Die weltweiten Verkäufe von Elektro-Lkw und -Bussen überschritten 2025 die Marke von 500.000 Einheiten. Damit stiegen sie im zweiten Jahr in Folge nahezu auf das Doppelte, 2025 um 86 Prozent. Der Marktanteil lag bei knapp 14 Prozent. Einen großen Anteil am Wachstum hatten die Verkäufe elektrischer Lkw in China, berichtet die unabhängige Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT).
Die Volksrepublik stand demnach 2025 für nahezu 90 Prozent der weltweiten Verkäufe elektrischer Lkw und Busse. Bei mittelschweren und schweren Lkw haben sich die Verkäufe dort innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lkw waren 2025 vollelektrisch. Sinkende Batteriekosten und starke lokale Fördermaßnahmen trugen nach Angaben des ICCT zur Elektrifizierung dieser Segmente bei.
Batterieelektrische Busse erreichten 2025 einen Anteil von 17 Prozent an den weltweiten Busverkäufen. Ohne China und die USA machten sie 56 Prozent der Verkäufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Fahrzeuge aus. In der Europäischen Union wurden rund 9800, in Indien etwa 5000 batterieelektrische Busse verkauft. Chile verzeichnete mit einem Plus von 299 Prozent das stärkste Wachstum, während der Marktanteil dort von 26 Prozent 2024 auf 45 Prozent 2025 stieg.
Außerhalb Chinas blieb der Absatz batterieelektrischer Lkw mit rund 41.000 Einheiten vergleichsweise niedrig. In den USA wurden etwa 24.500 Elektro-Lkw verkauft, überwiegend mittelschwere Lieferfahrzeuge. Deren Absatz stieg gegenüber 2024 um 5 Prozent, während die Verkäufe schwerer Lkw leicht zurückgingen. Insgesamt blieben die US-Verkäufe unverändert.
In der Europäischen Union stiegen die Verkäufe elektrischer Lkw 2025 um 71 Prozent und erreichten einen Marktanteil von 4,5 Prozent. Im Juli 2025 wurden in der EU erstmals CO2-Emissionsziele für Lkw-Hersteller eingeführt, die eine Reduktion um 15 Prozent verlangen. Der Marktanteil mittelschwerer Elektro-Lkw verdoppelte sich von rund 10 Prozent im Jahr 2024 auf 21 Prozent 2025.
Auch Großbritannien und Indien verzeichneten steigende Verkäufe elektrischer Lkw. In Großbritannien erhöhte sich die Zahl von 345 Einheiten 2024 auf 677 im Jahr 2025. Indien kam auf 767 Einheiten und damit auf mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Die ICCT-Studie umfasst 34 Länder, die rund 80 Prozent der weltweiten Lkw- und Busverkäufe sowie 99 Prozent der Verkäufe emissionsfreier Lkw und Busse abdecken.

Futureman meint
Spannend (im wahrsten Sinne des Wortes), wie schnell die Steigerungen in dem wirklich wichtigen Bereich sind. Denn besonders im LKW-Verkehr werden viele Kilometer gemacht, was bedeutet hier sind die CO2-Einsparungen besonders hoch.
Dazu zeigt sich, dass bei vielen Unternehmen der Umstieg wohl nicht wegen dem CO2 kommt, sondern eher wegen der niedrigeren Kosten pro Kilometer. Und deswegen wird der Wandel hier schneller gehen, als im PKW-Bereich.
Und das es in den USA nicht so schnell geht, ist bei der aktuellen Politik klar. Denn dort werden gerade Milliarden $ vom Staat ausgegeben, z.B. nur dafür, dass bereits geplante Windparks nicht gebaut werden und mehr Strom durch Kohle und Gas erzeugt werden kann. Verkehrte Welt, wird sich aber wohl in nicht all zu ferner Zukunft rächen. Dann wird es für den nächsten Präsidenten aber sehr schwer sein, aufzuholen.
Jörg2 meint
Aus dem Artikel:
„Die Volksrepublik stand demnach 2025 für nahezu 90 Prozent der weltweiten Verkäufe elektrischer Lkw und Busse.“
Wenn hohe Stück/Skalierung der Weg zu fallenden Stückkosten ist, dann ist aus dem Bild ersichtlich, woher zukünftig die mögliche Preisführerschaft im Bereich E-Lkw/E-Bus kommen kann.
CaptainPicard meint
Und was machen die deutschen Hersteller? Verlangen absurd hohe Preise für ihre E-LKW, was zu einer geringen Nachfrage und Produktion führt, damit sie noch ein paar Jahre länger mehr von ihren Diesel-LKW verkaufen können.
Und dann wird man sich plötzlich wundern wenn die chinesischen Hersteller den Markt dominieren und man mit den Preisen nicht mithalten kann. Dabei müssten sie das genaue Gegenteil machen, jetzt mit attraktiven Preisen dafür sorgen dass die Nachfrage explodiert, ihre Produktion ausweiten um langfristig von Skaleneffekten zu profitieren und den Markt zu besetzen bis die Chinesen kommen.
