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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Verfassungsschützer warnt vor Datensammlung durch (China-)Elektroautos

21.01.2026 in Autoindustrie, Sicherheit von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

BYD-SEALION-7-Cockpit

Bild: BYD (Symbolbild)

Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes warnt vor erheblichen Datenschutz- und Sicherheitsrisiken durch Elektroautos aus China. Die Gefahr liege weniger in klassischer Spionage als in einer massenhaften Abschöpfung von Daten, sagte Stephan Kramer dem Handelsblatt. „Die Spionagegefahr durch chinesische Elektroautos ist real.“ Wie gravierend das Risiko sei, hänge stark davon ab, wo und von wem die Fahrzeuge genutzt würden.

Besonders hoch stuft Kramer die Gefahr für sicherheitsrelevante Bereiche ein. Dazu zählt er unter anderem Bundeswehr, Polizei, kritische Infrastrukturen sowie das unmittelbare Regierungsumfeld. Schon die Übertragung von Standortdaten an externe IT-Systeme oder Cloud-Dienste könne in diesen sensiblen Bereichen problematisch sein.

Auch für Unternehmen mit sensibler Forschung und Entwicklung sieht Kramer Risiken. Er spricht von einem mittleren bis hohen Gefährdungsgrad, insbesondere wenn Fahrzeuge regelmäßig Forschungsstandorte anfahren, von Führungskräften genutzt werden oder als mobiler Besprechungsraum dienen. Für Privatpersonen sei die Gefahr „eher moderat“. Ein Datenabfluss sei zwar „ärgerlich“, aber „selten kritisch“.

Kramer betont jedoch, dass sich das Problem nicht ausschließlich auf chinesische Hersteller beschränkt. Elektroautos stellten grundsätzlich ein Spionagerisiko dar. „Moderne Elektroautos sind rollende Computer“, so der Experte. Sie erfassten und übermittelten eine Vielzahl von Daten, darunter Standort- und Bewegungsdaten, Informationen aus dem Innenraum über Mikrofone oder Kameras, Telefon- und Kontaktdaten aus Smartphone-Verbindungen, Fahrverhalten sowie Umgebungsdaten aus Assistenzsystemen.

Das Bundesinnenministerium kündigte an, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts wachsender Marktanteile chinesischer Hersteller in Europa, der geopolitischen Lage und Chinas Machtambitionen bestehe die Notwendigkeit, mögliche Risiken genau im Blick zu behalten. Ein Sprecher verwies gegenüber dem Handelsblatt darauf, dass chinesische Fahrzeuge über hochkomplexe, vernetzte Systeme verfügten, die große Mengen an Daten erzeugen, speichern und übermitteln.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sieht die technische Grundlage für umfassende Datenerfassung in vielen Neufahrzeugen gegeben. Nach Angaben eines BSI-Sprechers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur können zahlreiche Fahrzeuge während der Fahrt Orts-, Kamera- und weitere Sensordaten aufzeichnen und an Hintergrundsysteme der Hersteller weiterleiten, etwa für Zusatzdienste oder zur Produktentwicklung.

Zwar seien Hersteller nach EU-Typgenehmigungsrecht verpflichtet, Fahrzeuge angemessen vor Cyberangriffen zu schützen und unbefugte Zugriffe auf Fahrzeugdaten zu verhindern. Für Kunden bleibe jedoch häufig intransparent, welche Daten konkret erhoben und übermittelt würden. Zudem sei die tatsächliche Nutzung der Daten durch Hersteller, insbesondere im Ausland, nur schwer überprüfbar.

