Volkswagen plant laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), in der übernächsten Woche im MEB-Werk Zwickau die Produktion ruhen zu lassen. Das Werk hat dies inzwischen gegenüber der Zeitung bestätigt.
In Zwickau werden derzeit fünf Modelle auf Basis des Elektroauto-Baukastens MEB gefertigt: Auf einer Produktionslinie laufen die Kompaktmodelle VW ID.3 und Cupra Born, auf der anderen die Mittelklasse-SUV ID.4, ID.5 sowie der Audi Q4 e-tron inklusive Sportback-Variante.
Die Produktionspause fällt in eine Phase ohnehin angespannter Lage am Standort. Zwickau ist stark von Umstrukturierungen betroffen, die 2024 im Rahmen einer Tarifeinigung beschlossen wurden. Demnach sollen der VW ID.3 und der Cupra Born in den kommenden zwei bis drei Jahren nach Wolfsburg verlagert werden, sobald dort die Produktion des Golf endet und ins mexikanische Puebla verlegt wird.
Auch für andere Modelle stehen Veränderungen an. Der ID.4, der bislang sowohl in Zwickau als auch im Werk Emden gefertigt wird, soll künftig ausschließlich aus Niedersachsen kommen. Der ID.4-Coupé-Ableger ID.5 wird aufgrund mangelnden Erfolgs ganz eingestellt. In Zwickau soll dann laut Electrive nur noch der Audi Q4 e-tron vom Band laufen. Zusätzlich ist dort ein Recycling-Kompetenzzentrum geplant. Ob der Q4 e-tron alleine jedoch ausreicht, um das Werk wirtschaftlich auszulasten, gilt als fraglich.
Auch im zweiten deutschen Elektroauto-Werk Emden könnte eine Produktionsunterbrechung bevorstehen. Dort werden aktuell der ID.4, der ID.7 sowie dessen Kombiversion ID.7 Tourer für VW gefertigt. Eine Entscheidung über eine mögliche Pause in der übernächsten Woche ist hier allerdings noch nicht gefallen. Laut FAZ laufen derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat, mit einer Entscheidung wird in der kommenden Woche gerechnet. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insiderinformationen, dass in Emden die Bänder „für einige Tage“ stillstehen könnten.
Unabhängig von den Entwicklungen in Zwickau und Emden hat Volkswagen Nutzfahrzeuge bereits vor einigen Tagen bestätigt, dass das Werk Hannover während der niedersächsischen Herbstferien geschlossen wird. Dort werden derzeit der T7 Multivan und das Elektro-Modell ID. Buzz produziert.
Erst vor wenigen Tagen hat der europäische Mehrmarkenkonzern Stellantis verkündet, die Arbeit in mehreren europäischen Autofabriken vorübergehend zu unterbrechen. Man wolle das Produktionstempo an den „herausfordernden“ Markt in Europa anpassen und Lagerbestände bis zum Jahresende „möglichst effizient steuern“, hieß es. Besonders das weiterhin schwache Geschäft mit Elektroautos belastet den Konzern, was nun offenbar auch bei VW zu Anpassungen der Produktion führt.

Steffen meint
Auch in Emden zu wenig zu tun? Trotzdem warte ich sechs Monate auf meinen ID.7 Tourer und er wird leider (mindestens) zwei Wochen zu spät geliefert. :-/
Future meint
VW hat die Quote wohl erfüllt. Aber dreckige Verbrenner werden gern und schnell geliefert. Sonst wären die Zahlen am Ende des Jahres noch schlechter als angekündigt.
Steffen meint
Aber für die Quote ist doch völlig egal, ob mein ID.7 Anfang Oktober, Mitte Oktober oder Anfang oder Ende November geliefert wird.
Auf meine früheren Verbrenner-Skodas die letzten 16 Jahre musste ich übrigens auch immer zwischen 6 und 9 Monate warten.
Mary Schmitt meint
Er redet immer denselben Mist. CO2-Abrechnung ist Ende 2027.
VW baut auf Bestellung und hat Bestellvorräte. Das, was Tesla immer haben wollte und wo die Fans so stolz drauf waren, das hat heute VW. Die Produktionspause der BEV ist ein Warnsignal an die Politik. Denn eine Woche spielt keine Rolle.
VW ist ja bei den BEV überproportional erfolgreich. Man verband daher die Pause mit Sonderschichten für vier Verbrenner bis Weihnachten. Damit ist klar, es ist eine Krise der Elektromobilität, nicht von VW. Das ist eindeutig!
Future meint
Steffen, dann ist ja alles so wie immer bei VW. Das lange Warten hat also nichts mit der Auslastung der Werke zu tun, unabhängig vom Antrieb. Vielleicht ist es ja Bürokratie oder Psychologie, um sich in Geduld zu üben.
Mary Schmitt meint
Bei VW gibt es gleichzeitig Sonderschichten bei den Verbrennern. Das dient als starkes Signal, die Leitplanken deutlicher Richtung BEV zu setzen.
MichaelEV meint
Müsste man nicht annehmen, dass das ernst gemeint ist, wäre es ja fast lustig…
Jörg2 meint
Andere machen es vor. VW hat mit seinem internationalen Vertriebsnetz alle Möglichkeiten dafür:
Export der ID in andere Märkte.
Vollauslastung der ID-Produktionsstandorte.
Senkung der Stückkosten.
Warum tut VW dies nicht?
M. meint
Grüße ins Kanzleramt für die großartige Unterstützung, die dort für das BEV geleistet wird.
So sieht’s dann aus.
Fahren Verbrenner wieder Produktionsrekorde? Hab mal nichts dazu gelesen.
Wann sind nochmal Wahlen?
MichaelEV meint
Lustige Grüße ans Kanzleramt. Dabei wurde dort nur umgesetzt, was von den Autoherstellern ins Aufgabenbuch geschrieben wurde.
