Die Entwicklung der nächsten Generation des Mini Cooper hat bereits begonnen. Das kommende Modell soll nach Informationen von Autocar die bedeutendste Transformation seit der Übernahme der britischen Marke durch BMW vor drei Jahrzehnten erleben. Dabei steht ein Wechsel vom Front- zum Hinterradantrieb im Raum.
Der neue Cooper wird dem Bericht zufolge auf der Gen6-Plattform von BMW fahren. Diese Architektur dient als Basis für die Elektroauto-Plattform des Konzerns namens „Neue Klasse“, die mit dem SUV iX3 und der Limousine i3 zunächst bei der Kernmarke eingeführt wird. Da diese Plattform primär für Hinterradantrieb (optional Allrad) ausgelegt ist, könnte sich das Antriebskonzept des Mini grundlegend ändern.
Aktuell sind die kleineren vorderen Antriebseinheiten für Allradvarianten der Gen6-Plattform nicht mit Getrieben ausgestattet, was einen reinen Frontantrieb erschweren könnte. BMW-Entwicklungschef Joachim Post äußerte sich zurückhaltend zur technischen Umsetzung. Er gab im Gespräch mit Autocar an, dass man „die optimale Lösung für das Gesamtpaket“ wählen werde und der reine Fahrspaß bei künftigen Modellen Priorität habe.
Der aktuelle Cooper Electric basiert auf einer Plattform, die in Kooperation mit Great Wall Motor in China entwickelt wurde. Die neue Generation hingegen soll BMWs Neue-Klasse-Architektur nutzen. Trotz technischer Neuerungen betont Designchef Holger Hampf gegenüber Autocar die Bedeutung der Markenidentität. Er erklärte dem Autoportal zufolge, dass jeder Mini allein an seinen Proportionen erkennbar sei. Diese Proportionen seien für ihn „nicht verhandelbar“.
Die zukünftige Gestaltung soll eine moderne Interpretation klassischer Elemente sein. Geplant sind ein cleverer Umgang mit dem Raum sowie Überraschungen im Fahrzeuginneren. Ein gewisses Maß an „britischem Flair“ soll dabei erhalten bleiben. Es könnte zudem eine größere optische Differenz zwischen den Verbrenner- und Elektroauto-Versionen geben.
Der aktuelle Verbrenner-Cooper wird wohl bis in die 2030er-Jahre im Angebot bleiben, schreibt Autocar. Dabei könnten hybride Antriebsoptionen hinzukommen, wobei diese vorerst weiterhin über den Frontantrieb verfügen sollen.

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