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Via: Handelsblatt (kostenpflichtig) & Zeit.de
Tags: China, DatenschutzAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Werner Mauss meint

    21.01.2026 um 14:14

    Eine Frage für einen Freund an die Aluhutträger. Was sollte und will ein Chinese mit irgendwelchen Bildern oder Standorten in der Lindenstraße 17 anfangen? Erklärt es mir. Brauchen Chinesen wirklich von uns Daten, wie wir z.B. den Mülleimer rausstellen. Da sie uns technisch in fast allen Belangen überlegen sind, kann es sich dabei doch lediglich um Naturbeobachtungen handeln. Aluhüte habe ich gerade wieder im Sonderangebot. M fühlt sich ja auch verfolgt und ausspioniert, allerdings von Google, er würde sich lieber auf den ADAC Atlas verlassen oder nach dem Weg fragen anstatt das modernste System zu benutzen, sind doch dadurch wahrscheinlich immer ein paas Hellfire auf ihn gerichtet, da er so wichtig ist.

    Antworten
    • M. meint

      21.01.2026 um 19:27

      Schon klar, dass der China-Influenzer mit deutsch klingendem Nick da keine Probleme sieht.
      Der weiß eben etwas, was Datenschützer nicht wissen können.

      Antworten
      • Werner Mauss meint

        21.01.2026 um 21:36

        Stimmt, in Wirklichkeit heisse ich Wei Mau. Du musst dich tatsächlich verfolgt fühlen. Dein Fairfon mit der entsprechenden OS mag ja super sein, aber die Komponenten kommen halt trotzdem aus China. Du kannst auch jedes normale Handy relativ tot einstellen, was Werbung und Datenschutz betrifft, dazu braucht es keine minderleistungsfähige Software zum überteuerten Preis. Es gibt sogar China Handys mit nativem Android wo so gut wie nichts vorinstalliert ist, ich habe so eines. Die Frage ist halt wer das versteht und wie bequem das ist, das ist im Auto genauso. Es gibt halt Firmen die die Benchmarks setzen und welche die das halt nachahmen wollen und nicht können. Mein Handy benutzt zum Beispiel die vier größten Navigationsanbieter, dabei auch Russland und China und die sind eben gnadenlos für das was ich tue, gut, auf den Zentimeter. Da kannst du das Galileo vergessen.

        Antworten
      • Future meint

        22.01.2026 um 09:39

        Pegasus knackt jedes Smartphone. Die Software kann vollkommen unbemerkt auf sämtliche Daten zugreifen und diese über das Internet versenden. Das ist doch seit vielen Jahren bekannt und wird immer wieder diskutiert. Wenn M. also im Fokus eines Geheimdienstes oder einer anderen Organisation stünde, die Pegasus einsetzen, dann hätte er keine Chance. Niemand hätte eine Chance.

        Antworten
        • Werner Mauss meint

          22.01.2026 um 10:16

          99,9999% interessieren den Geheimdienst nicht. Sicher sind viele Firmen an der Werbung interessiert, da muss man halt blocken, sind ein paar Einstellungen. Ich kaufe häufig in ChinaShops ein, es gab in 10 Jahren noch nie auch nur das geringste Problem, im Gegenteil, der Service ist herausragend.

        • Future meint

          22.01.2026 um 10:30

          Es wird ja immer behauptet, die Sorgen der Deutschen vor Überwachung und staatlicher Kontrolle hätten mit der deutschen Geschichte zu tun. Das mag gut sein. Allerdings hat das auch dazu geführt, dass es neue Technologien und Digitalisierung in vielen Bereichen schweren haben als woanders. In Dänemark muss beispielsweise keiner mehr aufs Amt, um dort etwas zu beantragen. Mit dem Portal Borgerdk werden fast alle Behördengänge digital abgewickelt. Dänemark ist damit Spitzenreiter in Europa. In Deutschland wäre sowas nicht vorstellbar.