Denn diese Autohersteller haben ein noch tragfähiges Verbrennergeschäft, aber keines für BEVs (vielleicht BMW ausgenommen). Die Regulierung ist so richtig wirksam und schmerzhaft geworden, hätte Transformation gebracht. Deswegen wurde so zusammengestutzt, dass die Zielerreichung einfach wird (keine Strafen, wieder mehr gewinnbringende Verbrenner verkaufen, gewinnminderndes BEV-Volumen verschieben bzw. entfällt die Notwendigkeit der Zielerreichung sowieso).
Jeff Healey meint
Dann springen demnächst halt die Chinesischen Hersteller „just in time“ mit bezahlbaren E-Autos aus europäischen Werken ein, alles kein Problem.
Wenn unsere nicht wollen…?
M. meint
Ich könnte jetzt die Stimmen aus der Automobilbranche zitieren, die Merz & Co. da widersprechen, aber du weißt ja selbst, dass du Unsinn redest.
MichaelEV meint
Du merkst auf jeden Fall nicht, wenn du Unsinn redest. Es wurde gegen die 2025er Flottenziele lobbyiert (auch von VW) und die daraus resultierende Abschwächung der CO2-Flottenziele führt zum vorliegenden Resultat.
Ansonsten gibt es natürlich eine Ambivalenz bis Schizophrenie, teils kommen innerhalb kurzer Zeit konträre Aussagen. Das ist aber leicht erklärbar: Die Verbrennerhersteller sind sich in der langfristigen Perspektive einig, dass nichts am BEV vorbeiführt. Kurzfristig geht es aber darum gewinnbringende Verbrenner statt gewinnmindernder BEVs loszuwerden und irgendwie die Transformation durchzustehen.
Mary Schmitt meint
Vor allem paukt hier ein Erz-Teslafan die Regierung raus. Das ist so wie Musk, der sich auch erst auf Trump eingelassen hat und dem zu spät auffiel, dass in vier Tagen Förderung und CO-Ablasszettel Geschichte sind.
Tesla läuft sowieso schon in den Abgrund und wenn die Regierung nicht der Elektromobilität hilft, verschlimmert sich die Situation für Tesla. Denn man sieht, dass sie überproportional an Andere abgeben. Die Käuferwanderung weg von Tesla hin zu VW, BMW und Skoda hatten wir doch erst diese Woche.
EVFan meint
Aber die deutsche Autoindustrie muss aufpassen, dass sie mit dem Lobbyieren für Verbrenner und dem Verbreiten von schlechten Neuigkeiten bei E-Autos nicht den gleichen Fehler begeht. Da bin ich voll bei Michael.
Es wäre für VW leicht gewesen mit einer Leasing-Aktion wie beim ID.3 Anfang des Jahres den Produktionsausfall zu vermeiden. Es scheint doch kurzfristiger Profit wichtiger als langfristiges Marktwachstum zu sein.
Jörg2 meint
„Vor allem paukt hier ein Erz-Teslafan die Regierung raus.“
Das Vertreten der gleichen Meinung, wie sie eine demokratisch gewählte Regierung hat, ist zutiefst demokratisch.
Undemokraten stört das.
MichaelEV meint
Ein paar Titel von hier für die Realitätsverweigerer:
„VW-Aufsichtsratschef fordert weichere CO2-Ziele“
„Volkswagen-Chef Blume zweifelt an „Verbrenner-Aus“ bis 2035“
„Volkswagen-Chef Blume fordert mehr Flexibilität bei E-Mobilität und CO₂-Zielen“
M. meint
Was CEOs so alles sagen. Ich hab auch einen:
“I don’t think we should vilify the oil and gas industry and the people that have worked very hard in those industries to provide the necessary energy to support the economy,”
My view is we do, over time, want to move to a sustainable energy economy because you eventually run out of oil and gas, it’s not infinite. And there is some risk, but the risk is not as high as, you know, a lot of people say it is with respect to global warming,”
“I think if you keep increasing the parts per million in the outskirt long enough, eventually it simply gets uncomfortable to breathe. People don’t realize this, if you go past 1,000 ppm of CO2, you start getting headaches and nausea,”
“So we’re now in the sort of 400 ppm range, we’re adding I think about roughly 2 ppm per year. We still have quite a bit of time, so we don’t need to rush and we don’t need to stop farmers from farming or prevent people from having steaks or basic stuff like that.”
Jetzt rate mal, wer das war.
Ich kann von dem noch mehr zitieren, aber auf der Seite seid ihr allesamt taub.
MichaelEV meint
Wenn M. nicht mehr weiter weiß, kommt die Ablenkung…
Jetzt verstanden, dass „die Regierung“ (bzw. die EU) das umgesetzt hat, was die Autohersteller verlangt haben?
Ansonsten ist vieles aus dem Zitat ziemlich mehrheitsfähig und selbst in der EU ist der Konsens, dass man sich weiterhin 25 Jahre bis zum Ende des fossilen Zeitalters Zeit lassen will. Und das obwohl wir ein viel stärkeres Motiv haben, dank sehr starker Abhängigkeit von fossiler Energie.
Letztendlich muss man immer mit betrachten, aus welchem Kontext man Aussagen reist. Denn bzgl. CO2-Vermeidung ist der Hauptteil nicht im linken Spektrum zu holen, sondern auf der anderen Seite. Und die muss man abholen und mit Produkten überzeugen; verunglimpfen, verbieten und regeln funktioniert offensichtlich nicht, vor allem wenn die Altindustrien währenddessen permanent weiter Stimmung gegen den Wandel machen bzw. plakativ zeigen wollen, wie schlecht der Wandel sei.
David meint
Es handelt sich hier um insgesamt die Herausforderung, mehr BEV in den Markt zu bekommen. Das ist doch von sämtlichen Herstellern bisher gemeldet worden. Zum Beispiel vor ein paar Tagen von Stellantis. In aller Munde sind sogar die abstürzenden Zahlen von Tesla. Da ist allerdings nicht alleine die aktuelle Situation schuld.
