US-Elektroautobauer Lucid hat in Frankfurt am Main sein neuestes europäisches „Studio“ eröffnet. Es ist der siebte Verkaufsstandort der Marke in Europa und der dritte in Deutschland. Im Oktober will das Unternehmen in Frankfurt zudem ein neues Service Center in Betrieb nehmen.
„Frankfurt lebt von und für Fortschritt und Innovation. Das macht die Stadt zum perfekten Match für Lucid und unsere Mission, durch Technologie außergewöhnliche Erlebnisse zu schaffen“, sagte Peter Rawlinson, CEO und Technikchef bei Lucid. „Der preisgekrönte Lucid Air steht für Raffinesse, Präzision, Leistung und Nachhaltigkeit und passt damit perfekt auf die Straßen Frankfurts.“
Die Eröffnung des Studios in Frankfurt ergänzt die bestehenden Verkaufsstandorte in München, Düsseldorf, Hilversum, Genf, Zürich und Oslo. „Um das Kundenerlebnis weiter zu verbessern, setzt Lucid europaweit eine umfassende Servicestrategie um. Dazu gehören neu eröffnete Service Center in München und Zürich sowie das Vorhaben, bis Ende 2024 weitere Stützpunkte in Deutschland in Betrieb zu nehmen“, heißt es in einer Mitteilung.
Lucid erweitert zudem sein mobiles Servicenetzwerk und bietet die Kundenbetreuung eigenen Angaben nach bisher in 15 europäischen Märkten an. Dazu zählten Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Polen und die Tschechische Republik. Über 100 Mobile Service Hubs stünden Kunden jederzeit zur Verfügung. Von dort aus kämen Servicemitarbeiter direkt dorthin, wo man sie benötigt – „sei es zu Hause, im Büro oder unterwegs“. Wann der mobile Service auch in Deutschland eingeführt wird, ist offen.
Lucid bietet aktuell exklusiv die Edellimousine Air an, die hierzulande ab 85.000 Euro kostet. Als Nächstes bringt das Start-up das Luxus-SUV Gravity auf den Markt. 2026 soll ein erschwinglicheres Modell folgen.
Die Wahrheit meint
VW und Rivian, die Tage sind gezählt, wie lange das gut geht. Spätestens, wenn Rivian das unlösbare VW Problem doch nicht so schnell lösen kann und CW nicht noch mehr Geld versenken will und kann, knistert diese Scheinehe.
Meine Prognose, die beide VW Aktien gehen unter 100€, wollten auch nur ganz wenige glauben.
Der Glatteiseffekt: Wenn die Karre erst mal rutscht, dann ist der Einschlag näher, als der Erfolg wieder auf Kurs zu kommen.
Tadeky meint
Habe echt gelesen in der Überschrift, Lucid verliert Geld im Frankfurter Studio.
Naja zwischen Fiktion und Wirklichkeit liegt bei Lucid kein Unterschied. Nach Lordstown, Nikola und Fisker sind Lucid und Rivian die nächsten die vom Markt verschwinden.
Aztasu meint
Bestimmt nicht
Tudor Niki meint
Lucid macht zurzeit 400.000 Dollar Verlust pro verkauften Fahrzeug. Lange halten die das nicht mehr durch. Und wenn die neuen Fahrzeige ab 50k Dollar verkauft werden, dann steigt der Verlust noch mehr.
M. meint
Dann erzähle uns doch mal, warum dadurch der Verlust steigt.
Ich ahne ja, was da kommt, aber ich will es lesen… ;-)
Tadeky meint
Kann ich dir sagen, da Lucid bei einem Fahrzeug von jetzt schon 100.000 bis 150.000 Dollar einen Verlust von 400.000 Dollar Verlust macht.
Wenn das Fahrzeug 50.000 kostet, dann nimmt man noch weniger Umsatz ein.
