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T&E-Auswertung: EU-Ladeinfrastruktur übertrifft Ziele in fast allen Mitgliedstaaten

20.07.2026 in Aufladen & Tanken, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

Volvo-EX40-laedt

Bild: Volvo

Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur hat laut einer Auswertung in allen EU-Staaten außer Malta mit der Zahl der Elektrofahrzeuge Schritt gehalten. Die Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt zudem, dass der Großteil der Europäischen Union die Vorgaben für Schnellladestationen im Abstand von jeweils 60 Kilometern entlang wichtiger Straßen erfüllt.

Das Netz sei im Vorgriff auf das starke Wachstum der Elektroauto-Verkäufe in den Jahren 2025 und 2026 ausgebaut worden, erklärt T&E. Das zeige, dass die Ladeziele den Übergang zu Elektrofahrzeugen wie beabsichtigt ermöglichen.

Ende 2025 gab es in der EU der Studie zufolge 1,1 Millionen öffentliche Ladepunkte und damit fünfmal so viele wie 2020. Die EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, AFIR, verlangt mindestens 1,3 Kilowatt öffentliche Ladeleistung je batterieelektrischem Fahrzeug im nationalen Bestand. Bis Ende März 2026 erfüllten alle Mitgliedstaaten außer Malta diese Vorgabe.

TE-1
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

Zusammengenommen übertrafen die nationalen Kapazitäten das Flottenziel EU-weit um 180 Prozent. AFIR schreibt außerdem Gleichstrom-Schnelllader (DC) mit mindestens 150 Kilowatt im Abstand von jeweils 60 Kilometern entlang des TEN-T-Kernnetzes und des umfassenden TEN-T-Netzes vor. Die Frist für das Kernnetz endete 2025.

Im Juni 2026 erfüllten 79 Prozent des überwiegend aus nationalen Autobahnen bestehenden Kernnetzes das Ziel für ultraschnelle Ladestationen. Die meisten verbleibenden Lücken lagen in östlichen EU-Staaten und in Spanien, deren Netze für ultraschnelles Laden zugleich am schnellsten wuchsen. Beim umfassenden Netz aus regionalen Autobahnen und Hauptstraßen hatten 20 der 27 EU-Staaten ihr Ziel für 2027 bereits 18 Monate vor Ablauf der Frist erreicht.

TE-2
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

Nach Einschätzung von T&E könnten 70 neu errichtete oder modernisierte Ladestationen an strategischen Standorten die Erfüllung des entfernungsbasierten Ziels rasch auf 90 Prozent erhöhen. Davon wären 22 Stationen in Spanien, 11 in Polen und 7 in Rumänien erforderlich. Weitere Standorte werden nicht genannt.

„Heute müssen Fahrer von Elektroautos nicht weit fahren, um eine öffentliche Ladestation zu erreichen. Die Ladeziele funktionieren wie vorgesehen und haben ein enormes Wachstum des Elektroautomarktes ermöglicht“, so Lucien Mathieu, Direktor für den Bereich Autos bei T&E. „Allerdings müssen bei der Benutzerfreundlichkeit des Ladens und bei der fehlenden Preistransparenz noch Herausforderungen bewältigt werden. Diese Punkte werden entscheidend sein, um Elektrofahrzeuge für alle Fahrer attraktiver zu machen, insbesondere für Menschen, die in Mehrfamilienhäusern leben und auf öffentliche Ladestationen angewiesen sind.“

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Via: T&E (ENG)
Tags: EU, Ladestationen, Schnellladen, T&EAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Matthias meint

    20.07.2026 um 16:08

    Allerdings übertreffen auch die Ladestrompreise die Ziele derjenigen die sich vor Jahren ein E-Auto gekauft haben, als AC 0,29 €/kWh kostete, DC 0,39 €/kWh.

    Antworten
  2. David meint

    20.07.2026 um 14:56

    Ja, diese Geschichten vom Ladenetz, das nicht dicht genug ist, sind wirklich Stories von gestern. Deshalb hat es etwas unfreiwillig Komisches, wenn heute noch Tesla Fahrer erklären, wie toll doch ihr Tesla Ladenetz ist. Das ist das langsamste und kleinste Netz und es sind die langsamst ladenden Mittelklassefahrzeuge.

    Antworten
    • Ben meint

      21.07.2026 um 10:30

      Wie groß ist den das Ladenetz was VW aufgebaut wurde…oh warte. Außer Tesla, NIO und BYD hat ja niemand ein eigenes Ladenetz.

      Antworten
      • eBikerin meint

        21.07.2026 um 11:59

        „Wie groß ist den das Ladenetz was VW aufgebaut wurde“
        Electrify America ist VW, genau wie Electrify Canada Anzahl ladepunkte kannst selber googlen

        Antworten
        • Powerwall Thorsten meint

          21.07.2026 um 15:44

          Du meinst das Ladenetz mit mit einer der höchsten Auswahlquoten in den ganzen USA – musst du auch mal googeln
          ;-)

      • David meint

        21.07.2026 um 16:30

        Tesla und Nio gehören definitiv in Europa in eine Erfolgskategorie. Insofern zurecht in einem Zug erwähnt.

        VW hat eine Beteiligung an Ionity, man kann also sagen, sie kümmern sie sich schon darum, dass man mit einem Elektroauto gut versorgt ist. Allerdings schlauerweise im Verbund mit anderen. Denn man teilt das Ziel ja mit allen anderen, warum sollte man also alleine bezahlen? Ein eigenes Ladenetz punktuell kann für eine Premiummarke durchaus ein Touch Point für positive Kundenkommunikation sein, daher haben zwei Konzernmarken zusätzlich ein kleines, eigenes Ladenetz. Eine Marke davon hat es sogar exklusiv: Die Schranke geht nur auf, wenn mein Taycan am Kennzeichen erkannt wird.

        Das ist Exklusivität, also das, was Tesla lange aufgeben musste. Jeder elektrische Dacia kann da jetzt laden, sollte es sogar aus zwei Gründen: Erstens, würde die langsame Ladegeschwindigkeit passen. Und zudem ist man bei der TÜV-Untersuchung ganz unten im Keller Tabellennachbar.

        Antworten
        • Powerwall Thorsten meint

          21.07.2026 um 23:20

          Du wagst es tatsächlich der community hier die läppischen neuen Charging Hubs die Porsche in ganz Deutschland betreibt, als exclusives Netzwerk zu verkaufen?
          Da würden aber ganz viele Porsche liegen bleiben, wenn sie sich darauf verlassen müssten.
          FUD David at its best – aber ist ja eigentlich klar, dass du heute so hyperaktiv bist.
          Morgen wird ja Tesla Zahlen veröffentlichen, von denen man (wenn man sie nur richtig interpretieren kann)
          im VW Konzern nur träumt.

    • Powerwall Thorsten meint

      21.07.2026 um 15:42

      Und wie viel VWs gibt es noch gleich, denen 250 kW nicht ausreichen?
      Der Porsche kann es nicht nutzen weil’s da irgendein Elektronik Problem auf der Porsche Seite gibt, oder?
      Also langsam werden deine FUD Geschichten hier wirklich wahnwitzig.
      Wir sind seit fünf Jahren in ganz Europa unterwegs laden zu 99 % dann an Superchargern und mussten einmal in Irland 15’ warten.
      Da haben VW sicher schlechter Quoten – wenn sie allein die Zeit mit diversen Apps vergeuden, um den besten Preis zu finden.
      Erzähl doch mal.

      Antworten

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