Man muss das Signal von VW allerdings auch als Signal an die Politik sehen. Denn tatsächlich ist eine Woche Pause gar nichts. Vor allem aber ist es kein VW Problem. VW hat dieses Jahr deutlich mehr BEV in den Markt bekommen als je zuvor und ihre Marktanteile bei den BEV sind deutlich höher als bei den Verbrennern. VW ist ganz klar BEV-Klassenprimus. Es ist also ein Thema der Elektromobilität an sich.
Jörg2 meint
Ach!? Doch nichts mit „bäämmm bäämmm …“ und „gnadenlos skalieren“. Plötzlich mach dann nicht nur Stelantis „alles falsch“, VW sitzt da im selben Boot (ok, vielleicht im gleichen).
Viel Erfolg beim weiteren Realitätskontakt.
VW könnte doch einfach Größenordnungen der ID‘s nach Kanada, nach Südamerika oder sonstwi hin verschiffen, wo VW eh Vertriebsstrukturen hat. Arbeitsplätze in D sichern. Einfach bäämm und gnadenlos. Der Weltmarkt steht offen.
hu.ms meint
Ich gehe davon aus, dass VW vor jahren mit einem höheren BEV-anteil am gesamtmarkt in 2025 gerechnet hat. Schätze mal so 25%. Entsprechend wurden kapazitäten aufgebaut, die jetzt wg. geringerer BEV- nachfrage nicht verkauft werden können. Folglich ist produktionsdrosselung notwendig.
Ist ja bei ford, stellantis und tesla genauso.
Jörg2 meint
hu.ms
Hättest Du eine Idee, wie man diese, Deine (mMn) sehr realistische Einschätzung den kleinen Goliaths, den schlecht erzogenen Maries… dieser Welt näher bringen kann?
David meint
Bei Tesla ist das nicht so. Angeblich produzieren sie voll weiter. Dagegen sind ihre Zulassungen in Deutschland und Europa geradezu zusammengestürzt.
Jörg2 meint
Ich habe gelesen, die exportieren Teile ihrer Produktion.
Warum tut VW dies nicht mit den ID‘s und lastet so die Produktionsstandorte aus, senkt die Stückkosten, bringt mehr BEV in den weltweiten Markt?
VW hat dafür die Vertriebsstruktur.
Hast Du darauf eine sinnvolle Antwort?
Thomas Claus meint
@ hu.ms
So sehe ich das auch. In den elektro Werken werden die Schichten gestrichen, während an den Standorten mit Verbrennern Sonderschichten gefahren werden. An die Theorie mit bewußt gedrosselter Produktion glaube ich eher nicht. Es betrifft ja am Ende alle Herrsteller, dass sie weniger elektro verkaufen als gedacht. Auch die Hersteller die nur eAutos im Angebot haben sind betroffen.
MichaelEV meint
Bitte hu.ms, hör auf von „BEV-Nachfrage“ zu reden als wenn diese fix und nicht beeinflussbar wäre. Bekanntlich ist der wesentliche Einflussfaktor für die Nachfrage der Preis!
Bzgl. der Produktionsdrosselung kann man sich vor Jahren bei der Planung bezogen auf die CO2-Flottenziele verkalkuliert haben. Dem ist aber nicht so, denn von der Erfüllung der CO2-Flottenziele ist man bei VW recht weit entfernt. Bleibt nur übrig, dass man mit den eigenen BEV-Produkten weit weniger wettbewerbsfähig ist als geplant (auch vor allem intern). Das drückt sich auch darin aus, dass man gegen die 2025er CO2-Flottenziele lobbyiert hat.
Ich frag mich, was daran so schwer zu verstehen ist: Der europäische Markt (andere auch, aber weniger ausgeprägt) ist getrieben durch die CO2-Flottenziele. Dadurch entstehen die Zulassungszahlen und Marktanteile der Althersteller. Und da damit Althersteller zu Preisnachlässen bis ggf. sogar unter die Herstellungskosten gedrückt werden, haben es Konkurrenten ohne Verbrenner-Geschäft im Markt äußerst schwer.
Alles nur Regulierung, keine echten Kräfteverhältnisse.
Mit der Produktionsdrosselung bei T ist natürlich BS, bekanntlich trifft dort das exakte Gegenteil zu. Und mit nachlassender Regulierung (Abschwächung der CO2-Flottenziele) treten die echten Kräfteverhältnisse wieder zu Tage (die eindeutig sind, wenn man nicht komplett verblendet ist).
hu.ms meint
„Bekanntlich ist der wesentliche Einflussfaktor für die Nachfrage der Preis!“
Und warum senkt dann tesla nicht die preise – bei 30% absatzrückgang in europa 2025 ?
eBikerin meint
Eine sehr gute Frage.
Haubentaucher meint
Tesla hat es eben nicht nötig. That´s it. Sie brauchen keine Flottenziele einhalten. Außer geht´s hier um den Diesel-Dreck-Konzern.
Jörg2 meint
Ich vermute, Tesla will sich nicht die Preise kaputt machen und damit die Marge. Sie erweitern eher den Verkaufsraum (jetzt ist, glaube ich, Südamerika dran) um per Stückzahl mal Marge Geld zu verdienen.
MichaelEV meint
Während andere aggressiv bepreisen und dabei auch unter die Herstellungskosten gehen können, soll Tesla wie genau dagegen halten? Während andere Dumping betreiben hilft nur abwarten und sich mehr anderen Märkten zu widmen. Wirtschaftlich nicht tragfähiges Handeln endet zwangsläufig, im Fall von VW scheint das jetzt einzutreten.
VW quetscht jetzt nochmal den Verbrenner aus und fährt die gewinnbelastenden BEVs zurück, wird so vermutlich kurzfristig mehr Gewinn einfahren (und keine CO2-Strafen bekommen, die sonst wohl angefallen wären).
