US-Präsident Donald Trump hat ein Zollpaket verkündet, das auch die Europäische Union trifft. Ab dem 5. April soll ein Basiszoll von zehn Prozent auf alle Importe in die Vereinigten Staaten gelten. Zudem kündigte Trump noch höhere Zölle für einige der größten Handelspartner an, die am 9. April wirksam werden sollen.
Für die Europäische Union sollen Zölle in Höhe von 20 Prozent greifen. Die EU bereitet nun Gegenmaßnahmen vor. „Wir finalisieren bereits das erste Maßnahmenpaket als Reaktion auf die Stahlzölle und bereiten nun weitere Maßnahmen vor, um unsere Interessen und Unternehmen zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie betonte, dass es noch nicht zu spät für Verhandlungen sei und appellierte an die US-Politik, sich auf Gespräche einzulassen. Ziel müsse es sein, Handelshemmnisse abzubauen statt zu erhöhen.
„Die von US-Präsident Donald Trump heute angekündigten umfangreichen neuen reziproken US-Zölle gegenüber weiten Teilen der Welt, die in den nächsten Tagen schrittweise in Kraft treten sollen, markieren einen fundamentalen handelspolitischen Einschnitt“, sagte die Präsidentin des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) Hildegard Müller. „Es ist die Abkehr der USA von der regelbasierten globalen Handelsordnung – und somit die Abkehr von der Grundlage für weltweite Wertschöpfung und entsprechendes Wachstum und Wohlstand in vielen Regionen der Welt. Das ist kein America first, das ist America alone.“
„Dieser Protektionismus wird nur Verlierer produzieren. Vor allem betroffen sind Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA, bei denen sich die Auswirkungen der zusätzlichen Zölle über eine steigende Inflation sowie eine geringere Produktauswahl direkt bemerkbar machen werden“, so Müller weiter. „Zölle dieser Art reduzieren zudem den Innovationsdruck für US-Unternehmen und schwächen so mittelfristig deren internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die bisherige Zollpolitik des US-Präsidenten ist daher auch in weiten Teilen der US-Industrie auf deutliche Kritik gestoßen.“
Die angekündigten Maßnahmen seien zudem „eine massive Belastung und Herausforderung“ sowohl für die Unternehmen als auch die globalen Lieferketten der Automobilindustrie. Die Folgen der 25 Prozent-Zölle, die ab dem 3. April mindestens auf Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und bestimmte Autoteile erhoben werden, seien noch schwer einzuschätzen. Klar sei allerdings schon jetzt, dass diese Entwicklung weltweit negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben werde. Das werde auch Arbeitsplätze betreffen.
„Die EU kann und muss selbstbewusst agieren“
„Fakt ist, dass gerade die deutsche Automobilindustrie mit ihren über 2.000 Standorten in den USA, in denen rund 138.000 Beschäftigte arbeiten, das beste Beispiel für eine bereits seit Jahrzehnten in den USA vorhandene und mit den US-Wertschöpfungsnetzwerken tief verwobene Produktion vor Ort ist“, unterstrich die VDA-Chefin. „Die EU ist jetzt gefordert, geschlossen und mit entsprechender Stärke aufzutreten – und gleichzeitig weiterhin die Bereitschaft zu Verhandlungen zu signalisieren. Die EU kann und muss dabei selbstbewusst agieren und alle Optionen auf den Tisch legen.“
Aus der aktuellen Situation lassen sich laut der deutschen Lobbyistin auch grundsätzlich notwendige Handlungen für die EU ableiten. Beispielsweise müsse die Geschwindigkeit und Entschlossenheit beim Abschluss von Freihandelsabkommen „massiv erhöht werden“. Mit möglichst vielen Regionen in der Welt müssten hier konkrete Ergebnisse erzielt werden. Die EU müsse jetzt „Verfechter für den freien und fairen globalen Handel“ sein. Deutschlands und Europas Wirtschaft benötigten starke Allianzen und belastbare Netzwerke.
