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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

208 A6 Avant e-tron für die Polizei Niedersachsen

17.10.2025 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Audi-A6-Avant-e-tron

Bild: Audi (Symbolbild)

Die Polizei in Niedersachsen wird künftig mit neuen, rein elektrischen Streifenwagen aus dem Premiumsegment unterwegs sein. Das Land hat einen Auftrag über zunächst 208 Fahrzeuge des Typs Audi A6 Avant e-tron vergeben. Bis zum kommenden Jahr sollen diese auf Niedersachsens Straßen eingesetzt werden.

Der Auftrag umfasst ein Gesamtvolumen von 26,4 Millionen Euro, wie das Innenministerium dem NDR mitteilte. Eine Ausstattungsfirma aus Bayern wird die Fahrzeuge für den Polizeieinsatz umrüsten, inklusive Blaulicht und Funktechnik. Der Stückpreis pro Fahrzeug beginnt dem Bericht zufolge bei etwa 65.700 Euro, Sonderausstattung inbegriffen.

Für Kritik sorgt dabei weniger das Fahrzeug selbst als vielmehr die Herkunft: Niedersachsen ist über eine Landesbeteiligung Miteigentümer von Volkswagen. Der Konzern hat sich bei der Vergabe jedoch nicht für ein E-Auto der Kernmarke VW entschieden. Dabei produzieren die Wolfsburger mit dem ID.7 ebenfalls einen Elektro-Kombi – direkt in Emden, also in Niedersachsen. Der Autobauer konnte sich jedoch nicht durchsetzen. „Wir haben ebenfalls ein Angebot abgegeben“, bestätigte ein VW-Sprecher dem NDR.

Die IG Metall kritisiert, dass Niedersachsen nicht auf ein im eigenen Bundesland gefertigtes Fahrzeug setzt. „Aus Sicht der Automobilbeschäftigten wäre es sicherlich ein starkes Signal gewesen, wenn sich das Land Niedersachsen bei dieser Wahl auch zur heimischen Automobilproduktion im Bundesland bekannt hätte“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft dem NDR. Polizeifahrzeuge seien schließlich „ein sichtbares Aushängeschild des Landes“.

Auch innerhalb der Polizei wird die Entscheidung teils mit Verwunderung aufgenommen – bislang setzte die Landespolizei häufig auf VW-Fahrzeuge wie den Passat. In Polizeikreisen heißt es aber, mancher Beamter freue sich auf den Dienst im Oberklasse-Audi. Dabei bleibt der Auftrag zumindest im VW-Konzern, da Audi eine Tochtermarke ist.

Das Innenministerium verteidigt die Entscheidung mit Verweis auf das Vergaberecht. Eine Bevorzugung von Herstellern sei rechtlich unzulässig, erklärte ein Sprecher. „Am Ende eines erfolgreichen Verfahrens erhält das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag.“ Auch eine gezielte Förderung von Produktionsstandorten – etwa in Niedersachsen – sei mit dem europäischen Ausschreibungsverfahren nicht vereinbar.

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Via: NDR
Tags: Audi A6 e-tron, E-EinsatzfahrzeugeUnternehmen: Audi
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Till meint

    18.10.2025 um 18:48

    PPE 800V Plattform versus MEB 400V Plattform. Reichweite, Ladegeschwindigkeit, V Max, etc. Alles bei Audi besser. Deshalb Audi.

    Antworten
  2. Mary Schmitt meint

    17.10.2025 um 15:03

    Da können sich die Polizisten freuen. Raser und Poser weniger.

    Antworten
    • paule meint

      18.10.2025 um 15:40

      Das wird Audi ärgern. Ist deren Stamm-Klientel.

      Antworten
  3. hu.ms meint

    17.10.2025 um 11:05

    Ist doch in diesem fall völlig egal, ob audi oder VW. Sind doch beide VWgroup.

    Antworten
    • paule meint

      18.10.2025 um 16:52

      schon mal was von lokalem Steueraufkommen gehört?

      Antworten
  4. Mittelständischer_Bauunternehmer meint

    17.10.2025 um 10:45

    Also wenn bei uns im Dorf der örtliche Handwerker der auch im Gemeinderat sitzt den Auftrag bekommt schreien alle „Vetternwirtschaft“ und „Amigos“. Skandal !
    Wenn in Niedersachsen die Amigos von VW mal nicht den Auftrag bekommen (weil sie wohl zu teuer sind) ist das für die IG Metall ein Skandal.
    Deutschland ist halt doch auch nur ein Dorf…

    Antworten
    • Steven B. meint

      17.10.2025 um 12:37

      Gegenargument – Mir ist es lieber in D fahren öffentliche Verwaltungen und Ämter mit deutschen Fahrzeugen umher, als mit ausländischen. Ich habe wirklich selten (bis gar nicht) ein nicht-deutsches Polizeiauto in D gesehen, und das ist gut so!

      Antworten
      • paule meint

        18.10.2025 um 15:42

        Wohin wandern die Gewinne von Mercedes?

        Antworten
  5. CJuser meint

    17.10.2025 um 10:30

    Tja, wenn VW scheinbar nicht will… allerdings wird es vermutlich zu höheren Kosten bei Wartung und Instandsetzung kommen. Solche Punkte wird man vermutlich nicht bei der Ausschreibung bedacht haben.

    Antworten
    • Ben meint

      17.10.2025 um 10:41

      Gute Frage, frag doch mal bei der Polizei Niedersachsen an was die Gründe waren nicht vor der Haustür einzukaufen, vieleicht wollten die ja Fahrzeuge aus Emden kaufen aber die Fahrzeuge für Polizeiumbauten machen wir in Zwickau weil diese in St. Egidien umgebaut werden. Und es darf ja nicht sein dass man ein anderes Werk als die eigenen unterstützt

      Antworten
    • tutnichtszursache meint

      17.10.2025 um 10:42

      Bei solchen Ausschreibungen zählt nur die Leasingrate. Bei uns in NRW wurde damals der Passat durch einen BMW 3er ersetzt – die Kiste war so eng, dass sich die Beamten nicht mit Schusswaffe anschnallen konnten oder in BaWü wurden Audi A4 beschafft, die waren einmal für die Ausrüstung zu klein und noch dazu überladen, dass nur zwei 75kg Personen auf der Rückbank mitfahren konnten – ist halt Deutschland Realsatire…

      Antworten
      • CJuser meint

        17.10.2025 um 13:21

        Leasing? Das Land NDS kauft die Fahrzeuge.

        Antworten
        • eBikerin meint

          18.10.2025 um 09:18

          Auch NRW kauft überwiegend – er wollte halt eine Geschichte erzählen.

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