Generell durch die Kurzfrist-Brille gesehen mit Sicherheit richtig. Langfristig aber schwierig – man hat mehr Futter um den Winter zu überstehen, Skalierung für das Produkt der Zukunft schafft man aber nicht. Der bessere Weg – aber zur Wahl stehen nur Pest und Cholera zur Verfügung!
hu.ms meint
Die VWgroup kalkuliert die c02-strafen in die BEV-preise mit ein und verkauft unter produktionskosten. Ist doch viel besser als ca. 3.000 € mehr zu verlangen, zu wenig zu verkaufen und dann das geld an die eu zu überweisen.
Dabei ergibt sich ein schöner nebeneffekt: Steigerung der marktanteile.
In europa inzwischen über 30% ! Höher als der VWgroup-anteil bei allen antriebsarten.
tesla verkauft ja auch seine co2-credits und kann dadurch seine autos günstiger anbieten.
EVFan meint
Tesla hat das in diesem Quartal nicht nötig gehabt, da man die Produktion mit zusätzlichen Exporten nach Kanada und Türkei ausgelastet hat.
Anscheinend fehlt bei VW die Kreativität solche Lösungen anzugehen. BEVs in der Türkei verkauft man noch gar nicht. Da verpennt man gerade ganze Märkte
hu.ms meint
„Mit der Produktionsdrosselung bei T ist natürlich BS, bekanntlich trifft dort das exakte Gegenteil zu.“
Seit neuestem – und wie war es das ganze 2025 zurvor ?
Die bauen doch nicht genausoviele autos wie 2024, wenn sie nicht verkauft werden können. Die zahlen des 1. hj zeigen das doch klar, dass weinger gebaut wurden.
MichaelEV meint
Erstmal ist die Frage unbeantwortet, wieviel tatsächlich, bereinigt um die Umstellung, PRODUZIERT wurde. Mit dem „nicht verkauft werden können“ ist erstmal BS, wenn man mit unvollständigen Daten argumentiert.
Du raffst den Mechanismus aber nicht. Mit der Verschärfung der CO2-Flottenziele müssen Verbrennerhersteller deutlich mehr BEVs zugelassen bekommen (verkaufen ist ja gar nicht). Dafür dreht man soweit an der Preisschraube, dass man dieses Volumen erzeugt bekommt.
Im Idealfall klaut man damit Volumen von der (BEV-)Konkurrenz, denn sobald man direkt gegen die eigenen Verbrenner konkurriert, wackelt das Kartenhaus (von da kommt nämlich die Quersubventionierung her).
Die hohen Rabatte tun z.B. Tesla weh und bieten wenig Handlungsspielraum, da man dagegen kaum direkt konkurrieren kann.
Speziell in Deutschland spielen sich die BEV-Zulassungen vorrangig im intransparenten Flottengeschäft ab, wo es mit der 0,25%-Regel weiter einen großen Anreiz gibt und man dank der Intransparenz das sonstige Preisgefüge nicht schädigt. Der Teil abseits des Flottengeschäfts, wo Tesla stark war, der ist in Deutschland nach Förderungsende und weiter aktivem Ausblick auf eine kommende Förderung am meisten am leiden.
Mit der Abschwächung der CO2-Flottenziele sind die Ergebnisse wie man sie erwarten kann, VW drosselt die BEV-Produktion, Tesla erhöht die Produktion.
hu.ms meint
Michael – keine antwort auf meine feststellungen.
Nochmal: die tesla-zahlen für das 1. hj. und auch juli + august in europa + chiina zeigen ganz klar weniger produktion und absatz als im vorjahr !
Und du schreibst, die produktion wurde gesteigert.
Von wieviel wann auf wieviel wann ?
MichaelEV meint
Zusammengefasst: Mit unbekannten PRODUKTIONSzahlen YTD und Bruchteilen von Q3-Zulassungszahlen mit Blick auf alle aus GH belieferten Märkte will hu.ms die aus erster Hand vom Unternehmen gelieferte aktuelle Produktion in Zweifel ziehen und redet von „Produktionsdrosselung“ während das Unternehmen von Erhöhung spricht.
Was soll man dazu noch antworten, das ist ein kompletter Totalausfall.
hu.ms meint
Bla-bla – die frage lautete ganz kokret:
Produktionsausweitung in GH von wieviel wann auf wieviel wann ?
MichaelEV meint
Das ist doch dein „bla bla“. Das Unternehmen redet von guter Nachfrage und Produktionserhöhung und du ziehst an jedem Strohhalm um das in Zweifel zu ziehen und dichtest sogar konkret eine Produktionsdrosselung an.
hu.ms meint
Michael: lesen – verstehen – antworten.
Für welchen zeitraum haben ich über absatzrückgang geschrieben ?
Und warum antwortest du nicht auf keine konkrete frage ?
MichaelEV meint
Ja hu.ms „lesen – verstehen – antworten“, du hast Tesla bei Produktionsdrosselung mit anderen in einen Topf geworfen, scheinst aber deine eigene Aussage nicht verstehen zu können.
Was willst du Antworten mit Informationen, die öffentlich nicht verfügbar sind. Da hilft nur abwarten, bis sich Informationen retroperspektiv vollständig erschließen lassen und es ist unredlich ohne Belege einfach den Worst Case zu projizieren, während das Unternehmen das Gegenteil kommuniziert.
hu.ms meint
Nochmal: für welchen zeitraum habe ich über tesla-produktionsrückgang geschrieben ?
Das die produktion in GH wieder erhöht werden soll habe ich gelesen.
Von X auf Y können auch 100 pro tag sein.
Lesen – verstehen – antworten.
Nicht ablenken !
MichaelEV meint
Der Unsinn hat kein Ende
„Folglich ist produktionsdrosselung notwendig.
Ist ja bei ford, stellantis und tesla genauso.“
hu.ms meint
Und dann noch von mir:
„Nochmal: die tesla-zahlen für das 1. hj. und auch juli + august in europa + chiina zeigen ganz klar weniger produktion und absatz als im vorjahr !“
Gib einfach zu, dass du den von mir genannten zeitraum nicht verstanden hast.
