Aston Martin hat den Valhalla Spider vorgestellt, die offene Variante seines 2025 gestarteten Mittelmotor-Supersportwagens mit Plug-in-Hybridantrieb. Das Modell übernimmt die Antriebstechnik des Valhalla Coupé und erreicht laut Hersteller auch ohne Dach eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Damit ist der Spider nach Unternehmensangaben der bislang schnellste offene Aston Martin und zugleich der erste offene Serien-Supersportwagen der Marke mit Mittelmotor. Die ersten Kundenauslieferungen sind für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
Der Plug-in-Hybridantrieb kombiniert einen 4,0-Liter-V8-Biturbo mit Flatplane-Kurbelwelle und drei Elektromotoren. Der Verbrennungsmotor leistet 609 kW/828 PS, die elektrischen Antriebseinheiten steuern zusammen 185 kW/251 PS bei, sodass eine Systemleistung von 793 kW/1079 PS und ein maximales Drehmoment von 1100 Nm zur Verfügung stehen. Zwei Elektromotoren treiben die Vorderachse an und ermöglichen eine radindividuelle Drehmomentverteilung, während der dritte E-Motor den V8 über das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse unterstützt. Die Zeit für den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt Aston Martin mit 2,5 Sekunden an.
Beim Dach setzen die Briten auf zwei abnehmbare Lösungen. Das verstaubare Stoffdach gehört in den meisten Märkten zur Serienausstattung und erlaubt im montierten Zustand Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Mit dem optionalen Carbon-Hardtop oder vollständig geöffnetem Cockpit sind dagegen die vollen 350 km/h möglich. Für den offenen Fahrbetrieb wurde ein herausnehmbarer Windabweiser entwickelt, der den Luftstrom über den Insassen führt und zugleich die Kühlluftversorgung des Motors unterstützt. Der um 35 Millimeter erhöhte Lufteinlass hinter dem Cockpit und neue Staufächer mit jeweils 15 Litern Fassungsvermögen gehören zu den weiteren konstruktiven Anpassungen.
Die Karosseriestruktur basiert auf einem Carbon-Monocoque. Für den Spider wurden die aktive Aerodynamik und die Abstimmung des elektronischen Stabilitätsprogramms an die veränderten Luftströmungen bei geöffnetem Dach angepasst. Nach Herstellerangaben erzeugen der aktive Frontflügel, der verstellbare Heckflügel und die Unterboden-Aerodynamik bei 240 km/h im Renn-Modus mehr als 600 Kilogramm Abtrieb. Der Heckflügel fährt in diesem Modus um 255 Millimeter aus und kann beim Bremsen zusätzlich als Luftbremse eingesetzt werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Der Valhalla Spider übernimmt die elektrifizierte Allradarchitektur des Coupés mit einem elektronisch geregelten Vorderachsantrieb und einem elektronischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Zur Fahrwerkstechnik gehören eine Pushrod-Vorderachse mit innenliegenden Feder-Dämpfer-Einheiten, eine Mehrlenker-Hinterachse und Carbon-Keramik-Bremsen. Im Innenraum sind neue Carbon-Touringsitze serienmäßig, während die stärker konturierten Sitze des Coupés weiterhin ohne Aufpreis erhältlich sind. Die nach oben öffnenden Carbon-Türen wurden für den offenen Aufbau mit rahmenlosen Seitenscheiben und einer überarbeiteten Öffnungsmechanik angepasst.
Mit dem Spider erweitert Aston Martin sein exklusives Valhalla-Programm um eine zweite Karosserievariante. Laut dem jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht wurden in den ersten neun Monaten 2026 rund 350 Valhalla Coupés im Großhandel ausgeliefert. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen etwa 500 Einheiten des rund eine Million Euro teuren Plug-in-Hybrid-Supersportlers. Die noch ausstehenden Coupé-Auslieferungen sollen bis Ende des ersten Halbjahres 2027 weitgehend abgeschlossen sein. Für den Spider liegen nach Unternehmensangaben bereits Bestellungen vor, die Auslieferungen bis ins vierte Quartal 2027 abdecken.
















Ihre Meinung