Müller abschließend: „Die EU hat jetzt die Chance, sich als verlässlicher Partner zu positionieren. Wir erwarten daher von der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten Pragmatismus bei den Verhandlungen um Freihandelsabkommen. Es braucht hier auch eine entsprechende Führungsrolle einer neuen deutschen Bundesregierung. Die Ankündigungen des US-Präsidenten erhöhen gleichzeitig nochmals den Druck auf die Politik in Berlin und Brüssel, alles zu tun, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes wiederherzustellen. Für die Koalitionsverhandlungen bedeutet dies, das umfangreiche Reformen – u.a. mit Blick auf die Energiepreise, Steuern und Abgaben und Bürokratieabbau – notwendig sind.“
Donald meint
Mein Vorschlag:
Amerika erstattet allen amerikanischen Firmen, die beim Export nach Europa Zoll zahlen müssen, diesen vollumfänglich.
Finanziert aus den Zoll-Einnahmen.
Alter was bin ich genial!
South meint
Hmm. Und wer trägt den entgangenen komperativen Kostenvorteil und die amerikanischen Schulden? Wer soll das plötzlich in den USA alles produzieren? Wenn sich die Amerikaner nur schwer weiterverschulden können, die Inflation anzieht und weniger Waren haben werden, werden sich die Amerikaner dann auf Trump’s Anweisung einschränken und ihn trotzdem doll lieb haben?
Ah Geil. Das hat der genialste aller US Präsidenten bestimmt mal beim Golfen nebenbei gelernt und geht gut durchdacht in Verhandlungen, weil, wenn er nicht schon selber so gut wüsste, dann hat er bestimmt die genialsten aller Berater in sein Team geholt…
Donald meint
Ja, hat er. Schön, dass Du es begriffen hast.
Ach, wie schön alles. Börsen drehen durch, alles kippt. Ich liebe es.
Future meint
Der Spaß am Untergang ist übertrieben.
In ein paar Wochen lohnt es sich, wieder nachzukaufen.
Steffen meint
Donnie, du bist peinlich.
South meint
Yep. Ich genieße die Show auch in vollen Zügen. Nirgends kann man jetzt plastischer sehen, wie es den Bach runter geht, wenn man die größten Honks an die Macht bringt.
Bis jetzt war es für die Populisten komfortabel, lügen, schimpfen und alle anderen sind Schuld. Und genau Orban und Co. werden von der Europäischen Union, der Zentralbank und vom europäischen Gerichtshof vom schnellen Niedergang bewahrt. Die Autoindustrie würde in ein kürzerster Zeit in Ungarn verschwinden, wenn sie nicht in der EU wären. Aber wenn das Schild nicht da ist, dann wird es sehr schnell eng. Eigentlich krass, dass sogar die USA, immerhin die mächtigste Volkswirtschaft der Welt und mit einem riesigen Binnenmarkt, innerhalb kürzester Zeit Schlagseite kriegt.
Russland stürzte in einen sinnlosen Krieg, die Türkei hat eine Inflation von 70% aufwärts und steht nahe am Bürgerkrieg. Auch in China ist Krieg oder Wirtschaftskrise nur noch eine Frage der Zeit….
Radikalismus, Populismus und fehlende Gewaltenteilung führen unweigerlich zu Katastrophen… da kann man nur die Daumen drücken, dass die Intelligenz siegt oder wir vorher erst wieder im wahrsten Sinne des Worte bl u ten müssen…
Monica meint
Europa hat sich zu lange wohlgefühlt, im warm gemachten Bett. Den großen Bruder in den USA, wenn es mal schwierig wurde, einfach ein Anruf, schon ist die Armee da. Wir haben jetzt 40 Jahre den bequemen Weg eingeschlagen, unsere Armeen kaputt gespart und sich wichtigeren Dingen gewidmet. Wie Freizeit, 4 Tage Woche, 30 Tage Urlaub und 20 Tage Krankheit – zahlt alles die Krankenkasse, einen mega Haushaltsüberschuss, von dem den enorm viele Themenfernen Dinge gemacht werden konnten, teils im mehrstelligen Mrd. Betrag jährlich. Jetzt ist der Hühnerhaufen in Europa natürlich geschockt und alle gaggern.
