Nissan hat im Mai den neuen Micra vorgestellt. Die Baureihe ist künftig ein Elektroauto mit Technologie des Partner Renaults. Mit dem Kleinwagen haben die Japaner vor allem auch weibliche Autofahrer im Visier.
„Der Micra ist ein eleganteres Modell, das mehr weibliche Käufer anziehen wird, während der Renault 5 ein sportlicheres, maskulineres Modell ist”, sagte Alexandre Armada von Nissans Produktplanung in Europa gegenüber Automotive News Europe.
Der Renault 5 ist der Technikspender des neuen Micra. Änderungen an der Front und am Heck verleihen dem Nissan seine eigene optische Persönlichkeit, obwohl er das Dach und die Seitenfenster des Renault 5 übernommen hat. Nissans Designstudio in London hat laut Automotive News auch alle Karosserieteile neu gestaltet, um das Modell weiter vom französischen Technikspender zu unterscheiden. Dazu gehörten auch die ausgeprägten Radkästen, die den Micra robuster wirken lassen sollen.
Im Innenraum ist der mittlere Teil des Lenkrads des Micra speziell für das Nissan-Modell konzipiert. Technologisch besteht zudem ein Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen darin, dass die Ein-Pedal-Funktion des Japaners das Fahrzeug vollständig zum Stillstand bringen kann. Der Renault 5 bietet diese Funktion nicht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Gemeinsam bieten die beiden Elektroautos für die Kunden insbesondere die Wahl zwischen einer 40- oder 52-kWh-Batterie, einem Elektromotor mit 90 oder 110 kW (122/150 PS) sowie einer Reichweite von 419 Kilometern nach WLTP-Norm mit der größeren Batterie und 319 Kilometern mit der kleineren. Das Aufladen der Batterie von 15 Prozent auf 80 Prozent ist in bis zu 30 Minuten möglich.
Hinzu kommen noch eine serienmäßige Wärmepumpe, ein Spurhalteassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, Toterwinkel- und Spurwechselwarnung, in das Infotainment-System integriertes Google Maps und die Fähigkeit zu Over-the-Air-Updates. Der Preis steht noch nicht fest.
Hergestellt wird der Micra der sechsten Generation von Renaults Elektroauto-Sparte Ampere in Douai in Frankreich. Elektrisch gab es das Modell bisher nicht, künftig ist dies die einzige Antriebsart.
In Europa rechnet Nissan dem Bericht zufolge damit, dass Besitzer des 2022 ausgelaufenen Vorgängermodells etwa 20 Prozent der Verkäufe des neuen Micra ausmachen werden. Weitere 20 Prozent werden voraussichtlich Nissan-Kunden sein, die entweder den vollelektrischen Leaf oder das kompakte SUV Juke mit Verbrennungsmotor in Zahlung geben. Der Großteil der Autokäufer, nämlich 60 Prozent, wird voraussichtlich von konkurrierenden Herstellern kleiner Crossover-Modelle gewonnen werden.

EVrules meint
Auf der einen Seite ist es schön zu lesen, wie die Reaktionen hier auf die Marketingaussagen ausfallen, im Sinne dessen, dass wir doch freier denken und uns äußern sollten, um nicht ein Produkt einer bestimmten Gruppe zuzuschreiben.
Auf der andern Seite ist es aber durchaus auch Realität, dass bestimmte Waren oder Dienstleistungen mit höherer Wahrscheinlichkeit einer Gesellschaftsgruppe zugeschrieben und auch bewusst an diese adressiert wird – das nennt sich Zielgruppenmarketing.
Michael meint
Ich würde also als Mann nie einen Nissan kaufen. Ist es das was sie wollen?
Mary Schmitt meint
Was das wieder soll! Frauen brauchen kein Frauenauto in „hübscher Farbe“. Das sind so Sachen aus der Mottenkiste.
Drollo meint
Es gibt auch genügend Männer mit Bärten, die ein 500er Fiat oder R5 fahren. Das Klischee, was hier bedient werden soll, kommt direkt aus der Mottenkiste. Aber das sind halt die neuen Zeiten. Geldern verdienten, seit dem heisst es das Mann und das Männer. Sachlich halt und keinem Geschlecht mehr zugeordnet.
Future meint
Tradwifes sind wieder modern geworden. Nicht nur in Deutschland. Es kann also nicht nur am Ehegattensplitting liegen, dass die Frauen sich wieder in hübschen niedlichen Frauenautos präsentieren. Es ist ja auch peinlich, wenn das Einparken im viel zu großen Cayenne vor der Kita immer nicht klappt.
