Cupra erweitert die Modellpalette des Tavascan. Das vollelektrische SUV-Coupé bleibt dabei seiner Designsprache treu. Hinzu kommen eine neue Motorvariante, ein optimiertes Innenraumerlebnis sowie Technik der nächsten Generation. Die Produktion des überarbeiteten Tavascan soll in den kommenden Wochen anlaufen, die ersten Fahrzeuge nach der Sommerpause ausgeliefert werden.
Die überarbeitete Tavascan-Palette umfasst ein neues Einstiegsmodell, das eine Leistung von 140 kW (190 PS) bietet. Die eingesetzte 58-kWh-Batterie ermöglicht rund 435 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm und lässt sich in etwa 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Die neue Modellvariante ergänzt die etablierten Versionen „Endurance“ und „VZ“ mit 250 kW (340 PS) – jeweils mit einer 77-kWh-Batterie – und vervollständigt damit eine Modellpalette.
Im Innenraum wird das Umfeld der Person am Steuer durch ein neues, größeres 10,25-Zoll-Virtual-Cockpit aufgewertet. Cupra führt zudem ein neues Lenkrad mit physischen Tasten ein. Abgerundet wird die Weiterentwicklung des Innenraums durch das neueste Android-basierte Infotainment-System. Es bietet über einen integrierten App-Store Zugriff auf eine Vielzahl von Apps sowie vertraute Smartphone-Funktionen im Fahrzeug.
Die Weiterentwicklung des Innenraums umfasst elektronisch gesteuerte, intelligente Luftausströmer, die sich an die Fahrsituation anpassen und die bereits vor dem Einsteigen in den Innenraum aktiviert werden. Sobald sich der Schlüssel dem Fahrzeug nähert, sorgt das System für eine Vorbelüftung und passt die Luftströmung entsprechend der Position der Insassen und des Sonnenstands an. Für zusätzlichen Komfort lässt es sich per Sprachbefehl steuern.
Mit der Einführung des mobilen Fahrzeugschlüssels kann das Fahrzeug über das Smartphone entriegelt und gestartet werden, zudem kann anderen Personen der Zugang ermöglicht werden. Bis zu vier digitale Schlüssel können freigegeben werden, wobei ein fünfter für die hauptnutzende Person reserviert ist. Zusätzliche Funktionen wie „Open on Approach“ und „Walk Away Lock“ sollen für mehr Komfort sorgen, während eine „Smartcard“ bei Bedarf vorübergehenden Zugang gewährt.
Die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) ermöglicht es, über die Fahrzeugbatterie externe Geräte wie Laptops, E-Bikes oder leistungsstarke Soundsysteme mit Strom zu versorgen. In Verbindung mit einem speziellen Adapter verwandelt V2L den Tavascan in eine mobile Energiequelle.
„Die Launch Control – exklusiv für die größere 77-kWh-Batterie erhältlich – verstärkt die Verbindung zwischen der Person am Steuer und dem Fahrzeug, optimiert die Drehmomententfaltung und sorgt für maximale Beschleunigung aus dem Stand“, heißt es weiter.
Mit „One-Pedal-Drive“ lassen sich Beschleunigung und Verzögerung allein über das Gaspedal steuern. Durch Loslassen des Gaspedals bremst das Elektroauto automatisch durch regeneratives Bremsen ab, gewinnt Energie zurück und reduziert die Abhängigkeit vom Bremspedal. „Diese Funktion sorgt für sanfteres Abbremsen, eine höhere Energierückgewinnung und ein intuitiveres Fahrerlebnis, was besonders in städtischen Umgebungen und im Stop-and-Go-Verkehr effektiv ist“, so Cupra. Zudem ermögliche sie, das Fahrzeug ohne Betätigung des Bremspedals vollständig zum Stillstand zu bringen.
Das bereits vorhandene Premium-Soundsystem verfügt über zwölf Lautsprecher und immersiven Klang von Sennheiser. In dieser neuen Version wird die Audioqualität durch die Integration von Sennheiser Contrabass verbessert. „Es nutzt psychoakustische Techniken, um tiefe, druckvolle Tieftöne zu erzeugen“, erklärt Cupra. „In Kombination mit der immersiven Concerto-Technologie von Sennheiser entsteht eine satte, einhüllende Klanglandschaft, die den Innenraum mit außergewöhnlicher Klarheit und Tiefe erfüllt.“
Im Außenbereich wird die Palette um Midnight Black erweitert – ein tiefes Schwarz mit Metallic-Effekt, das in der Sonne leicht funkelt. Zu den Preisen äußert sich Cupra noch nicht. In Deutschland wird der Tavascan Endurance derzeit ab 48.340 Euro angeboten, der VZ startet bei 52.910 Euro. Mit dem neuen, noch namenlosen Basisantrieb und der LFP-Batterie dürfte der Einstieg in die Baureihe künftig etwas günstiger werden. Gebaut wird das Elektroauto weiter in China und von dort nach Deutschland importiert.









CJuser meint
Das Basismodell ist bestimmt interessant für einige Kunden. Hoffentlich wird dadurch die Grundausstattung der Variante „Endurance“ etwas angehoben. Ich persönlich finde nur, dass 58 Netto-kWh bei einem solch großen Fahrzeug etwas zu klein bemessen sind. Etwas zwischen 58 und 77 kWh wäre sicherlich angemessener.
