Im ersten Quartal 2026 sind die Neuzulassungen von Pkw in der EU um 4 Prozent gestiegen. Maßgeblich war dabei die starke Entwicklung im März, berichtet der europäische Autobauerverband ACEA. Getragen wurde der Markt demnach von einer robusten Verbrauchernachfrage sowie von neuen und überarbeiteten Steuervorteilen und Förderprogrammen in großen europäischen Ländern.
Bei den Antriebsarten blieben Hybridfahrzeuge die meistgewählte Option. Ihr Anteil am EU-Markt lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 38,6 Prozent. Batterieelektrische Autos kamen auf einen Marktanteil von 19,4 Prozent und legten damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Gleichzeitig sank der gemeinsame Anteil von Benzin- und Dieselautos auf 30,3 Prozent, nach 38,2 Prozent ein Jahr zuvor.
Insgesamt wurden im ersten Quartal 546.937 neue Elektroautos in der EU zugelassen, was einem Marktanteil von 19,4 Prozent entspricht. In den vier größten Märkten, auf die zusammen mehr als 60 Prozent der batterieelektrischen Zulassungen entfallen, zeigte sich ein gemischtes Bild: Italien verzeichnete ein Plus von 65,7 Prozent, Frankreich von 50,4 Prozent und Deutschland von 41,3 Prozent. In Belgien gingen die Zulassungen dagegen um 2,3 Prozent zurück.
Auch Hybridautos legten weiter zu: Ihre Neuzulassungen stiegen in der EU auf 1.089.421 Einheiten. Getragen wurde das Wachstum vor allem von Italien mit plus 25,8 Prozent und Spanien mit plus 18,5 Prozent. Auch Deutschland mit 7,4 Prozent und Frankreich mit 3,1 Prozent trugen dazu bei. Hybridmodelle blieben mit einem Anteil von 38,6 Prozent die bevorzugte Wahl unter den Verbrauchern in der EU.
Plug-in-Hybride setzten ihren Aufwärtstrend fort: In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 268.344 Fahrzeuge neu registriert. Besonders deutlich fiel das Wachstum in Italien mit 110,1 Prozent, in Spanien mit 74,2 Prozent und in Deutschland mit 19,3 Prozent aus. Der Marktanteil dieser Fahrzeuge stieg damit auf 9,5 Prozent, nach 7,6 Prozent im ersten Quartal 2025.
Bei Benzin- und Dieselautos setzte sich der Rückgang fort: Die Zahl der neuen Benziner sank bis Ende des ersten Quartals 2026 um 18,2 Prozent, mit rückläufigen Zahlen in allen großen Märkten. Am stärksten war das Minus in Frankreich mit 40,3 Prozent, gefolgt von Italien mit 18,6 Prozent, Spanien mit 18,1 Prozent und Deutschland mit 16,1 Prozent. Mit 636.502 Neuzulassungen fiel der Marktanteil von Benzinern auf 22,6 Prozent nach 28,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dieselautos verzeichneten ein Minus von 15,7 Prozent und kamen auf einen Anteil von 7,7 Prozent an allen Neuzulassungen.


EQ-Fahrer meint
Das wird jetzt erst so richtig nach oben gehen.
2 Beispiele aus meinem Familien/Freundeskreis zeigen das auch schön.
Weihnachten 2024 hatten wir die Diskussion beim Essen über eAutos. Ich fahre inzwischen seit 5 Jahren elektrisch, meine Schwester seit 3 Jahren. Die Partnerin meines Vater war der Meinung das setzt sich ja sowieso nie durch und wäre alles viel zu unpraktisch. Ratet mal wer nächste Woche einen gebrauchten e-Corsa abholen wird?
Zweites Beispiel ist ein guter Freund von mir. Vor 2 Jahren im Sommer hatten wir es auch über eAutos. Als er gefragt hat wie viel Reichweite meiner hat, meinte ich 300-400km Reichweite. Antwort von ihm: Das geht dann bei mir schon mal nicht. Vorgestern schreibt er mir, dass er einen Smart #5 bestellt hat, er fährt ja eh selten mehr als 400km am Tag.
Es findet offensichtlich ein deutliches Umdenken statt.
Gunnar meint
Vergleich zwischen Q1/2026 und 2025:
EU27: 19,4% vs. 17,4%
EU27+UK+EFTA: 20,6% vs 19,5%
Mehr als jeder fünfte Neuwagen ist mittlerweile rein elektrisch in Europa.
Und es wird von Monat zu Monat immer mehr. Die BEV-Marktanteile kennen gerade nur eine Richtung: nach oben.
hu.ms meint
Die hersteller haben vor jahren – für 2025 schon mit 25% gerechnet und haben jetzt überkapazitäten….
Fossile energie muss noch einiges teurer werden !
Daniel S meint
Über 19% BEV in Eiropa. Es geht in die richtige Richtung. Den Rest von ca. 80% muss man nicht gross differenzieren: Sind alles Verbrenner.
MK meint
@Daniel S:
Wobei die aktuellen Spritpreise zumindest dazu führen dürfte, dass der ein oder andere ganz überrascht feststellt, dass sein Auto ja eine „Steckdose“ hat ;)
Ansonsten kenne ich tatsächlich doch recht viele PluginHybrid-Fahrer, die nahezu ausschließlich elektrisch fahren
South meint
Na jetzad, mag sein, dass es Firmenwagenfahrer gibt, die tatsächlich nie elektrisch fahren und das eher ausnutzen, so weit so schlecht. Aber spätestens in der Zweitrunde kauft keiner nen PHEV, wenn er nicht vorhat, den eAntrieb auch zu Nutzen. Natürlich tut man damit der Umwelt und seinem Geldbeutel da kaum nen Gefallen, aber … ich kenne persönlich einige, die vom PHEV zum BEV gekommen sind, weil man da einfach merkt, es geht auch nur mit Accu, man kriegt ein Gefühl dafür, es baut Vorurteile ab. Ne weiter Gruppe sind VAN Fahrer, die im Alltag mit eFahren, aber eben auf Langstrecke noch den Verbrenner haben wollen. Also per se immer PHEV verteufeln. Finde ich nicht angebracht… einige brauchen das noch als Brücke… für mich persönlich wäre das auch nix….