Elvenpath meint
„Tradwifes“ sind nicht „modern“ geworden, sondern die rechte Blase führt einen Kulturkrieg.
Future meint
Das Thema ist Titelstory im neuen Spiegel. Der Trend ist da und war in Deutschland auch nie ganz weg. Natürlich gefällt dieses Weltbild auch den ewig Gestrigen.
Aztasu meint
Lol diese lächerliche Empörung. Im Markt für Autos lässt sich tatsächlich öfters klar Geschlechterpräferenzen ausmachen. So einfach ist das.
Kollidiert da die Wahrheit und die Fakten mit dem eigenen fragilen Weltbild?
Sebastian meint
Was sind weibliche Kunden? Männer vor der Hormonbehandlung? Entweder sind es weibliche Kundinnen oder sind Kunden männlich. Kundende wäre im Neusprech korrekter. Aber nebenbei ist es ewiggestrig, Kleinwagen Frauen anzuhaften. Hab heute jede Menge Porsches, Maserati und einen Bentley gesehen und da waren verdammt hübsche Mädels am Lenkrad. Ich möchte doch sehr darum bitten, Artikel etwas weltoffener zu schreiben!
NeutralMatters meint
Entspann dich mal – „weibliche Kunden“ ist schlicht die Präzisierung des allgemeinen Ausdrucks Kunden (pl.) im generischen Maskulinum. Genauso korrekt wäre es zu schreiben „Produkt ABC spricht weibliche und männliche Kunden gleichermaßen an“.
Es gibt mehr als nur eine Möglichkeit Sprache zu nutzen.
Sebastian meint
die Präzisierung des allgemeinen Ausdrucks Kunden (pl.) im generischen Maskulinum.
………….
*lol in your face. Danke für die Nachhilfe…
Elvenpath meint
„Der Micra ist ein eleganteres Modell, das mehr weibliche Käufer anziehen wird, während der Renault 5 ein sportlicheres, maskulineres Modell ist”
Was für ein peinliches, ewiggestriges Geschreibsel.
Aztasu meint
Er hat doch recht. Schon bei der Vorgängerversion des Micra war die Zielgruppe weiblich, jetzt mit dem Renault 5 Plattformmodell wird die Verteilung noch deutlicher sein.
Rene meint
Falsch. Das Vorgängermodell sah sportlicher aus. Um Welten. Der Micra ist jetzt wieder das, was er VOR dem Vorgängermodell war. Ne Knutsch Kugel, aber eine schöne. Find das Vorgängermodell trotzdem schöner.
Aztasu meint
Okay. Die Micras von 2003-2017 war auf weibliche Kundschaft ausgerichtet, der von 2017 bis 2022 nicht per se. Jetzt kehr man wieder zu langen Tradition des Modells zurück.
Matthias meint
Der Ur-Micra K10 war kantig, wie ein Golf 1.
Future meint
In Texas kriegen die Mädchen zur Einschulung ja auch eine Revolver in leuchtendem Rosa geschenkt. Das muss also Gründe haben, warum die Industrie so nach den Zielgruppen differenziert.
Sebastian meint
Wo du überall Expertise hast.. unfassbar. China, Korea, Texas, und dann noch alles in Deutschland im Überblick. Respekt!
Matthias meint
Das war ein Gesagsel des Firmensprechers. „sagte Alexandre Armada von Nissans Produktplanung in Europa“
Ich suche ja eigentlich ein neutrales Fahrzeug, und bittschön ohne dabei kastriert zu werden.
Elvenpath meint
Ich habe noch nie gehört, dass einem die Genitalien abgeschnitten werden, wenn man ein bestimmtes Fahrzeug kauft.
Garibaldiz meint
Bei Mitsubishi soll der R5 ja als umgelabelter neuer Spacestar Electric kommen. Mal gespannt wie der dort dann preislich liegt.
Hans Meier meint
Das tönt spannend! :) But eigentlich fehlt ein Mitsubishi Cold EV.
Mary Schmitt meint
Hat der nen Kühlschrank eingebaut?
Mike meint
Nein, eine Wärmepumpe.
Future meint
Die Frauen werden auch eine Herdplatte im Auto wünschen.
Hans Meier meint
@Mary
Nein, schlaues Mitsubish Marketing-Naming im Zeitalter des Klimawandels.