  2. TomTom meint

    21.01.2026 um 13:03

    Haben doch die meisten eh nur Angst das rauskommen könnte wo sie sich rumgetrieben haben.
    Ehebruch, illegale Kartelltreffen, gesetzeswidrige Aktivitäten, … – die Liste ist lang wo man erwischt werden kann.
    Sieht dann schlecht aus mit Ausreden wie sich bis anhin aus der Schlinge gewunden wird…

    Antworten
  3. Futureman meint

    21.01.2026 um 12:08

    Wenn nichts mehr hilft etwas zu blockieren holt man den Datenschutz raus. Alles was irgendwie ans Internet angebunden ist, kann aus der Ferne ausgelesen werden. Warum das jetzt gerade beim Auto so schlimm sein soll, erschließt sich nicht unbedingt, denn selbst dieses Forum kann ja von allen mitgelesen werden bzw. auch beeinflusst werden.

    Antworten
  4. David meint

    21.01.2026 um 10:49

    Es gibt viele Gründe, kein chinesisches Fahrzeug zu kaufen. Dieser war hier aber immer mit dabei. Das war also bekannt. Wäre also schlecht, wenn James Bond ein chinesisches Auto fahren würde. Ich sehe da aber eine deutlich höhere Gefahr zum Beispiel in Kamerassystemen zur Überwachung, die nach China senden könnten. Denn die kommen alle aus China. Tatsächlich gibt es aber auch ein paar, die nicht nach Hause senden können. Bei anderen ohne Cloud kann man das im eigenen Netzwerk unterbinden. So haben wir das gemacht. Ich denke, diese Differenzierung haben die meisten Privathaushalte noch nicht verstanden und schon gar nicht getroffen. Ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich, weil ja auch iPhones in China gebaut werden.

    Antworten
  5. Jensen meint

    21.01.2026 um 10:03

    Alle Geräte die irgendwie am Netz hängen, sind auch für Unbefugte angreifbar. Von daher wird es schwierig, sich dem prinzipiell zu entziehen.
    Online sein hat eben nicht nur Vorteile.

    Antworten
  6. LOL meint

    21.01.2026 um 09:57

    und wieviele laufen mit China Smartphone rum, da interessiert es scheinbar auch nicht .. genau so wenig wie bei TikTok
    aber ja es gibt weder ein deutsches Smartphone noch ein deutsches TikTok, das man schützen müsste

    Antworten
    • R2D2 meint

      21.01.2026 um 10:00

      mag sein das die Konsum Trottel nur ein Handy haben. Wer etwas vorausschend mitdenkt hat eins für private/geschäftliche und dann ne Gurke mit xs Tarif fürs daddeln.

      Antworten
      • David meint

        21.01.2026 um 12:29

        Zwei Handys bringen exakt gar nichts, wenn sie regelmäßig am selben Ort sind, sich über dieselben WLANs einloggen und dieselben Bewegungsmuster haben und Kontakte teilen. Das nennt sich Korrelation. Dafür braucht man keine Geheimdienste, das kann Statistik auf Praktikantenniveau.

        Selbst wenn das OS westlich ist, die Hardware ist es nicht durchgehend. Und selbst wenn sie es wäre: Metadaten reichen völlig. Inhalte sind Bonus. Datensicherheit heißt nicht „ich trenne privat und Arbeit“. Datensicherheit heißt: Wer sieht was, wann, wie lange, und wie eindeutig bin ich als Person identifizierbar.

        Zwei Geräte machen dich nicht unsichtbar. Sie machen dich nur doppelt messbar. Wer also glaubt, mit zwei Handys schlauer zu sein als die Datenlage, beweist damit nur, er hat das Problem nicht verstanden.

        Antworten
        • R2D2 meint

          22.01.2026 um 17:53

          Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

        • R2D2 meint

          23.01.2026 um 15:16

          Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

      • Werner Mauss meint

        21.01.2026 um 16:01

        Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

        Antworten
    • M. meint

      21.01.2026 um 19:29

      Der erste, naheliegende Trick ist da wohl: kein China-Smartphone.
      Bei der Software wird’s dann noch interessanter, aber das überfordert 98% der Bevölkerung schon, bevor der Satz zu Ende gesprochen ist.

