Mit der neuen staatlichen Elektroauto-Kaufprämie wird das ohnehin schon sehr günstige kleine Batterie-SUV Dacia Spring nochmals erschwinglicher. Renaults Günstig-Marke gewährt seit Januar einen eigenen Elektroauto-Bonus in Höhe von 5000 Euro. Dadurch beträgt der Listenpreis des Basismodells nur noch 11.900 statt regulär 16.900 Euro. Wie das Unternehmen jetzt bestätigt, bleibt die Aktion parallel zur staatlichen Förderung bestehen.
Die neue staatliche Elektroauto-Kaufprämie richtet sich an Privatkunden. Sie unterstützt beim Kauf oder beim Leasing eines neuen, erstmals in Deutschland zuzulassenden Fahrzeugs mit rein elektrischem oder extern aufladbarem Hybridantrieb. Förderfähig sind Käufer, deren zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen maximal 80.000 Euro beträgt. Die Einkommensgrenze erhöht sich für bis zu zwei Kinder um 5000 Euro je Kind. Unter dem Strich kann die Förderung bis zu 6000 Euro betragen.
Mit der Förderung des Bundes und der Dacia-Prämie kann der Preis des Spring somit rechnerisch auf 5900 Euro sinken. Auf der Website des Herstellers wird darauf hingewiesen, dass der unternehmenseigene Elektro-Bonus unabhängig von staatlichen Programmen gewährt werde. Allerdings könne die Aktion im Fall neuer Fördermaßnahmen angepasst werden – das ist vorerst aber nicht geplant.
Ein Sprecher bestätigte gegenüber dem Portal Elektroauto-News.Net, dass der 5000-Euro-Bonus für den Spring parallel zur staatlichen Förderung weiterhin angeboten werde. Diese Zusage gelte ausdrücklich „bis auf Widerruf“. Dacias Elektro-Bonus gilt in der aktuellen Fassung für Kauf- und Leasingverträge von neuen Spring, die zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar 2026 abgeschlossen werden. Die Zulassung muss spätestens bis zum 30. September 2026 erfolgen.
Der in China produzierte, 3,70 kurze Spring kommt seit der jüngsten Aktualisierung als erstes Auto in der ganzen Renault-Gruppe mit LFP-Akkupack (Lithium-Eisenphosphat) zu den Kunden. Er bietet zudem stärkere Elektromotoren mit bis zu 75 kW/102 PS Leistung. Die neue 24,3-kWh-LFP-Batterie ermöglicht weiter bis zu 226 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm. Dafür erhöht sich die Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von 30 auf maximal 40 kW. Damit kann der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent in 29 Minuten gelingen – und damit rund eine Viertelstunde schneller als bisher.

Franky meint
Der Hammer! Andere lassen sich für den Preis ein Fahrrad mit E-Motor aufschwatzen. ;)
M. meint
Hab mal einen „Expression“ konfiguriert.
Serienlack, nur „Techno-Paket“ (Media Display mit 10-Zoll-Touchscreen, Zusätzlicher USB-C-Anschluss, Rückfahrkamera) und CCS-Ladeanschluss, das macht 19.500 Euro. Für 19.700 Euro gibt’s den Extreme – da ist das Techno-Paket schon serienmäßig drin. Witzig. Wer also ein Zentraldisplay oder eine Rückfahrkamera haben will – gleich den Extreme ordern. CCS für 600,- würde ich immer dazu nehmen, bei 3,7 kW AC dauert es selbst bei dem Winz-Akku die ganze Nacht. Es könnte ja mal sein, dass man auswärts laden will, ohne gleich dort zu übernachten…
Den Rabatt muss man sich gesondert raussuchen und ein Angebot anfragen, den bekommt man scheinbar nicht einfach so. Mit der Förderung hat sich das vermutlich dann recht schnell auch erledigt, auch wenn man hier noch andere Aussagen liest.
South meint
Naja, dass man für 5.900€ keinen komfortabel langstreckentaugliches Auto bekommt, versteht sich wohl von selbst. Das ist nun mal ein Auto am alleruntersten Ende und halt ein Zweitwagen, und da reicht die Minireichweite und Schnarchladen vielen Kunden aus…
Also billiger als 6T€ wirst du nicht mehr an ein Auto kommen…
M. meint
Ich habe das gerade im aktuellen Artikel beantwortet.