E.Korsar meint
„„Der Micra ist ein eleganteres Modell, das mehr weibliche Käufer anziehen wird, während der Renault 5 ein sportlicheres, maskulineres Modell ist”, sagte Alexandre Armada von Nissans Produktplanung in Europa gegenüber Automotive News Europe.“
Die Aussage passt zu den Bildern, die er so im Internet hochlädt. :-D
Verkauft ihr den dann in der Standardfarbe rosa? Vielleicht noch Pril-Blumen dazu? Und im Kofferraum ein Pfund Kaffee mit dem Verwöhn-Aroma.
Gender-Marketing aus den 80ern ist zurück.
Favone meint
Dazu blau als feminine Farbe? Passt irgendwie nicht die Bildauswahl.
Anonym meint
Da wir uns gesellschaftlich wieder dahin entwickeln passt das
Aztasu meint
Tja Daten lassen sich von eurem Geschreibsel nicht beeinflussen, er hat schlicht recht
Cyborg meint
Recht mit was? Frauen kaufen kein Renault 5 und sollen rosa Farben Micra kaufen.
Kannst ja ein tuntigen neuen Jaguar in Rosa und Flokatieteppich und Plüschsitzen kaufen nächstes Jahr.
Mike meint
In anderen Ländern ist der Nissan gleich wie der Renault 5 eingepreist. Warum sollte ich dann zu einer (schlechten) Kopie greifen, wenn ich für den gleichen Preis das Original haben kann? Technisch unterscheiden sie sich ja nicht.
E.Korsar meint
Steht doch im Text. Renault 5 für Jungs, Nissan Micra für Mädchen. Definitiv nicht meine Meinung.
Rene meint
Wo ist der Micra schlechter? Das kann man getrost zu den 90er Akten legen!
Mike meint
Zumindest sieht er nicht besser aus. Die Glubschaugen hinten und vorn sind jedenfalls zu groß, um nicht schon grotesk zu wirken. Wenigstens das hat Mini besser hinbekommen.
Couch Kartoffel meint
Schöne Kopie des Renault 5 Electric. Nach der Beendigung der Kooperation mit Mitsubishi und Nissan sowie einem Verlust von 12.5 Milliarden Euro im letzten Quartal auf die Beteiligung, wird es in Zukunft kein Badge Engineering mehr bei Mitsubishi wie dem Colt und ASX sowie Nissan Micra mehr geben. Nach der Einstellung des Mitsubishi Spacestar in Europa, der 50 Prozent des Absatzes ausmachte, wird sich Mitsubishi ohne Nachfolger aus Europa endgültig verabschieden
Stefan meint
Die Scheinwerfer und Rückleuchten sind runder gestaltet, nicht so eckig, also „weiblicher“.
One-Pedal-Drive bis zum Stillstand ist auch eine Softwarefunktion.
Mike meint
Renault hatte beim R4 damit geworben, dass er das ihr erste Modell sei, was OPD hätte. Also gehe ich davon aus, dass der R5 es spätestens mit dem Facelift medienwirksam bekommen wird. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass es einfach beim Release des R5 noch nicht fertig entwickelt war, und deshalb erst im R4 zum Einsatz kam.
Mary Schmitt meint
Aus der Mottenkiste. Hatte Tesla eingeführt, weil ihre Reku zu schwach ist. Braucht heute keiner mehr. Rollen und erst der Tritt auf die Bremse wirft eine gescheite Reku an.
Mike meint
Meine Autos können beides. Ich bevorzuge, je nach Örtlichkeit das eine oder andere.
M. meint
„Technologisch besteht zudem ein Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen darin, dass die Ein-Pedal-Funktion des Japaners das Fahrzeug vollständig zum Stillstand bringen kann. Der Renault 5 bietet diese Funktion nicht.“
Da das unter dem Blech (und auch das meiste Blech) nur ein R5 ist, ist diese Funktion wahrscheinlich auch nicht mehr als ein SW-Update.
E.Korsar meint
Ne, da hat Alexandre Armada bestimmt seine Finger im Spiel. One-Pedal für die schwachen Frauen und maskulines Treten des Bremspedals für die echten Männer. /EINDEUTIG SATIRE
M. meint
Hauptsache ist eigentlich, dass man es einstellen kann. OPD ist toll in der Stadt, aber nervig bis zum Anschlag auf der Autobahn.
Matthias meint
Wer so leere Autobahnen hat, dass OPD nerven kann, sollte sich öffentlich nicht drüber beklagen.