Jörg2 meint
Es wird werden wie im Pkw-Bereich. Versuche der Marktabschottung zur Aufrechterhaltung des alten Geschäftsmodells, der Quartalsergebnisse, der Boni… so lange es nur geht. Dann der Versuch, so schnell zu schrumpfen, wie der Markt es erfordert. Irgendwann gibt es dann eine Bodenbildung. Wo die sein wird? Da hab ich keine Ahnung.
Futureman meint
Im LKW-Bereich ist der Wartungsbereich (auch aufgrund höherer Laufleistung) wesentlich höher als im PKW-Bereich. Und bei den PKW merkt ja jeder schnell, wie wenig Wartung bei E-Autos im Gegensatz zum Verbrenner nötig ist. Gut, bis jetzt kenne ich erst einen Hersteller, der bei seinen Autos gar keine Wartung vorschreibt, aber bei den LKW bricht hier ein Riesenmarkt weg. Den wollen sich die Hersteller natürlich möglichst lange erhalten und halten den E-LKW-Markt lieber so lange als möglich klein. Spediteure sehen aber schnell die Vorteile und greifen halt dann auf asiatische Hersteller zurück.
David meint
Verrückt.
Du meinst also, wenn ein totalitärer Staat den Umstieg der Nutzfahrzeuge auf Elektroantrieb massiv unterstützt, ein Staat, in dem es weder ausgeprägte Arbeitnehmerrechte noch große Arbeitsschutz- und Umweltauflagen gibt und in dem Rohstoffe, Energie und praktisch die komplette Wertschöpfungskette zu sehr niedrigen Kosten verfügbar sind, sodass elektrische Lkw in riesigen Stückzahlen und mit entsprechenden Skaleneffekten produziert werden können, dann ist so ein Lkw tatsächlich günstiger als ein in unserem Hochpreisland in Kleinserie produziertes Fahrzeug?
Das kann man sich kaum vorstellen. Erklär das doch bitte noch einmal etwas ausführlicher.
Jörg2 meint
Du hast das doch gerade schön erklärt.
Future meint
Wo ein Wille zum elektrischen Truck ist, da ist eben auch ein Weg. So einfach kann das eben sein in der Politik. Es braucht nur die richtigen Strategien. Deshalb ist China also auch bei den Trucks ganz weit vorne. Daimler baut sich derweil zu 99 Prozent Verbrennertrucks. Aber jetzt kommt der Semi, der hoffentlich auch etwas bewegen wird im Westen.
SB meint
Die Preisführerschaft der chinesischen Hersteller kommt erstmal durch die künstlich niedrig gehaltene chinesische Währung.
Jörg2 meint
SB
Binnenmarktpreise und internationaler Währungswert – über den Zusammenhang könntest Du nochmal berichten.
Powerwall Thorsten meint
Das sind aber keine schönen Zahlen, wenn man Fahrzeuge produziert, die mit Diesel betrieben werden.
Wie das für deutsche Verbrenner-Hersteller ausgeht – ich befürchte nicht so gut.
Time will tell
David meint
Das Problem ist nur, dass du nicht logisch denken kannst. Denn an der nächsten Ecke antwortest du wieder auf meine Einlassung, dass VW mehr Gewinn pro Auto macht als Tesla, das läge nur an den Verbrennern. Ja, sind die denn jetzt die Cash Cow oder der Untergang? Da musst du dich mal irgendwann entscheiden…
Jörg2 meint
VW-Nathalie-Harp schwächelt mal beim Textverständnis.
Dabei ist doch deutlich zu erkennen: Die Verbrennerhersteller sind auf ihre Verbrenner-CashCow angewiesen. Im E-Bereich verdienen sie nicht ausreichend Geld. Der Markt „Verbrenner“ ist am schrumpfen. Damit kommen gefährliche Zeiten für die Verbrennerhersteller.
David meint
Nur kommuniziere ich hier nicht mit dir. Und wie du siehst, hat der Thorsten ja eine ganz andere Sicht auf die Dinge.
Ben meint
Davids Arbeitgeber VW für die er hier Hatespeach verbreitet wird ab 2030 4 deutsche Werke schließen, ist doch logisch da er da heut nach der ersten sonder BV in WOB nervös ist.
Jörg2 meint
Musikbox, klar kommunizierst Du mit mir.
Nochmal: Du verstehst Texte schlecht. Zusammenhänge ja auch. Wirtschaft schon garnicht.
Powerwall Thorsten meint
Wenn Du das sagst, dann klingt das schon fast wie ein Ritterschlag – merkst Du auch noch – irgendwann
;-)
David meint
Prozentuale Steigerungen hin- und her. Aber das ist außerhalb Chinas alles auf niedrigestem Niveau. Insofern dürfen die Leitplanken keinesfalls aufgeweicht werden.