Hinweis:
Das Allradmodell heißt „VZ“. Die 4 stammt von einer Quellenangabe der Pressemitteilung.
Redaktion meint
Danke für den Hinweis – korrigiert!
VG | ecomento.de
ID.alist meint
Die kWh der Batterie sind nicht ganz so wichtig wie die km die man damit fahren kann. Ich denke 450WLTPkm ist schon OK für viele Menschen die selten oder nie lange Reisen mit dem Auto machen.
Powerwall Thorsten meint
Genau das hat der CEO eines dir wohl bekannten Mitbewerbers schon lange erkannt.
Sweetspot aus Preis und Größe für die meisten Fahrzeuge / Usecases sind nach seiner Meinung 70-80 kWh
Aber in Deutschland ist man ja
-wie damals bei der 1000 km Dieselteichweite-
damit beschäftigt, entweder immer noch schneller zu laden zu müssen, oder jetzt 115+ Kilowattstunden in die Autos zu packen.
Leider können sich solche Fahrzeuge die meisten Menschen aber schlichtweg nicht leisten.
Am anderen Ende der Preisskala ist sogar im i7 Update nur 400 V Technologie verbaut???
Wie passt das alles zusammen?
ID.alist meint
Nicht nur in Deutschland braucht man solche Kilometermonster um Menschen zu überzeugen. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, und es braucht immer viel Energie um die Menschen von ihren alten Routinen weg zu kriegen.
Diese selben Menschen merken dann später, dass man keinen 900WLTP km braucht um von München nach Hamburg zu fahren, und noch weniger wenn dieser Reise nur alle 2 Jahre gemacht wird.
Mäx meint
„Leider können sich solche Fahrzeuge die meisten Menschen aber schlichtweg nicht leisten.“
Viele Leute können sich auch heute schon keinen 330d oder M340d/i leisten. Ebenso können sich auch viele kein Model 3/Y leisten, trotz dass die eine „optimale Packgröße“ von um die 80kWh haben.
Daher gibt es ja den 320i/d oder beim Model 3/Y das SR+.
Und genau so wird es beim iX3 und i3 kleinere Akkupacks geben, das ist schon lange bekannt und wurde dir schon mehrfach dargelegt.
Nur jetzt gerade in diesem Moment gibt es die noch nicht.
Dürfte dir auch bekannt sein, bei Tesla gab es auch zuerst auch nur eine Antriebsvariante und später weitere.
Komisch, dass dich das so verwirrt.
Letzter Absatz;
Das lässt sich eigentlich alles recht einfach mit Modellzyklen erklären.
Klar kann man auch hier wieder sagen, dass das Prinzip veraltet ist.
Und ja, da würde ich auch ein Stück weit mitgehen, als dass es für BMW ein gewisses Problem darstellt, wenn die günstigeren Fahrzeuge etwas besser können als die teureren (Schnellladen), aber bei BMW lief und läuft es mit der bisherigen Strategie ja eigentlich ganz solide.
eBikerin meint
„Am anderen Ende der Preisskala ist sogar im i7 Update nur 400 V Technologie verbaut???
Wie passt das alles zusammen?“
Soll das nun eine ernsthafte Frage sein? Der i7 wird seit Mitte 2022 gebaut – da hatte BMW noch kein 800V System. 800V bekommt also erst die nächste Generation i7.
M. meint
Die sind dann ok, wenn das Laden geklärt ist.
Und „du musst einfach nur immer in diesem Supermarkt kaufen, dort kannst du laden“ ist als Notlösung akzeptabel, wenn man denn so oft einkauft wie man Kilometer macht, aber sonst nicht.
ID.alist meint
Jetzt fehlen nur noch das Audi Modell(Q4), und dann sind alle MEB-Autos auf die neue Soft-/Hardwareplattform angekündigt.
Die Presse ist jetzt in Hamburg um den Polo/Cross und 3 Neo in Produktionsform zu sehen. Bin gespannt, obwohl wir schon vieles bereits wissen.
Peter meint
Technisch ist ja schon alles klar. Beim Konfigurator der ID.4 auf der VW-Webseite kann man auch schon wesentliche Daten (Ladepeak etc.) der neuen Batterien begutachten. Der 58kWh-Akku bekommt 105kW Ladestrom, kann den aber offenbar sehr lange halten und hat daher eine 10-80-Ladezeit von 26 Minuten. Kia macht es beim EV3 mit 128kW ja ähnlich.
Beim 79er-Akku werden es 165kW und 27 Minuten.
Die Skodas (Elroq/Enyaq/Epiq) behalten hinter dem Lenkrad das alte kleine Display, bei ID.4 und Cupra gibt es das große Display hinter dem Lenkrad. Den Android-basierten Softwarestand 6.0 bekommen alle neuen.
Ar Pu meint
Die E-Modelle des Volkswagen-Konzerns (VAG) setzen beim Ladetempo eher auf eine stabile Ladekurve statt auf eine extrem hohe Peak-Leistung. Das ist ein großer Vorteil: Als Laternenparker ohne eigenen Stromanschluss ist man darauf angewiesen, Ladesäulen effizient zu nutzen. Man möchte das Auto dort nicht einfach nur abstellen, sondern die Standzeit zum Laden verwenden. Das bedeutet oft, dass man beispielsweise bei 35 % startet und bei 65 % stoppt oder ein andermal von 55 % auf 85 % lädt. Genau für solche Szenarien ist eine stabile, plateauartige Ladekurve ideal.