Im vergangenen Jahr hat rund ein Drittel der E-Auto-Halter in Deutschland kein Geld aus der THG-Quotenregelung beantragt. Nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) riefen nur 64 Prozent der Berechtigten die ihnen zustehende Prämie ab, im Vorjahr waren es noch 75 Prozent.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang dürfte der gesunkene Erlös aus der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) sein. Während in früheren Jahren noch mehrere hundert Euro möglich waren, lagen die Auszahlungen zuletzt meist nur im zweistelligen Bereich. Derzeit bieten laut der Welt Vermittler Beträge zwischen 70 und 125 Euro an.
Zusätzlich erschweren neue Regelungen die Teilnahme. So wurde etwa die Meldefrist verkürzt, was die Zahl der berechtigten Fahrzeuge leicht sinken ließ. Insgesamt wurde 2024 Geld an 1,15 Millionen E-Fahrzeuge ausgeschüttet. Das waren trotz steigenden Bestands lediglich rund 20.000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr.
Die THG-Quote wurde 2022 eingeführt. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen im Verkehr zu senken. E-Auto-Fahrer können das eingesparte Kohlendioxid als Verschmutzungsrecht an Mineralölunternehmen verkaufen. Dafür ist eine Anmeldung bei einem Vermittler nötig, etwa bei Automobilclubs, Energieversorgern oder spezialisierten Firmen. Die Anmeldung ist zunächst kostenlos, die Makler behalten allerdings einen Teil der Prämie ein.

Sebastian meint
Hab seit Jahren immer ca. 8 BEVs im Bestand. Diesen Quatsch hab ich nie beantragt, weil ich müsste das ja versteuern als Firma.
Ich kaufe auch keine Wärmepumpe vom „Profi“ für 28.000 Euro, sondern lass die vom Elektriker einbauen, bei Eigenerwerb von 7.900 Euro.
Stefan meint
Bei Firmenwagen muss die Firma die THG-Quote beantragen und abrufen.
Wahrscheinlich wird sich auch manche Firma nicht die Arbeit mit den Formularen machen und keine Quote abrufen.
Donald meint
Welche Formulare? Das macht alles der Dienstleister. Du könntest auch bei CHECK24 oder sonst wo machen, das ist echt einfach.
CJuser meint
Ich mache es nicht, damit andere Konzerne sich dadurch nicht Grün kaufen können. Wer nicht zwingend auf das Geld angewiesen ist, kann auch so auf die Unternehmen zum Wohle der Umwelt ein bisschen Druck aufbauen.
ph91 meint
Die Krux an der Sache ist jedoch, verkaufst du deine Quote nicht fällt sie am Ende an den Staat zurück der sie wiederum dann trotzdem verkauft.
Da nehm ich das Geld doch lieber selbst mit. Verkauft wird die Quote am Ende so oder so.
Owl meint
So ist es.
Ebbi meint
Auch diverse KI bestreiten diese Behauptung! Sicher ist aber, dass der Verkauf der THG-Quoten billiges greenwashing ermöglicht.
brainDotExe meint
Ich denke viele Leute wissen auch gar nicht, dass es möglich ist, sich so noch ein bisschen Taschengeld zu verdienen.
Andererseits kann ich auch nachvollziehen, dass es vielen, für vielleicht noch 80€, den Aufwand nicht Wert ist.
Ich meine 2022/23 konnte man noch 400/350 € kassieren. Das war lukrativ.
IDFan meint
Wenn es darum geht, 90€ geschenkt zu bekommen, kommt ja nicht nur die THG-Quote in Frage. Sondern man kann als Android oder als FB/Instagram Nutzer seine Ansprüche wegen Datenschutzverletzungen gegen 40 bzw. 50€ verkaufen. Geschenktes Geld für 10 Minuten Arbeit am Tablet/Handy. Nutzen wenige.
brainDotExe meint
Würde sagen das wissen noch weniger Leute und da muss man ja auch eine Gegenleistung (Daten) erbringen.
wambfas meint
ICh mach es nicht, weil ich kein gutes gefühl habe mein Fahrzeugschein irgendwo hinschicken zu müssen(auch wenns ne Kopie ist)
Donald meint
Wenn du wüsstest, wir alles Zugriff auf deine Daten hat…..
Was denkst du wie es funktioniert, dass du z.B bei Carglass nur noch dein Kennzeichen nennen musst, alles andere laden die direkt runter.