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IAB erwartet Beschäftigungsrückgang in den meisten Bundesländern

13.10.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

BMW-Produktion

Bild: BMW (Symbolbild)

Die anhaltende Wirtschaftsschwäche hinterlässt auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin Spuren. Das gilt insbesondere für industriell geprägte Regionen, in denen unter anderem die Automobilbranche unter Anpassungsdruck steht.

Laut einer Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wächst die Beschäftigung nur in drei Bundesländern. 2027 kommt es demnach in einem Großteil der Länder zu einem Beschäftigungsrückgang. Einzig Berlin mit 0,7 Prozent sowie Brandenburg und Niedersachsen mit jeweils 0,1 Prozent erzielen noch Beschäftigungszuwächse. Die Arbeitslosigkeit steigt hingegen in zehn Bundesländern, wobei sich die Arbeitslosenquoten allerdings kaum ändern dürften.

Die aktuelle Regionalprognose zeigt sowohl für West- als auch Ostdeutschland einen Beschäftigungsrückgang von 0,1 Prozent. Die stärksten Beschäftigungsverluste werden für das Saarland mit 1,3 Prozent, für Thüringen mit 0,7 Prozent sowie für Bremen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 0,6 Prozent erwartet.

Große regionale Unterschiede am Arbeitsmarkt

„Die anhaltende Wirtschaftsschwäche der vergangenen Jahre hinterlässt nach wie vor Spuren, wenngleich sich die Dynamik steigender Arbeitslosigkeit deutlich abschwächt“, erklären die Studienautoren. Die einzelnen Bundesländer zeigen dabei eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Rückgänge werden für Mecklenburg-Vorpommern mit 3,9 Prozent und Thüringen mit 1,8 Prozent erwartet. Auch im Saarland, in Bayern, Brandenburg und Bremen ist voraussichtlich mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu rechnen.

Die stärksten Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit werden für Sachsen mit 1,9 Prozent, gefolgt von Berlin mit 1,8 Prozent und Schleswig-Holstein mit 1,7 Prozent prognostiziert. „Trotz verbesserter Konjunkturaussichten zeigt sich auf den regionalen Arbeitsmärkten noch keine generelle Trendwende“, so IAB-Forscherin Anja Rossen.

Auf Ebene der Bundesländer weist nach wie vor Bayern mit 4,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote auf, während die Stadtstaaten Bremen mit 11,3 Prozent und Berlin mit 10,6 Prozent weiterhin durch die höchsten Quoten gekennzeichnet sind. In sieben der 16 Bundesländer entspricht die Arbeitslosenquote 2027 der des Vorjahres. Die stärkste Veränderung mit einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten auf 7,6 Prozent wird für Mecklenburg-Vorpommern erwartet.

Sinkende Beschäftigungszahlen und steigende Arbeitslosigkeit verzeichnen besonders Regionen, in denen das Verarbeitende Gewerbe stark vertreten ist. „Die ungünstige Lage im Verarbeitenden Gewerbe ist auf die strukturellen Herausforderungen in der Branche zurückzuführen, denen die jüngste konjunkturelle Aufhellung bisher zu wenig entgegensetzen kann“, erläutert IAB-Forscherin Sarah Kuhn.

„Besonders die Automobilindustrie steht unter verstärktem Anpassungsdruck“, heißt es. Neben der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industriegüter auf dem Weltmarkt werde zunehmend auch der demografische Wandel spürbar. Sinkende Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen verzeichneten beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, Regionen mit einer vergleichsweise ungünstigeren demografischen Entwicklung.

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Via: IAB (PDF)
Tags: Jobs

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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