Armagedon meint
Bin neu hier, lese seit ein paar Tagen mit.
Helft mir mal bitte, VW wird doch in den Kommentaren hier immer so positiv dargestellt.
Wenn man z.B. diesen Beitrag im Blog hier liest, oder von den Problemen bei Porsche und Audi hört, wie kommt ihr da auf diese positive Meinung über VW? Von dem Chinesischen Markt ganz zu schweigen und über Software …. usw. ebenso.
Die Aktionäre sehen es scheinbar auch anders, auch der Aktienkurs entspricht nicht dem hier in den Kommentaren verbreiteten positiven Bild bei VW.
MichaelEV meint
Diese positive Darstellung ist dem Wahn dieser Anhänger hier geschuldet, hat aber nichts mit der Realität zu tun.
hu.ms meint
Insgesamt gesehen steht VW am scheideweg.
Aktuell sind sie 2025 in europa gut unterwegs und USA passt auch einigermassen.
Das problem ist ganz klar china ! Dort geht der verbrenner-absatz massiv zurück und es fehlen BEV, die dem inzwischen zu europa unterschiedlichen chinesischen geschmack entsprechen.
Wenn die 3 neuen BEV-modelle wieder nicht ankommen und auch die weiten 6 aufgesetzten floppen wird es wirklich kritisch für VW in china: die jährlichen mrd-überweisungen von dort fallen dann weg, die die MA-wohltaten in D finanziert haben.
Man scheint sich aber auch darauf einzustellen: die produktion neuer kleiner BEV-modelle geht nach S und P. Weiter wird umfangreich personal abgebaut. Sozialverträglich durch vorruhestand bzw. abfindungen. Neueinstellungen wurden strak gedrosselt, teure leitende MA müssen an andere standorte wechseln.
Man hat einiges getan – der erfolg ist fraglich und bleibt abzuwarten.
Futureman meint
Es ist wohl ganz einfach: Dank des Booms bei E-Autos haben viele Hersteller ihre CO2-Ziele für dieses Jahr erreicht. Daher ist es nicht so schlimm, wenn im Rest des Jahres nicht mehr so viele verkauft werden. Lieber noch alles an Verbrennern, was geht.
Damit dann nicht so viele gelagert werden müssen, senkt man die Produktion, beantragt Kurzarbeit und lässt sich das Ganze noch bezahlen.
Spätestens im Dezember geht es dann wieder los, damit pünktlich zum Jahresbeginn das abarbeiten der nächsten CO2-Quote beginnt.
Jörg2 meint
„Es ist wohl ganz einfach: Dank des Booms bei E-Autos haben viele Hersteller ihre CO2-Ziele für dieses Jahr erreicht.“
Den Stückzahlboom zu stoppen, müsste jedem Kaufmann das Herz brechen. Es sei denn, die Stückzahl (hier: Notwendigkeit CO2-Ziele) ist teuer erkauft, dass Produkt also zum regulären, höheren Preis, am Markt nicht ausreichend absetzbar.
Future meint
Ich schreibe das seit Monaten: VW will einfach nicht mehr Elektroautos verkaufen, als unbedingt nötig für die Quote. Es wird einfach zu wenig daran verdient. Deshalb werden auch Hersteller die Tesla dringend gebraucht, damit die ca. 1,5 Mio. Teslas in diesem Jahr die Verbrenner von VW in den Märkten ersetzen.
Deine Mudder meint
In anderen Worten, quasi-sozialistische Planwirtschaft, man bedient nicht mehr die natürliche Nachfrage des Marktes, sondern versucht willkürlich festgesetze politische Quoten zu erfüllen, ohne Sinn und Verstand.
Mäx meint
Nein, nicht ohne Sinn und Verstand.
MichaelEV meint
Planwirtschaft mit dem richtigen übergeordneten Ziel. Aber ob die Art der Durchführung die richtig ist, kann man wohl hinterfragen.
Die bisherige Regulierung legt die Lösung fest (das eigene Auto) und grundlegend die Akteure, die die Lösung erbringen sollen (die bisherigen Verbrennerhersteller).
Es gibt sowohl effizientere Lösungen als auch leistungsfähigere Akteure zur Lösungserbringung, die schließt man aber bewusst aus.
Welche Interessen hier verfolgt werden ist wohl offensichtlich, die der Autohersteller (CO2-Flottenziele) und der Mineralölhersteller (THG).
Der Weg um wirklich die effizientesten Lösungen zu finden (technologie- bzw. lösungsoffen) wird weiter hinausgezögert: Eine CO2-Bepreisung mit Umlageverfahren
hu.ms meint
„Es gibt sowohl effizientere Lösungen als auch leistungsfähigere Akteure zur Lösungserbringung, die schließt man aber bewusst aus.“
Dan schreib doch mal, wer das ist der kompakter-klasse und kaufpreisen bis max. 35K ist.
MichaelEV meint
Wieso kommt schon wieder „die Kompaktklasse“?
Die Zielsetzung ist CO2-Vermeidung zu den geringsten CO2-Vermeidungskosten zu erzielen. Und jeder bei Verstand weiß, dass es da vorrangig um die Anwendungsfälle mit hohen Laufleistungen und teuren Fahrzeugen mit höherem Verbrauch geht – nicht um die Kompaktklasse und erst recht nicht um Kleinwagen.
hu.ms meint
Weil die kompaktklasse = c-segment einschl. der kompakt SUV die meistverkaufte in europa ist.
MichaelEV meint
Und? Es geht um die geringsten CO2-Vermeidungskosten!
Future meint
Deshalb müssen die Quoten noch viel stenger werden. Genial ist auch die Zulassungslotterie in China, die Elektroautos bevorzugt.
Baumschmuser meint
Sorgt zusammen mit absoluten Ramschpreisen fast für 30% Anteil an den Neuzulassungen, diese Bevs sind einfach unschlagbar!