Das wird fast niemand für 5.900 Euro bekommen, weil niemand, der das Auto brauchen kann, die Förderbedingungen in dieser Förderhöhe erfüllen wird.
Menschen, die aktuell Autos für 6.000 Euro kaufen, müssen die (meistens) vor der Tür parken und können zu Hause nicht laden. Und damit ist dieses Ding für die schon tot.
Das Auto passt – wie du sagst – als Zweitwagen, der zu Hause geladen werden kann, aber das ist eine andere Einkommensgruppe. Da wird man sich dann auch die eine oder andere Ausstattung gönnen – siehe oben.
Damit ist der Preis von 5.900 Euro vor Lieferung dann aber Geschichte.
Natürlich, absolut betrachtet bekommt man keinen billigeren Neuwagen. Aber weniger Neuwagen bekommt man auch sonst auch nirgends. Vielleicht bei Leapmotor, das habe ich nicht verglichen.
ekay meint
Korrekt. Wir haben am Ende auch den Extreme geordert. Mit Klima muss man mindestens den Espression nehmen (+1700€). Dann ist es nicht mehr weit zum Extreme mit dem stärkeren 100PS Motor. Weiterhin das Display mit Android Auto und Rückfahrkamera, sowie elektrische Fensterheber hinten und elektrische Aussenspiegel.
Somit 19.700€ mit Standardausstattung und Standardlack. Plus 1350€ Überführungskosten.
D.h. 19.700€ + 1350€= 21050€-5000€ Dacia-Bonus= 16050€-4000€ staatlicher Bonus= 12050€ am Ende.
Das ist dann wohl der realistische Preis für viele und man hat die höchste Ausstattungsvariante.
Till meint
Der Dacia Konfigurator sagt für einen vernünftig ausgestatteten spring in extreme ausstattung, 20.500 Euro. Ni von irgendwelchen Nachlässen.
Futureman meint
Ein Auto mit Dach, Heizung und 4 (2) Sitzen steht preislich jetzt in Konkurrenz zu guten E-Bikes oder ausgedienten Verbrennern mit 200.000km.
Da wird manch Pendler oder Fahranfänger ins Grübeln kommen. Wenn dann noch die laufenden Kosten gerechnet werden, ist das Angebot unschlagbar.
Mit noch von solchen Angeboten könnte es sein, dass die neue Prämie nicht die besagten drei Jahre reicht.
Da sehe ich locker 1 Million neue E-Autos dieses Jahr für Deutschland.
Peter meint
Ich weiß ja nicht, was du für ein E-Bike fährst…meins gäbe es neu für die Hälfte und der Verbrauch liegt eher bei 1 kWh/100km. Unschlagbar gegenüber dem Spring ;)
Der Spring ist ein reiner Zweitwagen für Leute mit Heimladung. Da ist das Angebot sicher attraktiv. Aber 300km am Stück willst du damit nicht fahren und viel Spaß beim Versuch da Urlaubsgepäck reinzubekommen.
Steffen meint
Mein Rennrad hat fast so viel gekostet wie jetzt der Spring…
Halber Akku meint
Dann wars ja noch so eine Art Vernunftmodell, wenn man sieht was inzwischen für die Spitzenmodelle so verlangt…
Dagobert meint
Man wird sehen wie gut diese Förderung überhaupt angenommen wird, sprich: ob Haushalte die Förderfähig sind überhaupt die richtige Zielgruppe für Neuwagen sind. Für unseren Haushalt würde der Spring nach Abzug der Förderung noch 11.900 € kosten.
Werner Mauss meint
Der Durchschnittsrenner wird das Angebot sicher interessant finden. Das Auto dürfte für über 90% ausreichen.
Werner Mauss meint
Rentner
Tinto meint
Rentner fahren VW, aber niemals diese Dacia Schüssel.
Tim leiser meint
Es müsste wohl 500 statt 5000 € pro Kind heißen
Tim Leiser meint
Jetzt hab ich den Satz gecheckt 🤦♂️
Future meint
Super. Langsam berichten immer mehr Medien über diesen günstigen Preis. Auch große Medienportale wie SPON haben schon gestern berichtet. Mal sehen, ob Bild das irgendwann auch nicht mehr ignorieren kann. Für viele preissensible Zielgruppen reicht ein Spring vollkommen für die alltägliche Nurzung. Das Auto kostet damit so viel wie ein Lastenrad.