Tim Leiser meint
Was für eine verkürzte Sicht der Dinge. In der Trump University gelernt?
Monica meint
Ich bin dafür schon ab der 5ten Klasse etwas BWL/VWL den kids zu lernen, dann wird vieles im Leben einfacher. Findest du es ok, wenn einige immer nur nehmen, aber nichts geben?
Stromspender meint
Jepp, Trump University…
Und wenn wir beim Geben oder Nehmen sind: Die USA haben seit 1945 ohne große Rücksicht auf Verluste selber entschieden, wem sie etwas Geben oder Nehmen.
Monica meint
stromspender,
deutschland, nahe dem Hirntod hatte letztes Jahr 1.000 Mrd. EURO Steuereinnahmen. Und wie sieht das Land aus? Wo ist das ganze Geld?
South meint
Naja, Monica. Amerika hat 36 BILLIONEN USD Staatsschulden, damals unter Trump’s Regierung stark gestiegen und spoileralarm, es sieht wieder danach aus…
Amerika ist also viel stärker verschuldet und steht bei Gott nicht besser da, als die BRD. Viel Wirtschaftswachstum der letzten Jahre war Schuldeninduziertes Wachstum. Schwer zu glauben, dass du ernsthaft was mit VWL machst…
Future meint
Ich bin dafür, dass man in der 5. Klasse gesundes Kochen und soziale Empathie lernt. Das ist die beste Grundlage für ein gutes Leben. BWL gehört ganz sicher nicht dazu.
Stromspender meint
Ach, Monica, immer wieder diese absolute Miesmacherei interessierter Kreise. Deutschland ist die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt mit einem BIP von 4,53 Billionen Dollar. Und vielleicht bekommen wir es jetzt hin endlich in unsere Infrastruktur, Bildung etc. zu investieren. Unter Mutti war das ja sakrosankt…
Aber netter Versuch vom Thema abzulenken: Die USA haben sich auch nach dem 2. Weltkrieg nicht wirklich geändert, sondern sich in weiten Bereichen als imperialistische Weltmacht aufgeführt. Davon hat Europa lange Zeit profitiert, keine Frage. Und ich bin froh, auf der „richtigen“ Seite des eisernen Vorhangs groß geworden zu sein. Die UdSSR und nun Russland waren ähnlich imperialistisch unterwegs – und dass zudem noch ausgesprochen diktatorisch.
South meint
Völliger nachgeplapperter Unsinn. Nahezu alle Länder haben ihre konventionellen Streitkräfte nach dem Ende des kalten Krieges aus sehr rationellen Gründen stark reduziert. Auch die USA hat ihre konventionell und auch atomar abgerüstet. Davon abgesehen haben die Europäer so manches sinnloses Abenteuer von Irak bis Afghanistan mitgemacht. Die Amerikaner haben in der Zeit aber noch oft Krieg geführt und ihre Ausgaben hochgehalten.
Die Bedrohungslage hat sich aber nun Grundlegend geändert. Natürlich müssen wir jetzt unsere Militärausgaben steigern, aber der größte Schaden ist doch, dass wir jetzt aufgrund der unsicheren Bündnisslage viel Geld für Doppelstrukturen im Bündnis verschwenden müssen. Trump vernichtet also im großen Stil unnütz Vermögen, nicht nur in der Wirtschaftspolitik, und das wird nicht ohne Folgen für uns und auch die Amerikaner bleiben…
Monica meint
Stimmt, die USA haben auch abgerüstet. Aber was kann deren Armee leisten, was Deutschland? Wir haben nicht mal eine funktionierende Küchenbereitschaft für eine Armee, die es nicht mal gibt. Okay, diese Ursula hat ja alles… versucht.