Deine Mudder meint
In China verrotten E-Autos in Massen auf Halden, sicher sehr nachhaltig, kalte Sommer garantiert, Weltuntergang verhindert.
Future meint
So ein Unsinn. Die ganze Überproduktion in China hat doch michts mit der Zulassungslotterie zu tun. Es ist doch genial, dass die Kommunen die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge und der damit verbundenen Emissionen steuern können. Das wünsche ich mir so auch für Deutschland.
David meint
Du hast anscheinend nicht mitbekommen, dass die CO2-Quote nicht jahresgleich abgerechnet wird. Sondern Ende 2027.
Merlin meint
Die Quote kann es doch nicht sein, da doch die nächsten 3 Jahre zusammen gerechnet werden, wenn man die Autos los werden kann, macht es keinen Sinn, die Produktion zu drosseln…
MichaelEV meint
„los werden“ deutet wieder auf so eine fixe Nachfrage hin. Man ist die Fahrzeuge durch Rabatte losgeworden.
Und im Rahmen der geänderten CO2-Flottenziele wird es wesentlich günstiger zum Ende der Zeitspanne hin zu erfüllen bzw. braucht ggf. vieles nicht mehr erfüllt zu werden, weil sowieso viel weniger Verbrenner verkauft werden.
Mäx meint
„Demnach sollen der VW ID.3 und der Cupra Born in den kommenden zwei bis drei Jahren nach Wolfsburg verlagert werden, sobald dort die Produktion des Golf endet und ins mexikanische Puebla verlegt wird.“
Das wurde doch jetzt gerade erst wieder über den Haufen geworfen.
Zuletzt konnte man doch lesen, dass der Golf doch in Wolfsburg bleiben soll, weil man Verbrenner länger bauen will.
Was ich an der ganzen Diskussion nicht so verstehe:
Laut eu-evs hat VW in Finnland, Spanien, Dänemark, UK, Italien, Niederlande, Schweiz, Norwegen, Deutschland, Irland und Schweden 2024 150k BEV verkauft.
2025 ist man YTD bei 160k
Konzern ebenfalls, 343k 2024, YTD 2025 370k.
Also insgesamt ist der Absatz gestiegen obwohl das Jahr erst zu 3/4 um ist.
Wofür die Unterbrechungen; man hat doch keine Kapazitäten (in Europa) aufgebaut.
Oder ist der Auftragseingang mau und man will die Arbeit die man hat etwas strecken?
Fred Feuerstein meint
Der Auftragseingang ist mau, deshalb klingelt auch wieder der Volkswagenhändler an und bietet uns 98 € / netto für einen id.3 58 kWh im Wert von 40.600 € Bruttolistenpreis.
Future meint
Das ist doch ein Super Angebot von VW.
Warum wird das denn nicht genug nachgefragt?
Fred Feuerstein meint
Das Angebot ist super, wir haben schon einen Kia durch einen id.3 mit den Konditionen ersetzt. Seinerzeit (März oder April) waren es noch 92 € / netto.
hu.ms meint
Fredi, der ab preis für den Pro ist 33.800.
Welche zusatzausstattung orderst du für über 6k. ?
Fred Feuerstein meint
Die ist zu dem angebotenen Preis von 98 € / netto drin. Vermutlich, damit Volkswagen die nach dem Leasing zu einem halbwegs vernünftigen Kurs weiterverkaufen kann.
Mäx meint
Id.3 Pro Energy vielleicht?
Der kostet im Konfigurator 39,5 ohne Prämie plus Auslieferung.
Fred Feuerstein meint
Ja, davon gehe ich aus. Denn es sind echt sinnvolle Sonderausstattungen enthalten, die unser id.3 zum Resterampenpreis leider nicht hat. Wie die ergoactive Sitze mit elektrischer Einstellung, beheizbares Lenkrad oder Park Assist Plus. Vielleicht kommt doch noch einer bei uns auf den Hof.
hu.ms meint
Fredi – die paar monate bis es ein MY für 38K gibt kannst du doch noch warten. Die leasingrate wird bestimmt auch super…
Fred Feuerstein meint
Ich glaube du irrst dich, aber das ist ja keine neue Situation für dich. Bei unserem Resterampen Model Y für 39.800 € war die Leasingrate auch nicht attraktiv. Aber es geht hier ja nicht um Tesla sondern um Volkswagen. Übrigens hat uns der Volkswagenhändler auch den id.3 GTX für 159 € / netto angeboten. Das Angebot ist ebenfalls sehr attraktiv. Vermutlich ist der Auftragseingang gerade sehr gering.
hu.ms meint
Warum sind die VW-leasingrate ausgerechnet für kapitalgesellschaften wesentlich geringer als für personengesellschaften/einzelfirmen/freiberufler bzw. privatkunden ?
Fred Feuerstein meint
Ich bin zwar nicht der VW Vertrieb und kenne die genauen Hintergründe, aber ich habe einige Ideen, die dir als schlichter Sozialpädagoge offenbar nicht in den Sinn kommen.
Kapitalgesellschaften (GmbH´s und AG´s) haben in der Regel eine bessere Bonität und sind für die Leasinggesellschaften leichter einschätzbar als z. B. Freiberufler oder Einzelunternehmer. Geringeres Risiko = günstigere Konditionen. Kapitalgesellschaften können die Leasingraten voll als Betriebsausgabe ansetzen. Dadurch sind sie für Hersteller/Leasingbanken ein besonders attraktives Segment, weil die Nachfrage größer ist.
Viele Hersteller wollen Geschäftskunden binden (Fuhrparks, Dienstwagen etc.). Deshalb subventionieren sie Leasingangebote für juristische Personen stärker als für Privatkunden. Deshalb drücken die da die Leasingraten.
Letztendlich kann dir das nur Volkswagen selbst beantworten…
Kokopelli meint
Dass du dir überhaupt die Mühe machst solche Trivialitäten zu erklären. Ganz ehrlich, das lohnt nicht. Er ist nicht an einer ehrlichen und offenen Diskussion interessiert.