R2D2 meint
Die Leute lachen sich eher kaputt über solche Meldungen. Ein 150 KM Winzling, der dank XXXL Förderungen immer noch viel Geld kostet.
ID.alist meint
Viel Geld?
Nenn mir bitte einen anderen Auto, egal den Antrieb, mindestens L7a, für 5900€ oder weniger.
R2D2 meint
Wenn das der real übliche Preis wäre, könnte man darüber diskutieren. Mit zwei fetten Förderungen, die 100pro zeitlich begrenzt sind, kostet die Eieruhr in Kürze wieder deutlich mehr. Und für 10K bekommst bei Dacia ein richtiges Auto.
Future meint
Der Up von VW war damals sehr erfolgreich mit Förderung, R2D2. VW hätte davon also noch viel mehr verkaufen können. Für die vielen Käufer hat das Auto offenbar gepasst. Nicht jeder macht eben lange Urlaubsreisen mit der Familie im Up oder im Dacia. Viele fahren doch nur ein paar Kilometer in der Woche.
Ich finde, man muss nicht immer meckern bei solchen Angeboten, sondern die Regierung auch mal loben, dass sie das macht, obwohl nur die Wenigverdiener davon voll profitieren.
EVrules meint
Dieser 150km Winzling ist im Impact bzgl. Resourceneinsatz, Energieverbrauch und individueller Mobilität sehr gut!
Jeff Healey meint
„Die Leute lachen sich eher kaputt über solche Meldungen.“
Die Leute, die ein maximal günstiges E-Fahrzeug zum regionalen Pendeln suchen, kommen jetzt eher ernsthaft ins Grübeln, nicht ins Lachen.
Thomas Claus meint
Der Preis ist jetzt wirklich unschlagbar. Mal sehen wie schnell der ausverkauft sein wird.
Cupra meint
Das wird nicht der letzte Hersteller sein. Auch Citroen hat mit dem C3 ein ähnliches Angebot, statt 20.000 sind es dann im idealfall 8000 €. Und finde sogar, Preisleistungsmäßig ist das fast noch besser als der Dacia. So oder so, jemand der sehr wenig Geld hat, wird sich hier freuen dass er für den Preis ein Auto bekommt
Halber Akku meint
Eben nachgesehen und nicht lange suchen müssen. Das ist wirklich eine Ansage, vor allem weil alle e C3 Modelle insgesamt bis zu 12.000,– € Rabatt + Förderung erhalten. Den e C3 in der höheren Ausstattung und der größeren Batterie kann man durchaus als alltagstaugliches Familienauto bezeichnen.
brainDotExe meint
„Für viele preissensible Zielgruppen reicht ein Spring vollkommen für die alltägliche Nurzung“
Wie groß ist diese Zielgruppe deiner Meinung nach?
Bedenke dass Kleinstwagen eine Nische sind und ein Verzichtsauto wie der Spring nicht gut angenommen wird.
Ich schätze die Zielgruppe auf 1-2% vom Neuwagenmarkt.
Future meint
Früher waren Kleinstwagen ja mal sehr beliebt. Dann gab es davon immer weniger Modelle. Die Autos wurden in allen Klassen immer nur größer und teurer. Das ist überhaupt keine gute Entwicklung.
Jetzt gibt es bei den Elektroautos wieder kleinere Modelle und durch die Förderung und die Rabatte sind sie günstig. Der elektrische Up von VW war doch damals auch immer ausverkauft, als es die Prämie gab. Da hat das also schon mal gut funktioniert. Vielleicht klappt es jetzt wieder. Das wäre sehr gut für die Elektromobilität.
brainDotExe meint
Kleinstwagen waren in Deutschland noch nie sehr beliebt.
Quasi durchgehend sind Autos der Kompaktklasse, Mittelklasse und Kleinwagen (und deren SUV Derivate) deutlich beliebter.
Die obere Mittelklasse ist oft beliebter als das Segment der Kleinstwagen, siehe Zulassungszahlen.
Das die Autos größer und besser wurden ist eher wohl eine gute Entwicklung, das spiegelt sich im steigenden Wohlstand wieder.
Den e-Up hat VW mit Verlusten verscherbelt um die Quoten einzuhalten, das war keine nachhaltige Strategie.