Aztasu meint
Ja das sind immer wieder die gleichen verblendeten die nicht verstehen wie Stückkosten funktionieren. Tesla würde schon extrem große Verluste schreiben wenn sie sagen wir mal nur noch 500.000 Fahrzeuge herstellen und verkaufen, also 1/3 vom letzten Jar. Wie sieht das erst bei gerade mal 10.000 Fahrzeugen aus die Lucid gerade herstellt und verkauft? Tesla erstes profitables Jahr war übrigens 2020 und das auch nur sehr knapp. 2021 ging es richtig los und noch heute sind die Gewinne aus dem Fahrzeugverkauf nicht wirklich groß, andere Zahlungsströme wie die direkten und indirekte Subventionen, CO2-Zertifilatehandel oder das Industriestromspeichergeschäft tragen mehr zusammen
Andre meint
Das dürfte ein Trugschluss sein.
Solange die Entwicklungskosten, die ja eine Konstante bei einem entwickelten Auto sind, auf z.B. 100 Autos rechnerisch umgelegt werden, dann kommen formal solche horrenden Verluste pro Auto zustande.
Da die reinen Herstellungskosten aber deutlich unter dem Verkaufspreis (selbst bei VKP von 50 k€) liegen, ist eine höhere Stückzahl anzustreben, um irgendwann in die Gewinnzone zu kommen.
Aztasu meint
Richtig. Der Lucid Gravity wird ja nicht mal „nur“ 50k kosten sondern ab 79,9k und damit minimal teurer als das Brot-und-Butter Modell vom Lucid Air. Das 50k Mittelklasse SUV soll Mitte 2026 folgen, also zeitgleich zum Rivian R2.
Tadeky meint
Sie wissen schon das die neuen Fahrzeuge neue Entwicklungskosten und Investitionen erfordern? Zusätzliche Manpower, Marketing etc. Die Kosten steigen und Lucid finanziert sich aus Investoren Geldern und nicht selbst.
Aztasu meint
Die Entwicklungskosten des Air sind abgeschlossen, was man über den reinen Produktionstückkosten einnimmt ist Gewinn. Dieser wird natürlich wieder reinvestiert, z.Bm in die Plattform des Gravity die dadurch weniger durch Fremdkapital finanziert werden muss. Beim Lucid Gravity wurde auf bereits vorhandenem Wissen aufgebaut, die Plattform des Gravity war sicherlich wesentlich günstiger zu entwickeln als die des ersten eigenen Fahrzeugs, des Lucid Air. Der finanzielle Aufwand dürfte sich relativ in Grenzen halten. Die verkauften Stückzahlen dürfte um einiges Höher liegen als beim Air. 40k vom Gravity im Jahr + 10k vom Air und schon hat man eine ganz andere Grundlage.
Tommi meint
@Aztasu „Gewinn“? Nicht ganz. Erst mal ist es ein Deckungsbeitrag. Die Miete für den Ausstellungsraum sind beispielsweise weder Entwicklungskosten noch Produktionskosten, muss aber von den Umsätzen auch gedeckt werden.
Aztasu meint
Ja, gut, das stimmt.
David meint
Bei Lucid weiß man es nicht. Das hängt davon ab, wie viel Geduld die Araber haben. Offenbar hat man jetzt einige Fahrzeuge bei Sixt einflotten können. Also tut sich was. Bei Rivian sieht die Sache besser aus. Man hat offensichtlich die stärksten und effizientesten Pick-up Trucks und SUV zu akzeptablen Preisen. Wenn das Segment anzieht, bringt sie das nach vorne. Auch das Lieferfahrzeug ist ein gutes Gerät. Zudem haben sie VW als Finanzier gewonnen.
Tadeky meint
Amazon hat Milliarden in das Grab Rivian investiert und einen mittelmäßigen Transporter bekommen.
Inzwischen bestellt Amazon Bein der Konkurrenz von Stellantis seine Lieferwagen in Form des umgelabelten Fiat Ducatos als Dodge.
David meint
Amazon ist nach wie vor Kunde. Sie haben 100k bestellt und werden die abnehmen. Dass sie auch andere Fahrzeuge nutzen, ist normal und sinnvoll. Für Europa haben sie z.B. im März 1800 eSprinter und eVito bestellt
Tadeky meint
Sie sind nicht mehr Kunde. Amazon hat keine neuen Fahrzeuge bestellt in den USA bei Rivian sondern den Stecker gezogen und bei Stellantis bestellt.