MichaelEV meint
Wenn man die dank hoher Mengen und starker Verhandlungsposition in Rahmenverträgen ausgehandelten Preise mit dem vergleicht, was man privat bezahlt, können einem manchmal die Tränen kommen.
Aber die 98 € sind wahrscheinlich doch ein extremeres Beispiel. Würde von 25-35% Rabatt für Flottenkunden ausgehen. Die sind aber konsistent und keine Strohfeuer (im Gegensatz zum Privatmarkt).
Solche Rabatte nur auf den Leasingzeitraum angerechnet ergibt dann einen LF von 0,5 und drunter und man hat ungefähr den Faktor 2 Differenz, der hier häufiger für Flottenkunden als Differenz zwischen Tesla und dem Rest angeführt wird.
Letztendlich basiert aber all das auf der Wette, dass die Leasingrückläufer hohe Restwerte und damit den viel größeren Teil der Wertschöpfung erzielen. Sobald dieses Standbein wackelt, werden Existenzen zerschellen!
Ein großer Vorteil beim Flottenmarkt ist halt, dass die Preise für den Rest nicht transparent sind und hier Rabatte kaum das sonstige Preisgefüge stören. Wer würde sonst einen ID.3 für 20k gebraucht kaufen wenn der Hersteller Neuwagen konsistent für im schlimmsten Fall <150 €/Monat in den Markt drückt.
Fred Feuerstein meint
Also die 98 € / netto (id.3 Pro) sind derzeit real, auch die 159 € / netto (id.3 GTX …Was die Gründe für die niedrigen Angebote für Geschäftskunden (hier im speziellen Kapitalgesellschaften) sind, lässt sich nur mutmaßen. Meine Interpretation ist: Der Auftragseingang ist derzeit zu gering und so wird versucht den Absatz anzukurbeln, um die Produktion in Gang zu halten, damit man auf solche Maßnahmen wie oben im Artikel beschrieben weitestgehend verzichten kann.
hu.ms meint
Das die rabatte nur über leasing und nicht beim kaufpreis gewährt werden, liegt vermutlich daran, dass VW die listenpreise nicht senken will.
Sie liegen aktuell gut im markt (z.b. ist kia EV3 günstiger und wird kaum gekauft) und die nachfrage könnte ja wieder steigen.
Und bei angenommenen 25% preisnachlass für firmenflotten dürfte der fahrzeugwert nach 3 jahren (ca. 60% des listenpreises) ähnlich liegen, wie bei dem rabattangebot beim leasing für kapitalgesellschaften. Die 36 LR müssen in diesem fall ja nur die 15% decken.
MichaelEV meint
„dass VW die listenpreise nicht senken will.“
Natürlich nicht. Denn damit würden automatisch Apotheker-Buchwerte aus der Hochpreisphase zur Neubewertung kommen. Vielleicht endet das ja endlich, wenn diese Leasings bald ausgelaufen sind.
Ansonsten hast du zumindest diese Geschäftsmodell ja verstanden…
Aber…
… es funktioniert nur, wenn die Restwerte stabil bleiben.
… die Unternehmen tauschen Planbarkeit (bis hin zu vertraglich vereinbarten Mindestabnahmemengen) gegen Rendite. Manche funktionieren nur mit dieser Planbarkeit, andere brauchen sie nicht.
… es ist vollkommen nachvollziehbar, wenn andere sich aus diesem Segment raushalten, solange sie bessere Optionen haben.
… wenn Unternehmen Fahrzeuge von A halb so teuer angeboten bekommen wie von B, kommt es wenig überraschend, dass sie WEGEN DEM PREIS zu A greifen.
Kann man sich zumindest auf diese Offensichtlichkeiten einigen?
hu.ms meint
Kann man…
Noch ein faktor: evtl. will man zu beginn der antriebsumstellung einen möglichst grossen marktanteil in europa erreichen und geht das restwertrisiko deswegen ein. Wobei 60% des LP nach 3 jahren kein grossen risiko darstellt.
Fred Feuerstein meint
Ist doch super, dann hat Volkswagen ca. 3.600 € in 36 Monaten für ein Fahrzeug erzielt, das rund 40.000 € Basislistenpreis. Großartiges Geschäftsmodell…Aber MichaelEV, du hast Recht, nur aufgrund des Preises steht bei uns der Volkswagen auf dem Hof. Für 300 € / netto stünde da ein ganz anderes Fahrzeug.
hu.ms meint
Fredi, du kommt langsam aber doch dahinter !
Erstmal bleiben wir bei bruttopreisen.
40 K listenpreis.
minus 25% gewerberabatt = 30K,
minus 11% aus 36 leasingraten = 25K oder 63% nach 36 monaten.
Fred Feuerstein meint
Und was macht das mit der Marge? 🥳
Jörg2 meint
Mäx
Ich vermute, es ist eine Melange aus zu geringer Marche auf Grund notwendiger Preisabsenkung und Erfüllungsstand der CO2-Quote, was zur Senkung der Stückzahl führt.
Ich vermute weiterhin, der Stellenabbau bei Zulieferern (s. Bosch) hat mit dem Rückfahren der Bestellmengen von Zulieferteilen auf Grund der Mengenanpassung bei den Finalproduzenten zu tun. Insofern passen die Meldungen über die Situation bei den Zulieferern und die Meldungen über Produktionsrückgänge bei den Finalproduzenten (VW, Stelantis…) zusammen.
Was wenig dazu passt, sind die Scheuklappen-Realitätsverweigerungs-„gnadenlos skalieren bämm bämm bämm“-Lächerlichkeiten hier in den Kommentaren der letzten Monate.
Was die Hin-und-her-Entscheidungen im VW-Konzern betrifft (Standortmonopoli, Porsche BEV-Planungen von kurz vor Börsengang vs. jetzigen „zurück zum Verbrenner“…) so gilt hier sicherlich der schmerzhafte Satz: „hin und her macht Taschen leer“ (s. Gewinnwarnung Porsche).
