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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

HUK-„E-Barometer“: 2025 stiegen so viele Privatleute auf E-Autos um wie noch nie

10.02.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 4 Kommentare

Opel-Combo-Electric

Bild: Opel (Symbolbild)

Im vierten Quartal 2025 wurde in Deutschland die höchste Umstiegsquote von Verbrenner- auf Elektroautos bei Privatpersonen seit drei Jahren erreicht. Laut dem „E-Barometer“ des Versicherers HUK-Coburg war dies bei 6,3 Prozent aller privaten Fahrzeugwechsel der Fall.

Damit ist die Umstiegsquote in allen Quartalen 2025 immer weiter gestiegen. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich daraus insgesamt die höchste bislang gemessene jährliche Umstiegsquote (5,5 %). Und auch die weiteren Planungen der Privathaushalte gehen in die gleiche Richtung: 15 Prozent derjenigen, die in den kommenden zwei Jahren einen privaten Fahrzeugwechsel vornehmen wollen, fassen aktuell einen Umstieg auf einen rein elektrischen Antrieb ins Auge.

Jörg Rheinländer, im Vorstand der HUK-Coburg zuständig für die Kfz-Versicherung: „Die Ankündigung einer neuen staatlichen Förderung bei der Anschaffung von E-Autos hat 2025 offenbar nicht zu einem breiten Abwarten bei privaten Käufern geführt. Augenscheinlich scheint die Attraktivität der E-Mobilität inzwischen also auf einem deutlich stabileren Fundament zu stehen.“

Große Unterschiede zwischen Stadt und Land

Laut dem neuen HUK-E-Barometer steigen Bewohner in den 15 größten Städten Deutschlands deutlich seltener auf E-Autos um als dies im Bundesschnitt der Fall ist (4,6 % gegenüber 5,5 % im Gesamtjahr 2025). Im Ergebnis erreicht damit selbst etwa Düsseldorf als Großstadt mit den meisten Umstiegen 2025 aktuell beim Gesamtbestand an privaten E-Fahrzeugen nur erst die Hälfte dessen, was der Spitzenreiter bei den Landkreisen Starnberg (3,3 % zu 6,6 %) schon aufweisen kann. Auch der Spitzenreiter unter den Großstädten mit dem höchsten Bestand an privaten E-Autos, die Landeshauptstadt Stuttgart, liegt deutlich dahinter (4,8 %).

Auf den ersten Blick ist das erstaunlich. So halten laut HUK-E-Barometer Bewohner in Städten ab 500.000 Einwohnern Elektroautos viel häufiger für „gut“ oder „sehr gut“ als die übrige Bevölkerung (59 zu 45 %). Dass sie dennoch in der Praxis aber seltener auf E-Fahrzeuge wechseln, lässt sich laut der Analyse mit einem viel geringeren Anteil von eigenen selbstgenutzten Häusern und Wohnungen in den Großstädten erklären. So zeigt das HUK-E-Barometer: Besitzer eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung haben dreimal so häufig ein privates E-Auto wie diejenigen ohne Wohneigentum (4,8 zu 1,6 %). 81 Prozent aller privaten E-Autos in Deutschland werden von Immobilienbesitzern gefahren.

Deutlich wird der Unterschied zwischen Stadt und Land auch, wenn nach der Unterbringung von Fahrzeugen gefragt wird. Wer demnach einen Carport oder einen Garagenstellplatz besitzt, hat im Bundesschnitt fast drei Viertel häufiger ein privates E-Auto als derjenige, der sein Auto auf der Straße abstellen muss (4,1 % Besitzquote zu 2,4 %). „Wenn sich in den Großstädten Deutschlands die Lademöglichkeiten auch für Freiluftparker verbessern, könnte das also nochmal deutliche Zuwächse beim Hochlauf der Elektromobilität bringen – denn hier besteht noch erhebliches Potential“, folgert Rheinländer.

