Subaru hat einen Prototyp auf Basis einer eigenständig entwickelten Elektroautoarchitektur vorgestellt. Das Versuchsfahrzeug wurde im Rahmen einer Technikpräsentation im Subaru-Forschungszentrum in Sano, Japan, Medienvertretern präsentiert. Anders als die bisherigen Batterie-SUV des Herstellers, die gemeinsam mit Toyota konzipiert wurden, basiert das neue Fahrzeug auf einer Subaru-eigenen Entwicklung.
Der noch getarnte Prototyp nutzt eine bekannte Karosserieform als Versuchsträger für die neue Technik. Laut einem Bericht des spanischen Portals Motor.es verfügt das Fahrzeug über zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit einer Systemleistung von rund 380 kW (517 PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll weniger als vier Sekunden benötigen.
Bei der Batterieentwicklung arbeitet Subaru mit Panasonic Energy zusammen. Nach Medienberichten wurde ein neues Batteriepaket mit zylindrischen Zellen entwickelt, dessen Bauhöhe gegenüber der bisherigen Konstruktion um rund 25 Prozent reduziert werden soll. Die kompaktere Bauweise ermöglicht eine niedrigere Positionierung schwerer Fahrzeugkomponenten und erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten für flachere Karosserien.
Die Fahrzeugstruktur wurde für die neue Elektroarchitektur überarbeitet. Subaru verfolgt ein Konzept, bei dem die Übertragung von Kräften zwischen Vorder- und Hinterachse gezielt optimiert wird. Nach Angaben aus der japanischen Fachberichterstattung konnte die Zeit für die entsprechende Kraftübertragung um etwa 30 Prozent reduziert werden. Zugleich verfolgt der Hersteller bei der Karosserieentwicklung ein Gewichtseinsparziel von 100 Kilogramm.
Parallel entwickelt Subaru eine neue elektronische Fahrzeugarchitektur für sogenannte Software-defined Vehicles. Eine zentrale Steuereinheit soll künftig unter anderem Fahrerassistenzfunktionen, automatisierte Fahrfunktionen und fahrdynamische Systeme unterstützen, die über Softwareupdates aktualisiert werden können. Den zugrunde liegenden Chip entwickelt Subaru gemeinsam mit AMD.
„Indem wir Fahrzeuge selbst entwickeln und über eigene Elektrofahrzeugtechnologien verfügen, können wir unseren Kunden auch in dieser Zeit des Wandels schnell die Sicherheit und den Fahrspaß bieten, die Subaru auszeichnen“, so der Entwicklungsverantwortliche Takatomo Watamori. „Entscheidend ist, ob sich die Technologie selbst flexibel anpassen kann und ob sich unsere Ingenieure selbst verändern und weiterentwickeln können.“
Für den deutschen und europäischen Markt ist bislang kein Serienfahrzeug auf Grundlage der neuen Subaru-Elektroarchitektur angekündigt. Das aktuelle europäische Elektroprogramm umfasst den Solterra, den Uncharted und den E-Outback, die auf gemeinsam mit Toyota entwickelter Technik basieren.

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