McLaren plant voraussichtlich die Einstellung des Modells Artura im Jahr 2028, berichtet Automotive News. Das Fahrzeug war als erster Plug-in-Hybrid der britischen Sportwagenmarke konzipiert und sollte durch seine technologische Ausrichtung jüngere, technikaffine Käufer ansprechen.
Der Marktstart des Leichtbau-Modells verzögerte sich aufgrund der Pandemie sowie eines anschließenden Halbleitermangels um mehr als ein Jahr. Nach dem Verkaufsstart im Jahr 2022 traten laut dem Bericht zudem über längere Zeiträume Qualitätsprobleme auf, die unter anderem die Software und die Ölpumpe betrafen.
Ein Händler von McLaren, der anonym bleiben möchte, erklärte gegenüber Automotive News, dass die Verzögerungen bei der Einführung sowie die frühen Mängel potenzielle Kunden abschreckten. „Man bekommt keine zweite Chance, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen“, wird der Händler zitiert.
Ursprünglich sollte der 445 kW (605 PS) starke, seit 2024 auch in der Cabrio-Version Artura Spider verfügbare Plug-in-Hybrid die Zukunft von McLaren angesichts strengerer Emissionsvorschriften signalisieren. Das Modell nutzte die Carbon Lightweight Architecture und kombinierte den ersten 3,0-Liter-V6-Biturbo der Marke mit einem Elektromotor sowie einer 7,4-kWh-Batterie für 30 Kilometer Elektro-Reichweite nach WLTP-Norm. Die Leistung wurde später auf 508 kW (690 PS) gesteigert.
Trotz eines Updates vor zwei Jahren gilt das Modell Automotive News zufolge für Supercar-Käufer als nicht mehr zeitgemäß. Zudem haben Angaben des Händlers zufolge Hybrid-Sportwagen mit geringem Hubraum am Markt nicht die gewünschte Resonanz gefunden. Die Hersteller müssten solche Fahrzeuge aufgrund staatlicher Regulierungen bauen, sie entsprächen aber nicht den Kundenwünschen.
McLaren bereitet nach Informationen von Automotive News nun ein neues Mittelmotor-Modell mit dem Codenamen P34 als Einstiegsangebot vor. Zudem planen die Briten eine Expansion in das Segment der viertürigen Fahrzeuge mit einem Hybrid-SUV.

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