Lamborghini hat 2023 mit dem Lanzador (Artikelbild) einen Ausblick auf ein Elektroauto gegeben. Inzwischen sieht man bei der italienischen Volkswagentochter allerdings keinen Sinn mehr in einem solchen Modell. Rein elektrische Fahrzeuge plant man nach aktuellem Stand erst einmal nicht mehr. Im Fokus stehen künftig Plug-in-Hybride.
Der Chef des Sportwagenbauers Stephan Winkelmann erklärte gegenüber der Sunday Times, dass die Entwicklung von Elektroautos für die Marke zu einem „teuren Hobby“ werden könnte, da die „Akzeptanzkurve“ für batteriebetriebene Autos unter den Kunden „nahezu bei Null“ liege. Deshalb werde man den Lanzador in wenigen Jahren als dann vierte Baureihe als Plug-in-Hybrid statt Elektroauto auf den Markt bringen.
Damit wird Lamborghini im Jahr 2030 ein komplett aus Teilzeitstromern bestehendes Angebot haben. Die Supersportler Revuelto und Temerario wurden bereits auf Plug-in-Hybridtechnik umgestellt, ebenso das SUV Urus. Das Unternehmen wird laut dem Geschäftsführer „so lange wie möglich“ Verbrennungsmotoren in seinen Modellen einsetzen.
Lamborghini, das über die Volkswagen-Tochtergesellschaft Audi zu dem deutschen Konzern gehört, lieferte 2025 weltweit eine Rekordzahl von 10.747 Fahrzeugen aus. Im vergangenen Monat berichtete das Unternehmen, dass seine Ergebnisse durch den „Erfolg der Hybridisierungsstrategie der Marke, die von Lamborghini-Kunden auf der ganzen Welt mit Begeisterung aufgenommen wurde“, beflügelt worden seien. Der größte Markt war 2025 erneut Europa, dahinter folgten Nord- und Südamerika sowie der asiatisch-pazifische Raum.
Winkelmann sagte, Sportwagenliebhaber hätten keine „besondere emotionale Bindung” zu E-Autos, weil ihnen das Geräusch eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor fehle. „Hohe Investitionen in die Entwicklung von reinen Elektrofahrzeugen zu tätigen, wenn der Markt und die Kundenbasis noch nicht bereit sind, wäre ein teures Hobby und finanziell unverantwortlich gegenüber den Aktionären, Kunden [und](#) unseren Mitarbeitern und ihren Familien”, so der Manager.
Plug-in-Hybride bieten laut dem Lamborghini-Chef „das Beste aus beiden Welten, indem sie die Agilität und den Drehmomentanstieg bei niedrigen Drehzahlen der Elektro-Batterietechnologie mit der Emotion und Leistungsabgabe eines Verbrennungsmotors kombinieren“.

R2D2 meint
Einer der Hauptsstressfaktoren in Städten ist der Straßenlärm.
..
joooo und genau das muss man in einem Lamborghini Thema zum Besten veröffentlichen… Die Millionen Elterntaxis sind safe und clean. Müllwagen die um punkt 6 Uhr die MÜlltonnen ausklopfen, 4x hintereinander, sind safe. Aber hey, diese Lamboss am Kuhdamm und bei den Leuten in Düsseldorf…… pfui deifel.
CJuser meint
Mal abwarten, wie sich der Markt nach Einführung des Ferrari Luce entwickelt.
Anonymous meint
Wird auch floppen tippe ich. Das geteaserte Interior mit Jon Ives Handschrift, unverkennbar im Apple Style, passt auch überhaupt nicht zu Ferrari. Könnte auch von einem FIAT Transporter sein, ernsthaft.
Ich bin absolut pro BEV und pro Klima aber solche Nischen sind nicht unser Problem, die muss man nicht zwanghaft Elektrifizieren, einfach aussterben lassen. Die Stückzahlen sind irrelevant. Regulieren kann man die Lärmemissionen und ihnen so die Luft wegnehmen.
R2D2 meint
Ein V8 oder gar V12 machen kein Lärm, sondern Musik. Lärm machen viele BEV Fahrer, die ideologisch gefangen sind. Wobei ich immer noch auf die wissenschaftliche These warte, die eindeutig zeigt, wie wir das Klima verändern, also positiv, wenn wir dezent CO2 weniger emittieren…
Justin Case meint
Kein Wunder.
Jede Nacht kann man zwischen Kurfürstendamm und KaDeWe die Kernkompetenz von Lamborghinis live erleben: Laut sein, auffallen. Überheblichkeit auf Kosten anderer zur Schau stellen.
Diese Kundschaft wird nie BEV bejahen.
banquo meint
.. und die KFZ-Zulassungsgesetzgebung lässt es weiterhin zu.
Futureman meint
Damit ist besonders heute der Widerspruch zu erkennen: Ein Artikel beschreibt die Möglichkeiten von zusätzlichen Sound (Lärm) und ein anderer beschreibt das Problem von bestehenden Krachmöglichkeiten.
Einer der Hauptsstressfaktoren in Städten ist der Straßenlärm. Aus Schutzgründen sollte es also ein Zwang/Gesetz zu immer weniger Lärm geben.
brainDotExe meint
Die Welt besteht nicht nur aus Städten.
RudiFaehrtTesla meint
Aber in den Städten werden die meistens Motoraufhäulend gefahren. Checko?
South meint
Das will ich meinen, denn auch ausserhalb von Städten stehen die Anwohner nicht auf diesen vermeidbaren Lärm …
brainDotExe meint
Rudi
Das ist ein Vorurteil.
Des weitern, falls das wirklich stören sollte, kann man Einfuhrverbote verhängen, stört ja keinen. Alles klaro?
Elvenpath meint
Aber dort leben die allermeisten Menschen.
Meine Herren, bei deinen „Argumenten“ frage ich mich manchmal wirklich, ob du vorher nachdenkst, oder einfach nur widersprechen willst.
Mark Müller meint
Ein Lamborghini in der Stadt ist sowieso wie ein Gepard auf dem Laufband im Trainingscenter.
Skodafahrer meint
Warum sollte man ein Lamborghini – SUV kaufen, das keinen Lambo – Motor hat, aber trotzdem in dieser Preisklasse ist.
Da kann man auch bei einem gut ausgestatteten Audi bleiben, der nicht so extrem teuer ist.
brainDotExe meint
Der Lambo ist exklusiver. Wer das haben will, wird trotzdem den Lambo nehmen.