Die Elektroauto-Version des großen Pick-up-Trucks Ford F-150 wird inzwischen auch in Europa angeboten. Der F-150 Lightning ist hier allerdings nur in ausgewählten Märkten und in begrenzter Stückzahl verfügbar. In Deutschland gibt es das Modell bisher nicht. Der Hersteller erwägt nun laut dem Wall Street Journal, den elektrischen F-150 ganz vom Markt zu nehmen.
Die US-Traditionsmarke stellte Mitte Oktober die Produktion des F-150 Lightning nach einem Brand beim Aluminiumlieferanten Novelis ein. Das Unternehmen erklärte, man werde sich vorrangig auf die Benzin- und Hybridversionen des Pick-ups konzentrieren, der seit langem das meistverkaufte Fahrzeug der USA ist.
COO Kumar Galhotra deutete bei der Bekanntgabe der Ford-Ergebnisse für das dritte Quartal gegenüber Reportern nicht an, dass die Unterbrechung der Lightning-Produktion dauerhaft ist. „Sobald wir bereit sind, werden wir REVC wieder hochfahren“, sagte er Automotive News zufolge in Bezug auf das Rouge Electric Vehicle Center.
Ford hat seinen Zulieferern in den letzten Wochen mitgeteilt, dass sie ab Februar mit einer erwarteten Produktionsrate von etwa 280 Lightning-Modellen pro Woche rechnen sollen. Das stellt laut einem Memo, das Automotive News vorliegt, einen deutlichen Rückgang gegenüber durchschnittlich etwa 950 Modellen pro Woche vor der Stilllegung des Werks dar.
Kurz nach der Einführung im Jahr 2022 bemühte sich Ford, das Rouge EV Center zu erweitern, um die Produktion auf 150.000 Fahrzeuge pro Jahr zu verdreifachen. Diese Pläne wurden jedoch schnell wieder zurückgenommen. Anfang 2024 baute der Konzern zwei Drittel der am F-150 Lightning arbeitenden Belegschaft ab. Das Wall Street Journal zitiert mit der Angelegenheit vertraute, namentlich nicht genannte Personen, nach denen noch keine endgültige Entscheidung zur Fortführung der Produktion des F-150 Lightning getroffen worden ist.
Die Ford-F-Familie ist seit Jahrzehnten die meistverkaufte Pick-up-Baureihe Nordamerikas und das meistverkaufte Automodell der USA überhaupt. Das E-Auto-Mitglied ist 5,91 Meter lang, 2,44 Meter breit und 1,99 Meter hoch. Es bietet ein Drehmoment von 1050 Nm, eine Anhängelast von bis zu 3492 Kilogramm und 805 Kilogramm Nutzlast. Die WLTP-Reichweite beträgt 427 Kilometer. Von 0 auf 100 km/h geht es in 4,6 Sekunden. Die 131-kWh-Batterie lässt sich in 39 Minuten von 15 auf 80 Prozent aufladen.
„Der F-150 Lightning ist der meistverkaufte Elektro-Pickup in den USA – trotz neuer Konkurrenz durch Cybertruck, Chevy, GMC, Hummer und Rivian – und erzielte im dritten Quartal Rekordumsätze“, so Ford in einer Stellungnahme vom 6. November. „Derzeit konzentrieren wir uns auf die Produktion des F-150 ICE und Hybrid, während wir uns von dem Brand bei Novelis erholen. Wir verfügen über gute Lagerbestände des F-150 Lightning und werden das Rouge Electric Vehicle Center (REVC) zum richtigen Zeitpunkt wieder in Betrieb nehmen, haben aber derzeit noch keinen genauen Termin.“
Automotive News hatte zuvor berichtet, dass Ford plane, die Produktion des elektrischen F-150 kurz nach Beginn der Fertigung eines vollwertigen Elektro-Pick-ups der nächsten Generation im Jahr 2028 im Montagewerk BlueOval City in Tennessee einzustellen. Der kommende Truck solle eine zweite Generation des Lightning mit neuem Design werden.

