Eine Untersuchung der FAZ. in den Online-Konfiguratoren der fünf europäischen Automobilkonzerne zeigt, dass mittlerweile genau 100 verschiedene Modelle mit rein elektrischem Antrieb angeboten werden. Bei dieser Zählung wurden lediglich die unterschiedlichen Karosserieversionen berücksichtigt, während Varianten bei Motorisierung und Ausstattung unberücksichtigt blieben.
Stellantis bietet auf wenigen Plattformen viele Modelle mit jeweils einer Option für einen E-Antrieb. Das führt dazu, dass dieser Konzern aktuell 38 Modelle mit rein elektrischem Antrieb im Portfolio hat. Volkswagen hat für seine Elektroautos verschiedene Leistungsstufen an Antrieben im Angebot und damit in diesem Bereich eine größere Vielfalt als Stellantis, obwohl die Zählung der Elektro-Modelle nur bis zur Zahl von 26 reicht.
Burkhard Weller, Präsident des Verbandes der Automobilhändler in Deutschland, sieht die Ursachen für die nach Meinung vieler noch mäßigen Absatzzahlen bei E-Autos nicht im Modellangebot. Er führt das bisherige Tempo beim Hochlauf der E-Mobilität vor allem auf die lückenhafte Ladeinfrastruktur, intransparente Strompreise an Ladesäulen sowie die wirtschaftliche Lage zurück.
„Aus Sicht der Autohändler hat der langsame Hochlauf der E-Mobilität weniger mit dem Angebot an passenden Fahrzeugen zu tun“, so Weller. Vollstromer gebe es mittlerweile in jeder Fahrzeugklasse. Neben der Ladeinfrastruktur und den Strompreisen sieht er auch die allgemeine wirtschaftliche Lage als Hindernis. Wer Angst um seinen Arbeitsplatz habe, kaufe kein neues Auto – auch kein elektrisches.

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