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E-Autos sparen Ölimportländern seit Beginn der Hormus-Krise 20 Milliarden Dollar

26.10.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Hyundai-Ioniq-6

Bild: Hyundai (Symbolbild)

Elektroautos haben ölimportierenden Ländern zwischen März und August 2026 Rohölkosten von rund 20 Milliarden US-Dollar erspart. Das geht aus einer Analyse der Energie-Denkfabrik Ember hervor, die den Zeitraum seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran untersucht hat. Demnach ersetzten die Elektroautoflotten in diesen sechs Monaten schätzungsweise 200 Millionen Barrel Rohöl.

Den größten Anteil an den Einsparungen verzeichnete China mit 14 Milliarden Dollar, gefolgt von den EU-Mitgliedstaaten mit insgesamt 3,1 Milliarden Dollar. Innerhalb der EU entfielen die größten Anteile auf Deutschland und Frankreich. In Dänemark ersetzt die Elektroautoflotte auf Jahresbasis bereits eine Ölmenge, die 13 Prozent des nationalen Ölverbrauchs entspricht.

Derweil verlieren die USA beim Verkaufsanteil rein batterieelektrischer Autos (BEV) international an Boden. Nachdem die staatliche Förderung 2025 zurückgefahren worden war, erreichten BEV in den ersten acht Monaten 2026 einen Anteil von sechs Prozent an den US-Verkäufen leichter Fahrzeuge. In 49 der 56 von Ember untersuchten Länder lag der Anteil höher, wobei 15 Staaten die USA erstmals 2026 überholten, darunter Indien, Brasilien, Italien, Malaysia und Neuseeland.

Indien verzeichnet seit April jeden Monat einen höheren BEV-Verkaufsanteil als die USA, während Brasilien seinen heimischen Markt und seine Produktionskapazitäten ausbaut. In Japan verdoppelten sich die BEV-Verkäufe 2026 nach Einführung einer Maßnahme zur Unterstützung der Verbraucher bei den Anschaffungskosten. Weltweit stiegen die Verkäufe rein batterieelektrischer Autos in den ersten acht Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent, während Plug-in-Hybride zwölf Prozent und Verbrennerfahrzeuge sechs Prozent verloren.

Der weltweite BEV-Anteil an den Neuwagenverkäufen erhöhte sich im selben Zeitraum von 16 auf 18 Prozent. Ohne China und die USA betrug das geschätzte Wachstum der BEV-Verkäufe 45 Prozent. In Indien entfielen im ersten Halbjahr 2026 mehr als 60 Prozent der Elektroautoverkäufe auf die heimischen Hersteller Tata und Mahindra, während der vietnamesische Hersteller VinFast seine Auslandsproduktion ausbaute. Frankreich überschritt mithilfe eines Sozialleasingprogramms erstmals einen BEV-Verkaufsanteil von 30 Prozent.

„Die Länder, die bereits vor dieser Krise in Elektrofahrzeuge investiert haben, sind nun besser abgesichert, und immer mehr Länder folgen diesem Beispiel“, sagt Euan Graham von Ember. „Jedes Elektroauto auf der Straße verringert die Anfälligkeit gegenüber den volatilen Ölmärkten, und mit dem Wachstum der Fahrzeugflotten wächst auch der Schutz vor künftigen Versorgungsschocks. Die Vorteile der weltweiten Umstellung auf Elektroautos gehen über die Reduzierung von Emissionen hinaus und wirken sich auf die Energiesicherheit, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und die Positionierung der Länder in einer Welt aus, in der die Abhängigkeit von importiertem Öl immense Risiken birgt.“

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Via: Ember
Tags: KostenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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