glaubst du echt, diese Tarnkappenbomberpiloten kann man irgendwo abziehen? Von wo? Aus Berlin? Die nur tanzen und singen können, und gendern? Angenommen von Osten kommt etwas gewaltiges, wir könnten nicht mal laufen, weil niemand hier auf so etwas vorbereitet ist. Aber hey, wir haben Meldeportale für fa ke news, Falschparker und wenn jemand was gegen die Grünen sagt, klingelt was morgens um 6 Uhr an der Tür.
South meint
Genau. Bul lsh it raushauen, a bisserl Grün en B as hin g… die Abrüstung kam, leicht nachzukucken, allergrößtenteils unter schwarzkonservativen Regierungen.
Und die Amerikaner sind bei weitem nicht mehr so schlagkräftig wie früher. Tarnkappenbo mber, lachhaft, da reichen die Finger zum zählen. Flugzeugträger größtenteils viele Jahrzehnte alt. Neues Gerät wurde nur in kleinsten Mengen in Dienst gestellt. Gut, einziger Punkt. Droh nentechnik.
Monica meint
south
immerhin hat Habeck heute erkannt, das wir so etwas wie Deflation bekommen könnten. Für einen Kinderbuchautor nach 3 Jahren Wirtschaftsministerium eigentlich eine gute Lernkurve. Viele die die Hauptschule in den 80er gemacht haben, wussten das schon vorher.
Tt07 meint
Na Moni, geht das Bas h iiiing weiter? Aber wo Du grad vom ehrenwerten Wirtschaftsminister sprichst, vielleicht solltest Du mal seine Kinderbücher lesen, dann kannst auch Du Deinen Horizont erweitern und uns stolz Deine Lernkurve präsentieren
Future meint
Es geht steil abwärts. Die Blauen sind aktuell in den Umfragen schon gleichauf mit der Merzpartei. Also, Deutschland möchte wohl auch seinen Trump haben. Endlich mal was eigenes.
Kaiser meint
Tolle Schutzmacht USA, brauchen 2 Wochen um einen einzigen Panzer zu bergen, Einen! Deren 12% an der Nato sind doch keine 1% mehr wert.
Tt07 meint
@Monica, wie schaffst Du es, in jedem Deiner Kommentare soviel Desinformation und Unwahrheit zu Papier zu bringen. Das ist rekordverdächtig
Monica meint
wow. jetzt hast du mich mit fakten nackig gemacht. ich gebe auf. mein account wird morgen gellöscht.
Tt07 meint
Na geht doch…prima!
South meint
Weil er Mike Müller Brüller heisst…
Kaiser meint
Die Hühner streiken schon, aber nur in den USA: 14$ für 10 Eier :-)
Mary Schmitt meint
Ich denke, der Trump Administration ist nicht klar, mit welchen kleinen Wimperschlägen die EU den USA IT Hightech empfindlichste Einbußen zufügen kann: Digitalsteuer, DSGVO-Verschärfung, Dollar nicht mehr als Handelswährung. Der Magnificient Seven kann man sehr schnell 100 Mrd. Schaden pro Jahr zufügen.
Future meint
Bisher hat sich niemand getraut in Europa, das alles eskalieren zu lassen. Mal sehen, ob jemand wie Merz dazu in der Lage sein wird. Möglicherweise braucht es das auch nicht, denn die Fans werden schnell merken, was MAGA bedeutet, wenn die Inflation steigt und die Altersversorgung durch die Börsenkurse fällt.
B.Care meint
Dazu braucht es keinen Merz, die Entscheidungen fällt Brüssel, und die haben schon in der Vergangenheit gewusst an welchen Schrauben zu drehen ist.
Future meint
Dann wird es wohl Zeit, dass von der Leyen endlich mal Trump besucht. Starmer war ja schon da und hat dafür gesorgt, dass er nur 10 Prozent Zoll abbekommen hat.
