesta auf der Architektur des elektrischen Kleinwagens Renault 5 basieren. Dies könnte eine Wiedergeburt der ST-Modelle ermöglichen.
Christian Weingartner, der europäische Produktchef bei Ford, betonte im Gespräch mit Auto Express die Bedeutung von leistungsstarken Fahrzeugen. Er erklärte, dass es keine Entscheidungen zur Benennung gegeben habe, aber eine Performance-Serie für die Glaubwürdigkeit notwendig sei. „Wir wollen wirklich fähige Fahrzeuge haben“, so Weingartner.
Die technische Grundlage bietet die E-Auto-Architektur RG EV Small von Partner Renault, die die Franzosen für den Renault 5 und auch für die leistungsstarke Variante des A290 der Tochter Alpine nutzen. Letzteres Modell verfügt über eine breitere Spur und eine tiefere Straßenlage als andere Fahrzeuge auf derselben Plattform.
Der aktuelle A290 leistet bis zu 160 kW (218 PS), womit es in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis Tempo 170 geht. Es bleibt abzuwarten, ob der Fiesta ST über eigene, leistungsstärkere Elektromotoren verfügen wird. Die Architektur des Alpine nutzt zudem ein Sperrdifferenzial, um die Leistung zu unterstützen. Ford könnte das Fahrwerk für den ST eigenständig abstimmen.
New Ford Fiesta ST: ‘non-negotiable’ return of an iconic hot hatch.
“Ford knows its success lies in its ability to connect with buyers.” They finally found a Rocket Scientist!! 🤦🏻♂️https://t.co/3tUlMXcl3x— Gerard Quinn (@WRCgerardquinn) August 22, 2026
Bei der Gestaltung des ST sind keine wesentlichen Änderungen an der Karosserie zu erwarten, so Auto Express. Es wird vermutet, dass lediglich leichte Modifikationen am Standard-Fiesta sowie neue Felgen und ST-Embleme zum Einsatz kommen. Zusätzliche Leistung könnte durch einen zweiten, hinten montierten Motor entstehen, was ein Allrad-Modell ermöglichen würde.
Jim Baumbick, CEO von Ford Europe, erläuterte Auto Express die Zielsetzung der Produktentwicklung. Er betonte, dass man Produkte für spezifische Kunden entwickle und Attribute hervorheben wolle, die für diese wichtig seien. Das Fahrgefühl solle sich „einfach richtig“ anfühlen. Konkrete Zeitpläne oder Preise für den Fiesta ST gibt es noch nicht. Da Ford die Markteinführung der neuen europäischen Modelle beschleunigen möchte, wird nach dem Start des Standard-Fiesta in ein bis zwei Jahren mit weiteren Modellen gerechnet.


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