Michael S. meint
Ich war wieder 7 Wochen im Sommer in den USA bei verschiedenen Chevy und GMC Händlern. EV-Pickups sind die Ladenhüter schlechthin. Hummer EV wird unter dem Listenpreis neu gehandelt. Chevy Silverado EV bekommt man nachgeschmissen. Bei 3-3.50 US-$ (nicht Kalifornien) die Gallone steigt kein Ami auf einen elektrischen Pickup um. Der Hummer EV braucht um die 45-50 kwh, mit Anhänger kann man den Verbrauch fast verdoppeln, da die Amis nicht mit 80 km/h auf der Autobahn schleichen wollen. In den elektrischen Pickups sieht man zumindest nicht die typischen Pickup-Fahrer in den USA, das ist das Hauptproblem. Strompreise sind auch deutlich gestiegen – macht alles keinen Sinn in den USA.
Martin meint
Solche Fahrzeuge sind viel unterwegs, meistens mit Anhänger Pipa Pa Po und so. Selbst die Handwerker die wirklich nur regional arbeiten fahren locker 100 bis 200 KM am Tag. Man sagt ja immer „auf der Baustelle wird verdient“. Das stimmt nur im Detail, man kann nur das wenigste wirklich anliefern lassen. just in time selber holen ist nun mal die Devise.
Martin meint
Ergänzung: in den USA fahren solche Fahrzeuge die 5th Wheeler kreuz und quer durchs Land – die kleinsten wiegen 5 tonnen. Dazu kann man stehen wie man möchte, aber da wäre selbst ein 250kWh Akku nach 130 KM schon leer.
M. meint
250 kWh auf 130 km = 190 kWh / 100 km.
Übertragen auf einen Verbrenner wären das 65L / 100 km – oder mehr.
Ich denke, da braucht man über den Rest dieses „Beitrags“ nicht weiter zu reden.
Martin meint
40 bis 50 kWh brauchen die üblichen BEVs wenn hinten ein normaler Planenanhänger dran hängt…. gefahren mit vmax. was erlaubt ist, also als Beispiel sagen wir ca. 100 km/h
bitte verkneife dir die Frage, das ich jetzt diese Infos darlegen muss, nur weil du zu faul bist.
Weisst was dann ein 5th Wheeler verbrauchen wird, als BEV? Nämlich garnichts an kWh, weil es gar keine BEV Trucks gibt, da hierfür zugelassen sind… daher verkauft sich der Ford F-150 lightning nicht, weil er schon bei ganz banalen Einsätzen unbrauchbar ist.
5th Wheeler sind ganz normale Anhänger in den USA, für Leute die etwas mehr Geld übrig haben. kannst ja mal im interned gucken was das für Kaliber sind. Der Markt für diese Dinger ist gigantisch.
M. meint
Viel Gesülze um den heißen Brei, aber nichts, was die Aussage oben bestätigen würde.
So hatte ich mir das schon gedacht.
Jörg2 meint
Martin
Du hast Zugriff auf eine Statistik, die das Fahrverhalten von US.Handwerkern mit Pickup auswirft!?
Könntest Du mir bitte einen Link zukommen lassen? Danke!
Martin meint
machs dir doch selber.
Jörg2 meint
Martin
Dann hast Du wohl garkeine Datenquelle?
Du hast Dir Deine „Fakten“ selbst gemacht?
Bist Du der Bruder von Marie?
Martin meint
Was sollte ich antworten oder dir verlinken? Jede Art an Information prallt bei dir ab wie auf Teflon. Weil es in dein krankes Weltbild nicht passt.
Jörg2 meint
Martin
Ein Link wäre schön.
Ich vermute, Du hast keine Datenquelle.
Jörg2 meint
Wieviele unterschiedliche E-Angebote sind für Kunden von Pickups in den USA noch auf dem Markt. Verfolgt das jemand? Hat da jemand Angaben?
paule meint
Die beiden letzten Fragen kann ich dir mit JA beantworten.
Mary Schmitt meint
Silverado, die beiden GMC und Cadillac sind ja dasselbe Auto mit gleichem Akku – 210 kWh. Die sind in Wirklichkeit zusammen Marktführer. Der Klappertruck versteckt seine Zahlen, ist vermutlich letzter.
paule meint
Bei dir geht es wohl nur noch mit Lüchen?