Mäx meint
Vielleicht nochmal auf die Tabelle schauen.
Laut dieser erhebt UK nur 10% Zoll auf US Güter, dementsprechend sind eben dann auch 10% Zoll von der US Seite erhoben.
Eigentlich erstaunlich, da allen anderen Länder „nur“ grob 50% der Zollhöhe aufgebürdet wurden…also im Prinzip hat UK schlechter verhandelt.
B.Care meint
Umgekehrt, Trump soll Leyen besuchen. Klar dass Starmer ohne die EU im Rücken keine Altrenativen hat und zu Kreuze kriechen musste,mit entsprechendem misserablen Ergebnis.
South meint
Hahaha, klar, und dann nehmen wir das erfolgreiche europäische Amazon, Microsoft, Google her…
Future meint
Bei den Dienstleistungen gibt es wohl auch keinen Handelsüberschuss. Insofern braucht es da auch keine Maßnahmen. Die Abhängigkeit ist eh gegeben.
South meint
Naja, man muss schon aufpassen, was man mit Zöllen belegt. Wenn es keinen anderen Ersatz, also ein Substitut gibt oder es lange dauert bis da eine eigene Fabrik steht, dann ist das im Grunde nur ne Steuerhöhung für die eigene Bevölkerung. Das ist genau das was Trump gerade schmerzlich lernt, weil er du.m.m. wie Brot ist.
In seiner einfachen Welt ist Protektismus durch Zölle immer gut. Die USA nehmen entweder Geld ein und/oder es werden eigene Fabriken gebaut, also Arbeitsplätze. Thats it. In der Praxis produziert und kann nicht einmal jedes Land genau das produzieren was es braucht. Weil ganz einfach das knowhow, Rohstoffe oder was auch immer da ist und zudem führen die Steuererhöhungen zu einem Inflationsschub. Genau der kleine Mann verliert bei dem perfidem Spiel. Ich sag immer, Du..m.m…heit kostet Geld und genau das lernen gerade seine Anhänger. Man kann nur hoffen, dass wir cleverer sind… Parteien wie die Af D und B S W würden uns schlicht ruinieren.
Natürlich geben in Ausnahmesituationen Zölle Sinn, wenn ein unfairer Wettbewerb oder Subventionen vorliegen würden. Aber nicht Flächendeckend…. dann wird es ein volkswirtschaftlicher Schock und der ist sogar für den riesigen amerikanischen Binnenmarkt ein echter Schock….
Andi EE meint
@South
Ich gebe dir da weitestgehend Recht, sowieso ist es ja eine Rechnung über den Umsatz, Software generiert aber ein Vielfaches an Erträgen im Vergleich zu Hardware. Die USA verdienen wahrscheinlich viel mehr an Europa als umgekehrt, da Europa meist geringmargige Produkte wie Autos exportiert, die aber einen enormen Umsatz generieren. Das suggeriert halt auch das Handelsbilanzdefizit, was es in der Realität wahrscheinlich gar nicht gibt.
Aber ja, gegen reziproke Zölle kann ja niemand was haben, denn es gleicht ja nur das Ungleichgewicht aus. Es wird aber multipliziert mit dem Handelsbilanzdefizit und der Differenz bei den Zöllen der beiden Länder. Die Schweiz kommt z.B. katastrophal schlecht weg.
MichaelEV meint
Über „digitale Souveränität“ redet man gerne, getan wird dafür aber praktisch nichts. Ohne Microsoft sehe es, speziell für Unternehmen, düster es. Bei anderen Diensten wäre es schmerzhaft, wenn Druck da ist könnte ich mir da aber eher Lösungen vorstellen.
