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E-Auto-Umfrage: Alltagstauglichkeit und preislich attraktive Angebote wichtig

08.05.2024 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

Mokka-e

Bild: Opel

Die Nürnberger Marktforschung Puls wollte von 1.005 Autokäufern wissen, wie es mit den Elektroautos in Deutschland weitergeht. Für Stromer sprechen demnach aus Sicht der aktuellen Nutzer gewichtige Argumente: keine CO2 Emissionen (39 %), preisgünstiges Laden (31 %), günstiger Unterhalt (28 %), Fahrkomfort/Fahrleistung (18 %) sowie die Dokumentation eines modernen und nachhaltigen Lebensstils (13 %).

Wenn es um die zukünftigen Nutzer von E-Autos in Deutschland geht, zeichnet sich laut der Puls-Studie ab, dass auf die Technologie- und Öko-Fans der ersten Welle eine zweite Kundenwelle folgt, bei denen Alltagstauglichkeit und preislich attraktive Angebote im Vordergrund stehen.

In Zahlen ausgedrückt kommen E-Autos für 19 Prozent der Autokäufer (1. Welle) in Deutschland „ohne Wenn und Aber“ infrage. Weitere 46 Prozent (2. Welle) zeigen an E-Autos Interesse, wenn sie dafür überzeugende Argumente erhalten.

Zum Wunsch nach überzeugender Alltagstauglichkeit passend, führen Nutzungsangebote mit verschiedenen Laufzeiten mit 32 Prozent und mehrtägige Probefahrten mit 31 Prozent die Liste der Verkaufsförderungsmaßnahmen für E-Autos an. Es folgen Ladegutscheine und das Angebot von Bedarfsanalysen, bei denen geprüft wird, ob Elektroautos überhaupt zum Fahrprofil des jeweiligen Interessenten passen.

Weil für die zweite Welle der E-Auto-Interessenten wohl eher sachliche Argumente zählten, empfiehlt Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner, Auto-Interessenten mit einer neutralen Bedarfsanalyse selbst herausfinden zu lassen, ob und welche E-Autos zu Ihnen passen. Auf dieser Grundlage sollten „niederschwellige“ Leasingangebote mit verschiedenen Laufzeiten angeboten werden. Um die Kraft der Weiterempfehlung zu nutzen, sei es darüber hinaus empfehlenswert, aktuelle E-Auto-Nutzer zu Statements zur Alltagstauglichkeit ihrer Fahrzeuge einzuladen.

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Via: Puls
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Earth is Burning meint

    09.05.2024 um 08:13

    Für diese Antworten musste man eine Umfrage machen?
    In Deutschland wohnen fast 85 Mio. Menschen. Und vermutlich nur ein Viertel (ein Fünftel?) davon kann die monströsen E-Stahlkarossen wirklich bezahlen, mit denen sich die Hersteller derzeit überbieten. Für die übrigen 60 Mio. gibt es schlicht keine Angebote.
    Ich finde das peinlich.

    • Gerry meint

      09.05.2024 um 14:21

      Gibt es wirklich sonst keine Angebote ?
      Es gab/gibt doch e-corsa, peugeot208e, dacia spring, vwe-up, seat mii, skoda citigo u.s.w.
      Aber solang sich überdimensionierte (SUV-)Panzer gut verkaufen lassen werden die Hersteller diese auch produzieren. Da sollten sich diejenigen mal an die Nase fassen, die diesen Mist kaufen.

      • Jeff Healey meint

        12.05.2024 um 12:18

        Corsa e und Peugeot Zwiliing sind für Familien eher unpraktische, dafür aber recht teure E-Kleinwagen.
        Das Dreigestirn von VW ist noch kleiner. Der Spring ist in meinen Augen für den Preis ein sehr rudimentäres E-Auto mit zweifelhaften Fahr-Eigenschaften und fragwürdiger Langzeit-Qualität.
        Das sind alles zu viele Kompromisse für zu viel Geld.
        Eine Stufe höher fehlt komplett, dafür landet man direkt in höheren Fahrzeugklassen mit viel Gewicht, Leistung und entsprechend hohen Preisen.

  2. Envision meint

    08.05.2024 um 14:18

    In der „zweiten Welle“ sind aber auch die Leute die z.B. günstige Leasingrückläufer kaufen, bei Verbrenner auch gerne mal mit 100tkm auf der Uhr, da wird man schon vorsichtiger aktuellen bei BEV mit Nickel Akku.
    Daneben haben die meisten dann kein Eiegnheim und dann geht das Ladegeeier los, mit oft horrenden Tarifen und dann ggf. noch Blockiergebühren wenn man länger ausser Haus laden muss.

  3. South meint

    08.05.2024 um 14:16

    Yoa, gleich ganze 1.005 Menschen befragt, da wurden ja keine Kosten und Mühen gescheut, das waren vermutlich 10 Studenten drei ganze Tage beschäftigt … wow, und dann die Bestätigen, dass die Kunden Preis- Leistung kaufen wollen. Hoffe, die Studie war nicht zu teuer… hihihihi, war sie auch nicht…

  4. F. K. Fast meint

    08.05.2024 um 13:17

    Ich würde sagen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen muss. Ein BEV, was 10k teurer ist als sein Verbrennerpendant beim gleichen Hersteller ist nur schwer vermittelbar. Vielleicht sollten die Hersteller etwas mehr mischkalkulieren, wenn ihre BEV zu teuer in der Herstellung sind, und dafür die Verbrenner etwas teurer verkaufen, um BEV günstiger anbieten zu können. Aber diese Möglichkeit hebt man sich für 2025 auf, wenn neue Grenzwerte eingehalten werden müssen.

  5. Draggy meint

    08.05.2024 um 12:11

    Ach hör doch auf Preis und Nutzbarkeit sind sehr wichtig?
    Und Marketingexperten und CEO dachten bisher immer es müsste möglichst viel kosten und besonders große falsche Lufteinlässe haben.

    • Jeff Healey meint

      08.05.2024 um 13:41

      Ich könnte mich auch glatt beömmeln vor Lachen:
      Die Industrie baut lange und konsequent am Bedarf der breiten Masse vorbei, und wundert sich dann auch noch ernsthaft darüber, dass sie die Produktionsbänder niemals nicht annähernd ausgelastet bekommen. Was haben wir da teilweise für „Koryphäen“ in der Wirtschaft sitzen…., mei o mei….

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