2025 Tesla CT zweiter Platz in der F150.
Jörg2 meint
Marie
Deinen „Wirklichkeiten“ traue ich nicht über den Weg. Du bist, was Fakten betrifft, verbrannt.
paule meint
Party ist zu Ende nachdem der silverado von Daaaviid als als super erfolgreichen Konkurrenten zum cybertruck gefeiert wurde, tatsächlich komplett abgeschmiert, nun der nächste.
Bedeutet für Elon, freie Bahn mit Marzipan
Ja Leute, abgerechnet wird immer zum Schluss. Und vorschusslorbeeren kann man sich nichts kaufen
Mäx meint
Du meinst ernsthaft, dass die Leute die sich einen F150 Lightning oder Silverado EV nun einen Cybertruck kaufen?
paule meint
Wo habe ich das geschrieben?
Du weißt doch, hier geht es nicht um stückzahlen, sondern nur um marktanteile.
Aber jetzt wo du sagst, lass mich kurz nachdenken, fertig. Ja!
Mäx meint
„Bedeutet für Elon, freie Bahn mit Marzipan“
Da hatte ich das rausgezogen.
Okay, Tesla könnte da Marktanteile zurückgewinnen, aber die Absatzzahlen werden nicht signifikant (z.B. verdoppeln) steigern.
Die Interessenten werden eher Hybrid oder Verbrenner kaufen.
Dafür ist der Cybertruck einfach zu weit entfernt von einem klassischen Pick-Up.
paule meint
Ich habe eher den Verdacht, Tesla wird den ct für bislang gesperrte Märkte modifizieren und zulassungsfähig machen. Was spricht dagegen?
Deine Mudder meint
Und welche Märkte außerhalb von (ganz) Amerika und Ozeanien sollen das sein, wo jemand der bei Sinnen ist einen CT kauft?
Die Truck Fans hierzulande wollen V8 und Handwerker werden sich einem CT auch nicht blicken lassen wollen, zumal der CT als Nutzfahrzeug vollkommen ungeeignet ist.
paule meint
Das kannst du schreiben, wird dadurch aber noch lange nicht wahr.
Nicht wenige Gewerbetreibende kaufen Pickups, weil es keine 4 x 4 Alternative gibt.
Deine Mudder meint
US Trucks werden immer mehr, der RAM 1500 kommt offiziell nach Europa oder ist schon hier, ich habe nicht geschrieben, dass Handwerker keine Trucks kaufen, sondern dass niemand diesen CT Quatsch kaufen wird.
Mäx meint
In den USA werden mit Abstand die meisten Pick-Ups abgesetzt.
Und trotzdem konnte Tesla YTD nur ca. 16k CT in den USA verkaufen
> Ganzes Jahr wäre dann ca. 20-22k
Sagen wir mal großzügig, Tesla könnte den Cybertruck in der ganzen Welt zulassen und damit würde der Output tatsächlich verdoppelt werden.
> 40-45k pro Jahr.
Das wäre immer noch weit entfernt von den anvisierten 250k pro Jahr (geschweige denn den 500k).
Aber gut, wir haben ja Religionsfreiheit.
Future meint
Vielleicht ist es in ein paar Jahren wieder so wie vor 10 Jahren: Tesla ist dann wieder der einzige Elektroautohersteller in USA.
Für Rivian als Startup wird es sicherlich besonders schwer in den nächsten Jahren.
paule meint
Man wird einfach so lange die CIOs austauschen, bis es vielleicht mal nicht mehr defizitär ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Deine Mudder meint
Bei Rivian hängt Amazon mit drin, ich würde die nicht abschreiben, ich sehe mehr Zukunft für Rivian als Tesla, alleine wegen der Transporter.
David meint
VW hängt auch mit drin. Das ist der stabilste US-BEV Hersteller. Bei Tesla wird man so weitermachen und bis zum Frühjahr den Ruf und die Stückzahlen endgültig ruiniert haben.