South meint
Kommentar hängt. Wenn man einen Import nicht ersetzen kann, ist es nur eine Steuerhöhung und Inflationstreibend. Wer auf du….m…me Populisten hört kriegt halt irgendwann ne Rechnung…. witzigerweise genau der „einfache“ Mann, der auf den Sp i nn . er hereingefallen ist…. die Oberschicht unter Trump hält sowas locker aus…
Ben meint
DSVGO Verschärfung ? Ist doch jetzt schon so das das DSVGO die Täter schützt anstatt die Opfer, siehe Überwachungskameras, Dashkams.
Dagobert meint
Anders herum wird ein Schuh draus. Was meinst du was hier los ist wenn Mirosoft bekannt gibt sein Deutschlandgeschäft einzustellen, oder CISCO, Juniper, Aruba, PaloAlto, etc. keine Erstzteile/Geräte/Support mehr liefern.
Unsere IT-Infrastruktur würde innerhalb weniger Monate komplett zusammenbrechen.
Viele Europäer haben eine ziemlich verklärte Sicht darauf, wer hier am längeren Hebel sitzt.
BeatthePete meint
Käse, man würde dann auf z.B. Huawei Komponenten setzen.
Zu MS & Co gibt es Alternativen, natürlich mit größeren Einschränkungen und das würde ordentlich Wehtun.
Die OpenSource Community würde massivsten Zulauf bekommen,Qualität und Quantität an offenen Produkten würden enorm profitieren, wuerd aber dauern.
Schwierig wäre Serverhardware, CPU, Mainboards…
Europa wäre dann für USA IT-technisch verloren, keiner mit gesunden Menschenverstand würde US Produkte einsetzen.
Die anderen Länder würden sehr sehr genau hinschauen, was mit USA & EU passiert und würden sehr genau den Eisatz von amerikanischen Produkten abwägen.
Langfristig ein loss für USA, kurzfristig absolutes EU Chaos, setzt aber eine harte Eskalation voraus, was schon fast einer Kriegserklärung nahekommt.
Aber wir schweifen ab.
,man müsste sich die Gegenseitigen aktuellen Zölle anschauen. Vermutlich sind die +25% gerechtfertigt, allerdings superpopulistisch & shortterm.
Was von Trump nicht anders zu erwarten war.
MichaelEV meint
„Zu MS & Co gibt es Alternativen“
Käse. Bei MS kann man den Zugang zu Clouddiensten von einer Sekunde auf die andere kappen und sofort stehen weite Teile unserer IT still. Der vollständige Weg daraus dauert viele Jahre.
Olaf meint
das sehe ich auch so, leider verstehen die Leute das nicht….
Die EU sollten jetzt einen Deal machen und die Zölle auf 0% senken und versuchen die USA auch dazu zu bringen, dann hätten wir alle was davon.
Nur die EU selber will das nicht, weil sie sich auch durch die Zölle finanziert..
MichaelEV meint
Der ganze Trubel ist ja fast absurd, wenn die Lösung bei „Wie du mir, so ich dir“ doch so einfach ist: Selber keine Zölle erheben.
Mäx meint
Michael bitte, du fällst doch nicht auf die billige Rhetorik rein.
Zahlen aus 2023:
500 Mrd. € Güter gingen von der EU in die USA
347 Mrd. € Güter von USA in die EU.
319 Mrd. € Services gingen von der EU in die USA
427 Mrd. € Services von USA in die EU.
> 45 Mrd. € Handelsdefizit
> 5,5% auf Importe der USA gerechnet oder 2,8% des gesamten Handels
Also am Ende blutet Amerika nicht wegen der EU aus!
So nun Zölle:
Die sind angewendeter Weise auf alles ca. 1% für beide Seiten.
In Zahlen:
Einnahmen US 7 Mrd. €
Einnahmen EU 3 Mrd. €
MichaelEV meint
Danke Mäx für die Klarstellung. Hab glaub ich die selbe Quelle gefunden.
Die 1% sind aber das, was verzollt wurde. Tatsächlich relevant wäre, was Zölle tatsächlich an Handel vermieden haben.