Jeder Vierte will ein E-Auto nur von seiner Lieblingsmarke

Interessante Unterschiede lassen sich auch bei den Marken-Präferenzen von Interessenten für Elektroautos erkennen. Für mehr als jeden vierten Führerscheininhaber (27 %) kommen so nur Stromer einer ganz bestimmten Automarke in Frage. Unter Vielfahrern, die jährlich mehr als 10.000 Kilometer zurücklegen, ist es sogar mehr als jeder Dritte (36 %), ebenso wie bei Familien mit Kindern (37 %). Und wer im Monat über 5000 Euro netto verdient, ist sogar zu 52 Prozent auf eine bestimmte Automarke fixiert.

Für einen grundsätzlichen Wechsel zur Elektromobilität müsste laut HUK-E-Barometer bei zehn Prozent der Führerscheinbesitzer noch die Voraussetzung erfüllt sein, dass ihre bevorzugte Automarke ein ihnen gefallendes Elektroauto im Angebot hat. Und 17 Prozent nennen als weiteren Beweggrund, um den Schritt zu gehen, dass es für ihre Bedürfnisse besser passende Modelle reiner E-Autos geben müsse.

Wenn es nach den Wünschen aller Autofahrer in Deutschland geht, würden sie persönlich am ehesten einen VW oder BMW fahren, wenn die Anschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs anstünde. Tatsächlich stiegen im vergangenen Jahr auch die meisten HUK-Versicherten auf diese Hersteller privat um. Allerdings zwängte sich Skoda noch zwischen die beiden Marken auf das Siegertreppchen – durch den besonderen Verkaufserfolg des Modells Elroq. VW wurde 2025 demnach in 13,4 Prozent aller Fälle gewählt, wenn privat von einem Verbrenner auf ein reines Elektroauto gewechselt wurde, Skoda kam auf 8,2 Prozent und BMW auf 7,9 Prozent.

Die Ergebnisse des HUK-E-Barometers ergeben sich aus dem Versicherungsbestand des Unternehmens sowie aus parallel laufenden bundesweit repräsentativen Befragungen.

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Via: HUK-Coburg
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Stefan Redlin meint

    12.02.2026 um 07:52

    Wir haben 2026, mein Gott geht das alles langsam mit dem sogenannten Hochlauf.
    Was ist daran bloß so schwer? Fahre seit 12 Jahren und 4 Monaten elektrisch.
    In der Zeit haben sich alle sehr sehr wenig bewegt beim Umstieg. Irgendwie typisch deutsches Problem scheint mir. Zu hohes Anspruchsdenken und Hauptsache Spaltmaße passen.

    Antworten
  2. David meint

    10.02.2026 um 10:34

    Komisch, vorher hieß es immer, die Leute sind nicht mehr an ihre Marke gebunden und besonders Tesla Fans wussten das ganz genau. Zumindest bis 2022. Jetzt ist klar, was in der Automobilwirtschaft schon immer alle wissen: Die meisten Leute, die für den Kauf von Neuwagen infrage kommen, gehen auch heute noch in erster Linie nach ihrer Lieblingsmarke. Das wird man dieses Jahr wieder sehen: erst wenn der VW-Konzern im B-Segment Elektroautos anbietet, wird ihre Stammkundschaft des B-Segments Elektroautos kaufen. Was natürlich nicht heißt, dass nicht auch so mancher Rentner vom Tesla umsteigt, weil er die Phantombremsungen satt hat und so 10.000 € günstiger elektrisch fahren kann.

    Antworten
    • Ben meint

      10.02.2026 um 11:49

      Gibts eigendlich ein Datum wann VW anfängt an Privatleute zu verkaufen oder werden die 70% Flottenkunden und 70% Eigenzulassungen koch bischen weiter durchgezogen ?
      Wann kommen eigendlich die die neuen ID.s auf Xpeng Basis für den europ. Markt, der SSP hat sich ja nochmals von 2026 auf 2028 verschoben und die Faceliftmodelle kommen ja nur MEB+ Basis.

      Antworten
      • M. meint

        11.02.2026 um 21:11

        “ 70% Flottenkunden und 70% Eigenzulassungen“
        Das sind ja schon 140% – mehr kann VW halt nicht produzieren.

        Antworten

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