Lyten will auf dem Northvolt-Gelände in Heide (Schleswig-Holstein) rund 1000 Arbeitsplätze schaffen. Das hat der CEO des US-Batterieherstellers Dan Cook Vertretern der Landesregierung mitgeteilt. Für das Jahr 2028 ist der Betriebsbeginn der Fabrik geplant, die Batteriezellen für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen herstellen soll.
Nach der Insolvenz des schwedischen Akkufertigers Northvolt drohten dessen Europa-Pläne für eine Zellfabrik unter anderem in Heide mit 3000 Arbeitsplätzen zu zerplatzen. Im letzten Jahr verkündete dann aber Lyten, die Standorte des Start-ups in Schweden und Deutschland übernehmen zu wollen. Konkretes zum Standort Heide, dessen Gelände bereits erschlossen wurde, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Nun hat Lyten-CEO Cook der Landesregierung in Kiel seine Pläne für das Areal in Heide präsentiert. Die US-Amerikaner planen demnach hierzulande kleiner als Northvolt und möchten nur 1000 statt 3000 Arbeitsplätze schaffen. „Wir planen, Batterien für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen herzustellen, darunter Verteidigung, stationäre Energiespeicherung, Mobilität und Elektrofahrzeuge“, erklärte der CEO.
Cook betonte: „Wir sind nicht Northvolt, wir sind Lyten“. So will das Unternehmen das bisherige Northvolt-Gelände in Heide nicht nur für die Batteriezellproduktion nutzen, sondern auch für Batteriespeicher und Rechenzentren. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen im nächsten Jahr starten. Mit der Produktion von Batteriezellen soll 2028 begonnen werden.
Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther (CDU) begrüßte die Pläne: „Wir blicken sehr positiv auf den Zeitplan, den Dan Cook uns heute präsentiert hat. Natürlich gucken wir auch darauf, dass die weiteren Fragen im Moment auch mit dem Bund geklärt werden, denn das sind ja auch Schritte, die jetzt gemacht werden müssen.“ Lyten-CEO Cook muss unter anderem noch Gespräche mit der Bundesregierung, der staatlichen Förderbank KfW und dem Bundesland Schleswig-Holstein über die übernommene deutsche Northvolt-Tochter führen.


Future meint
Was hat man sich hier in der Kommentarspalte lustig gemacht über Günther und Habeck, als Northvolt in Heide gescheitert ist. Wenn Lyten das als sehr kleines amerikanisches Startup jetzt packt, dann ist doch alles gut. Da ist natürlich ein gewisses Risiko, denn mehr als eine kleine Pilotanlage haben sie nie realisiert. Und schaut euch mal die vielen schönen Windräder im Hintergrund an. In der guten Zukunft wird das an den Küsten überall so aussehen und der viele billige saubere Strom wird die grünen Zukunftsindustrien mit genug Energie versorgen. Das ist dann auch ein gewichtiger Standortvorteil für ganze Regionen. Außerdem ist Günther auch als Mensch etwas angenehmer als Merz, was aber vielleicht nur daran liegt, dass er deutlich jünger und moderner ist.