      Antworten
  7. Daniel meint

    21.01.2026 um 09:44

    War doch von Anfang an klar, zu was man die ganzen Systeme benutzen kann. Leider gibt es zu viele Mitbürger deren geistiger Horizont nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete reicht. Selbstverständlich hören moderne Autos immer mit, viele haben sogar Kameras im Inneren und erzeugen somit auch Videos, die „nach Hause“ geschickt werden. Wer erlaubt Mitarbeitern in kritischen Bereichen derartige Autos aus China oder den USA zu fahren? Als Leiter eines Unternehmens / einer Behörde, die mit kritischen Dingen beschäftigt ist, würde ich nie erlauben, dass so ein Auto auf den Hof fährt. Es ist unglaublich, dass das erst jetzt thematisiert wird. In China war das schon vor vielen Jahren ein Thema, als Tesla mit seinen ganzen Kameras ankam.

    Antworten
    • Andi EE meint

      21.01.2026 um 11:49

      – Was soll man denn von dir klauen?
      – Man hält es nicht für möglich, aber die allermeisten Firmen versuchen durch Software dem Kunden das Leben so leicht wie möglich zu machen.
      – In den allermeisten Fällen, ist da gar nichts außer Goodwill hinter diesen Angeboten.
      – Die Aussage vom Artikel ist die versteckte Werbung für die eigenen Hersteller. Böse sind nur immer die anderen von draussen.
      – Wir können nur haptischen Knöpfe, alles was digital ist, ist böse. 😉 Das Narrativ ist doch auch ziemlich armselig.

      Antworten
      • Werner Mauss meint

        21.01.2026 um 14:37

        Der Aberglaube ist halt stärker. Es ist die Angst vor allem Neuen, bin deshalb froh mich heute nicht mehr beruflich mit solch rückständigen Leuten beschäftigen zu müssen. Die Fortsetzung des Filmes, Die Götter müssen verrückt sein, wird wohl in D spielen. Der Einzelne ist extrem extrovertiert hierzulande und glaubt tatsächlich wichtig zu sein.

        Antworten
        • Tinto meint

          22.01.2026 um 01:02

          Überwachung mit Verlust der Privatsphäre ist doch nichts neues, das gabs schon vor tausenden Jahren. Insofern sind so naive Troddel wie du ein willkommenes Opfer. D.umm geboren und offensichtlich nix dazugelernt.

  8. ID.alist meint

    21.01.2026 um 09:26

    Hat eine einfache Lösung. Keine China-Autos zu kaufen.

    Antworten
    • Future meint

      21.01.2026 um 09:37

      Für Normalos ist das egal mit den Daten. Aber Politiker, Aktivisten und Beamte in leitenden Funktionen sollten kein modernes Auto mehr fahren, denn einer hört immer mit und kennt auch den Standort. Die Daten aus den Autos sind für Geheimdienste der Amerikaner, Chinesen oder Russen vermutlich immer zugänglich. Andere Länder brauchen dafür keinen richterlichen Beschluss wie das in Deutschland noch der Fall ist. Übrigens gilt das nicht nur fürs Auto, sondern wohl auch für die vielen beliebten Smartphones, die fast jeder immer dabei hat, auch im Auto.

      Antworten
      • R2D2 meint

        21.01.2026 um 10:02

        Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

        Antworten
      • Futureman meint

        21.01.2026 um 12:05

        Also nur noch Pferd und Morsezeichen :-)

        Antworten
        • Werner Mauss meint

          21.01.2026 um 15:46

          Brieftauben, over the Air.

      • Halber Akku meint

        21.01.2026 um 12:12

        Im Grunde ist es ganz einfach: Nutze What´s App und jeder unbefugte, der es darauf anlegt, weiß wo du gerade bist oder was du gerade machst.

        Antworten
    • WDSE meint

      21.01.2026 um 11:43

      Was war denn mit VW, die Unmengen an Datensätzen aus Autos gebunkert haben und dann zu blöd waren diese auch ausreichend zu schützen, dass Dritte drauf zugreifen konnten. Ist das besser?

      Antworten

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