Im Kern: Es wirkt auf mich so, als wäre der VW-Konzern nicht mehr Schmied seines Glücks sondern Amboss auf den die äußeren Umstände einschlagen, nicht mehr Treiber sondern Getriebener.
Bob meint
Aus Herstellersicht scheinen mir die Aussichten bei BEV und Verbrennern nicht besonders toll. Bei Verbrennern sinken die Zulassungen schließlich und man kämpft um einen schrumpfenden Markt. Bei Elektroautos wollen die Kunden keine höheren Preise zahlen, sodass man die Verkäufe vor allem über sinkende Margen realisieren muss.
Jörg2 meint
Bob
Ich glaube nicht (kann mich aber irren), dass der europäische Gesamtmarkt (Pkw, alle Antriebsarten) am Schrumpfen ist. Es geht (Neuzulassungen) immer ein wenig hin und her, aber letztendlich ist der Bedarf an Mobilität, abgesichert durch Pkw gleich bis steigend.
Wenn die alten, europäischen Hersteller das bedienen, dann machen es andere.
Mäx meint
Naja man ist aktuell bei 2,8 Mio. Fahrzeugen.
Seit 2005 (mehr Daten hab ich gerade nicht) war man immer über 3 Mio. mit Ausnahme von 2010 und 2013 (beide 2,9 Mio.) bis Corona.
2019 hatte man sogar 3,6 Mio. und die 3 Jahre davor 3,4 Mio.
Man hat also insgesamt ca. 20% verloren.
Aktuell würde ich sagen, dass man das auch nicht mehr erreichen wird.
Knapp unter 3 Mio. Fahrzeuge wird wohl eher die neue Norm.
Also 10-15% unter dem was man vorher anvisiert hatte.
Jörg2 meint
Mäx
„2,8“ ist Deutschland, oder?
Für EU habe ich immer „10“ im Hirn. Und dann kommt mal eine Abfrackprämie oder Corona und das führt dann zu einigen Wellenbewegungen, Verschiebungen….
Mäx meint
Ja Deutschland exemplarisch, als größter Markt.
Hab mir mal EU+UK+EFTA Daten (ACEA Basis) gesucht.
2007 16 Mio.
2008 14,7 Mio.
2009 14,4 Mio.
2010 13,8 Mio.
2011 13,5 Mio.
2012 12,5 Mio.
2013 12,3 Mio.
2014 13 Mio.
2015 14,2 Mio.
2016 15,1 Mio.
2017 15,6 Mio.
2018 15,6 Mio.
2019 15,8 Mio.
2020 12 Mio. (Corona)
2021 11,7 Mio.
2022 11,2 Mio.
2023 12,8 Mio.
2024 13 Mio.
Also gegenüber vor Corona ca. 20% verloren.
Ich gehe mittelfristig von einem Verlust von 10-15% an sich aus.
Dazu mehr Wettbewerb aus China.
Und das benötigt einer Konsolidierung.
Jörg2 meint
Mäx
Danke für die Zahlen!
Ja, es wird im BEV-Markt immer mehr Mitbewerber geben und der Verbrennermarkt wird schrumpfen. SEHR schlechte Karten für Hersteller, die ihr Hauptgeschäft (Stückzahl, Margenhöhe) im Verbrennermarkt sehen.
Wie ich seit langer Zeit schreibe: Die Segelschiffwerften können halt hervorragend Segelschiffe.
Kokopelli meint
Die Zahlen sind wirklich interessant. Danke Mäx.
MichaelEV meint
Es ist doch ein grundlegender Fehler anzunehmen, dass die Stückzahlen YTD durch eigenen Antrieb entstanden sind. Sie sind Ergebnis von Regulierung, durch die CO2-Flottenziele entstanden.
Und dank träger Prozesse kommt jetzt in die Produktion wo vor Monaten bis zu einem halben Jahr die Unterschrift drunter gesetzt wurde (oder auch nicht).
Im Endeffekt wird das Geschäft mit dem Verbrenner bis 2027 nur bergab gehen (CO2-Preis fängt an (gedanklich) zu wirken, Konkurrenz durch BEVs nimmt zu, Lieferkette bricht weg) und bis 2027 wird es einfacher bzw. günstiger das notwendige BEV-Volumen zu platzieren (CO2-Preis, mit weniger Verbrenner weniger Gap, sinkende Kosten, mehr Modellvielfalt).
Mit der Änderung der CO2-Flottenziele spricht alles dafür jetzt noch so viel wie möglich an Verbrennern zu platzieren und BEVs möglichst weit nach hinten zu schieben (da die Kompensation immer günstiger wird).
Das wird sich jetzt wohl in den Zahlen widerspiegeln. Denn auch wenn viele diesem Irrglauben unterliegen, „Nachfrage“ fällt nicht einfach vom Himmel, Preise üben maßgeblich Einfluss darauf aus (auch auf die Konkurrenz). Mit niedrigen Preisen erzeugt man dank Quersubventionierung Volumen (zum Schaden von Konkurrenten) und mit hohen Preisen würgt man die Nachfrage wieder ab.
Fred Feuerstein meint
Die Auftragsbücher quellen über, da muss man den Mitarbeitern auch mal eine wohlverdiente Pause verschaffen.
Andi EE meint
😅 thx
Gilt das auch für David, Mary und co.? 🥳
Eine Pause nach gefühlt einer Milliarde Posts mit einer einzigen Intention. 🙏
Future meint
Vielleicht soll durch die Maßnahme mit mehr Urlaub auch der Tourismus angekurbelt werden?
Snork der Dritte meint
Das ist nur das kurze Verschnaufen, bevor man den Markt gnadenlos überrollt.
hu.ms meint
Bei den fetten gehältern bei VW im vergleich zu anderen (bisher aus den china-verbrenner-gewinnen finanziert) ist ein dritt-urlaub bestimmt mit drin…