Der chinesische Elektroautobauer Xpeng plant eine deutliche Expansion in Deutschland und darüber hinaus. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr auf dem hiesigen Markt wurden knapp 3000 Neuwagen zugelassen – ein Anstieg von 330 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen spricht selbst von einem „eindrucksvollen Wachstum“. Noch ist der Absatz in Deutschland in absoluten Zahlen zwar noch gering, die Ziele sind aber hoch gesteckt.
Für 2026 strebt Xpeng mehr als 8000 Neuzulassungen in Deutschland an, 2027 sollen es bereits über 15.000 Fahrzeuge sein. „Wir planen ehrgeizig, aber realistisch“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer für Deutschland und die Region Zentraleuropa, im Gespräch mit der Automobilwoche. Im Unterschied zu einigen Wettbewerbern setzt Xpeng dabei bislang vergleichsweise wenig auf Eigenzulassungen: 2025 entfielen rund 22 Prozent der Zulassungen auf Händler, Hersteller oder Autovermieter. Beim Konkurrenten BYD lag dieser Anteil bei fast drei Vierteln der Neuzulassungen.
Ein zentraler Baustein für das Wachstum ist der Ausbau des Vertriebsnetzes. Zwischen 2024 und 2025 stieg die Zahl der Standorte von 20 auf 50, bis 2026 soll sie auf rund 110 wachsen. Ziel sei es, „weiße Flecken auf der Landkarte zu schließen und bundesweit noch sichtbarer zu werden“, so Schrick. Xpeng setzt dabei bewusst auf das klassische Vertragshändler-Modell und auf Händler mit Erfahrung im Elektroauto-Verkauf.
Zusätzlichen Schub sollen neue Modelle neben der hier bereits angebotenen Limousine P7, dem SUV-Crossover G6 und dem großen SUV G9. Für 2026 sind insgesamt fünf Markteinführungen geplant. Bereits angekündigt sind die Elektro-Limousine P7+, die ab April den bisherigen P7 zu Preisen ab 46.600 Euro ablöst, sowie der elektrische Van X9, der im Juni folgen soll. Ergänzend setzt der Hersteller auf lange Garantien – sieben Jahre für das Fahrzeug und acht Jahre für die Batterie.
Auch international baut Xpeng seine Präsenz aus. Während das Unternehmen 2023 erst in fünf Ländern außerhalb Chinas vertreten war, ist es Ende 2025 bereits in 60 Märkten aktiv, darunter 28 europäische Staaten. Hintergrund ist auch der starke Preiskampf im Heimatmarkt, der Auslandsmärkte für chinesische Hersteller zunehmend wichtiger macht.
Gemessen am Gesamtvolumen bleibt das Auslandsgeschäft für Xpeng jedoch noch vergleichsweise klein. Von insgesamt 430.000 Fahrzeugen entfielen zuletzt 45.000 auf Märkte außerhalb der Volksrepublik. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen weltweit rund 600.000 verkaufte Fahrzeuge, davon 90.000 im Ausland.

mipu meint
Ich bin gespannt, was XPENG dieses Jahr bringt, ich finde die Marke sehr interessant – und geistig habe ich mich schon auf einen G6 festgelegt, LR RWD, nur noch Farbe und „Papierkram“.
derJim meint
Ich bin auf den X9 gespannt. Wenn der interessant eingepreist wird, könnte er eine Alternative für Leute sein, denen der VLE zu teuer ist, aber denen der PV5 zu klein ist.
R2D2 meint
jo. wenn einem die Limo mit 6 meter zu teuer ist, kauft man einen VAN aus Sindelfingen für das 3fache oder einen Kia für die Hälfte… genau wegen solchen Postings mag ich das Inderned seit ca. 1997. realy.
derJim meint
Du fällst hier immer wieder mit überspitztem, polemischem Käse auf. Der VLE is 5,3 m lang, genau so lang wie ein X9. der PV5 ist mit 4,7 m eben deutlich kürzer. Und alle sind praktische Fahrzeuge, auch wenn sie nicht alle in die gleiche Kategorie gehören. So einfach kann es sein. Und deine Preise sind auch komplett falsch. VLE ab 70k€, PV5 ab 39k€ und der X9 wahrscheinlich dazwischen (vermutlich 50-65 k€). Aber Hauptsache irgendwas vom Stapel gelassen…
R2D2 meint
dumm ist es lediglich völlig unterschiedliche Dinge miteinander zu vergleichen. 30 cm Salami kostet auch weniger, als ein Goldbarren.
aber hauptsache irgendwas vom Stapel gelassen…. gell Jim?
derJim meint
Und wieder nix konstruktives von deiner Seite, leider wie erwartet. Du hast meine Argumente weder verstanden noch entkräftet. Aber zum glück wird die Auswahl der BEV größer, dann kann man bald auch in genau einer einzigen Kategorie und Fahrzeuggröße vergleichen. Damit es keinen überfordert.