Lucid aus den USA sieht sich als Hersteller der effizientesten Elektroautos auf dem Markt. Nach der Oberklasselimousine Air und dem neuen Luxus-SUV Gravity arbeitet die Marke an drei neuen Modellen für die Mittelklasse. Eine weitere Limousine will das Unternehmen nicht einführen.
Bei einem Gespräch mit Journalisten auf der Messe CES in den USA erklärte Interim-CEO Marc Winterhoff, dass die kommende Mittelklasse-Plattform drei „Karosserien“ hervorbringen werde. Eine davon werde nicht, wie manche vorhergesagt hatten, eine viertürige Limousine sein. „Ich möchte nicht im Limousinensegment tätig sein“, sagte Winterhoff. „Das ist nicht unser Schwerpunkt.“
Als Erstes wird auf der neuen Plattform ein SUV-Crossover als Wettbewerber für den Tesla-Bestseller Model Y erwartet. Ein von Lucid veröffentlichtes Schattenbild (Artikelbild) gibt bereits einen Ausblick auf die dritte Baureihe des jungen Unternehmens. Das Modell soll in diesem Jahr vorgestellt und ab 2027 produziert werden.
„Das gilt für das erste Modell, danach kommen zwei weitere“, so Winterhoff. Mindestens eines davon soll ein geländegängiges SUV sein. „Das erste wird kurz danach kommen, spätestens ein Jahr später, vielleicht sogar früher“, fügte der CEO hinzu, womit er Anfang 2028 meinte. „Das nächste wird 18 Monate später kommen.“ Winterhoff gab keine Details zu diesem letzten Modell bekannt. Er sagte jedoch, dass es „eine noch größere Veränderung“ als die Vorgängermodelle mit sich bringen werde, deshalb sei die Entwicklungszeit länger.
Eine weitere Limousine wie das Erstlingswerk ist bei Lucid demnach nicht vorgesehen. Vertreter der Marke wiesen laut dem Portal InsideEVs bei der CES auf die insgesamt schleppenden Verkaufszahlen des Air im Vergleich zum 2025 gestarteten SUV Gravity hin. Letzterer macht laut Winterhoff mittlerweile den Großteil der Auslieferungen aus.
Die geplanten Mittelklasse-Modelle zielten auf einen anderen Markt ab, seien aber weiter Premiumprodukte, „weil das die DNA des Unternehmens ist“, so Finanzchef Taoufiq Boussaid im Dezember. Die erste Plattform für mehrere Lucid-Modelle werde die Kosten senken und die Skalierbarkeit erleichtern. Taoufiq kündigte an, dass die Volumenfahrzeuge „im Herz des Marktes“ positioniert würden, zum Preis von um die 50.000 US-Dollar vor Steuern (ca. 43.000 Euro).
Lucid will zunächst Ende 2026 oder 2027 mit dem Bau der mittelgroßen Plattform in Saudi-Arabien beginnen. Im Jahr 2029 soll die volle Kapazität erreicht werden, dann dürfte die Produktion auch im Stammwerk in den USA im Bundesstaat Arizona erfolgen.


Deine Mudder meint
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Justin Case meint
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Future meint
Marc Winterhoff ist in Netter. Woher kommt also die emotionale Reaktion? Lucid baut schließlich nur Elektroautos und steht damit für Klimaschutz und grüne Zukunftsindustrie.