Future meint
Der eUp war also auch aus deiner Sicht ein Erfolg durch die Förderung. Die Nachfrage war viel höher als das Angebot. Es geht doch darum, dass es in der kleinsten Klasse ein Angebot gibt, damit sich die Menschen nachhaltige Mobilität leisten können.
Wer genug Geld hat und sich ein größeres Elektroauto locker leisten könnte, kauft sich den Verbrenner eh aus anderen Gründen.
Beim Dacia geht es jetzt aber um Leute mit ganz wenig Geld. Auch die brauchen ein Angebot, wenn sie sich klimafreundlich und günstig bewegen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Auto bald auch ausverkauft sein wird, so wie damals der Up.
brainDotExe meint
„Der eUp war also auch aus deiner Sicht ein Erfolg durch die Förderung“
Ein Erfolg wäre er gewesen, wenn VW ihn mit Gewinn verkaufen hätte können. So hat man ja gesehen wo es hingeführt hat, das Modell wurde eingestellt, weil andere Modelle mit höherer Marge, bzw. überhaupt positiver Marge, für die Quoteneinhaltung sorgen.
„Es geht doch darum, dass es in der kleinsten Klasse ein Angebot gibt, damit sich die Menschen nachhaltige Mobilität leisten können.“
Die Klasse der Kleinstwagen ist in Deutschland eine Nische wo kaum Marge dahinter steht.
Viel wichtiger sind Angebote der Kleinwagen, Kompaktklasse und Mittelklasse. Da spielt die Musik und wichtig ist das es dort ein Angebot gibt.
Wem das zu teuer ist kann Gebrauchtwagen kaufen.
„Beim Dacia geht es jetzt aber um Leute mit ganz wenig Geld. Auch die brauchen ein Angebot“
Die können ja Gebrauchtwagen kaufen. Da bekommt man deutlich mehr Auto fürs Geld. Einen gebrauchten BMW i3 zum Beispiel.
„wenn sie sich klimafreundlich und günstig bewegen wollen“
Wenn sie, wie die meisten Leute, auf den Klimaaspekt verzichten, können sie auch, gebrauchte Verbrenner kaufen.
„Ich kann mir gut vorstellen, dass das Auto bald auch ausverkauft sein wird, so wie damals der Up.“
Davon gehe ich auch aus. Dacia wird, zumindest zu diesem Preis, nur genau so viele Springs liefern, wie zum erreichen der Flottengrenzwerte nötig.
RR meint
@brainDotExe: Und du glaubst VW alles was sie sagen?
Offensichtlich wollten viele Leute das Auto haben wenn der Preis zur Leistung stimmt. Ergo: die Leistung war ausreichend.
Der Endpreis, den VW aufruft, ist immer politisch. Da sind ja Abschreibung von F&E drin, von Fabriken, etc. gerechnet auf die Erwartungen, auf die Absatzzahlen, etc.
brainDotExe meint
@RR
Natürlich glaube ich VW diese Aussage, sie hat Hand und Fuß und ist nachvollziehbar.
Future meint
Ja, VW hatte schon damals ein Problem mit der niedrigen Marge bei den Elektroautos. Die soll heute ja immer noch zu niedrig sein und deshalb wird nur die Quote erfüllt.
Den Kunden ist die Marge aber vollkommen egal. Es gibt Kunden, die wollen einfach billige (und neue) elektrische Autos haben und achten auf Rabatte und Förderungen, so wie damals beim e Up. Wir werden das beobachten in 2026 und auch darauf achten, ob die Kleinstwagen endlich wieder mehr werden. Es wäre gut für den Platzverbrauch in den europäischen Großstädten.
brainDotExe meint
„Den Kunden ist die Marge aber vollkommen egal.“
Das ist nur eingeschränkt richtig. Als Kunde habe ich natürlich auch ein Interesse daran, dass es meinem Lieblingshersteller gut geht.
„Es gibt Kunden, die wollen einfach billige (und neue) elektrische Autos haben“
Das ist eine sehr kleine Kundengruppe.
„ob die Kleinstwagen endlich wieder mehr werden. Es wäre gut für den Platzverbrauch in den europäischen Großstädten“
Ich hoffe nicht. Aktuelle Kleinstwagen stehen eigentlich für alles was ich beim Automobilbau als schlecht betrachte. Es wäre ein Rückschritt für die Automobilkultur in Deutschland.