Nach dem als SUV und SUV-Coupé erhältlichen Enyaq führt Škoda mit dem Elroq ein kompakteres Elektroauto ab 33.900 Euro ein. Weitere Vollstromer sollen folgen, die tschechische Volkswagen-Tochter will es vorerst aber nicht damit übertreiben. So baut die Marke etwa kein Gegenstück zu VWs für 2027 angekündigtem elektrischen 20.000-Euro-Modell.
Dass man auf Abstand von einem besonders günstigen Elektroauto geht, hat das Management mit den Kosten begründet. Auch beim rund 4,5 Meter langen Elroq ist die Wirtschaftlichkeit für Škoda eine Herausforderung: „Betriebswirtschaftlich gehen wir dafür an die Schmerzgrenze“, sagte Vorstandschef Klaus Zellmer im Gespräch mit der Automobilwoche. Dass Škoda pro Fahrzeug draufzahlen könnte, dürfe aber nicht sein. „Jedes Auto muss sich bei uns rechnen.“
Der Elroq hat die gleiche Antriebstechnik wie der Enyaq, es stehen mehrere Batteriegrößen und Leistungsstufen zur Wahl. Die Reichweite beträgt bis zu 580 Kilometer. Wie beim Enyaq profitiert Škoda beim Elroq von der Zugehörigkeit zum Volkswagen-Konzern und nutzt dessen bewährten Elektroauto-Baukasten MEB. Das mittelgroße SUV ist dabei das erste Modell, das sich an das neue Markendesign „Modern Solid“ anlehnt. Die ersten Auslieferungen finden jetzt im ersten Quartal 2025 statt.
Nach Enyaq und Elroq stellt Škoda mit dem Epiq im laufenden Jahr ein elektrisches Einstiegsmodell vor. Der 4,10 Meter lange Stromer wird als Bruder des kommenden VW ID.2 für um die 25.000 Euro angesehen. Der im nächsten Jahr startende kleinste E-Škoda dürfte ähnlich viel kosten.
Den Enyaq bietet man künftig runderneuert samt Coupé-Version an. Das Unternehmen spricht selbst vom „New Enyaq“, es ist ein groß angelegtes Facelift. 2026 sollen dann noch der Siebensitzer und 2027 ein elektrischer Kombi kommen.
CJuser meint
Die können den Elroq gerne mit dem 50er Basispreis als günstig verkaufen. Für mich ist der 60er (für 38.400 Euro) aber das eigentliche Basismodell.
Aztasu meint
Stimmt. Die Reichweite des 50er Akku ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit für ein Kompaktwagen. Für ein Kleinwagen wäre das okay.
Mary Schmitt meint
Es handelt sich um 52 kWh versus 59 kWh jeweils netto. Basisversion: WLTP 366-375 km. Das reicht dicke im Alltag. Der Wagen ist sehr effizient. Für die sechs langen Strecken im Jahr zu Oma oder an die See, im Zweifel einmal zwischenladen. Angegeben sind von 10-80% 25 Minuten. So what? Kinder und Hunde freuen sich über 25 Minuten nach 2-3 Stunden Fahrt. Aber 27.500€ sind ein Wort!
Cary Schitt meint
Ach Schätzchen übertreib doch bitte nicht so schamlos. Skoda hat mit dem Elroq 50 ein echtes Erfolgsmodell. Es sind zwar 52 kWh netto angegeben, es sind aber nur 50 kWh wirklich nutzbar…Echte Reichweite bei 110 km/h liegen unter 260 km, im Winter nicht mal 220 km…Wärmepumpe kostet 1200 € Aufpreis. Zur Einordnung, das Model Y mit LFP Akku und 59 kWh schafft auch nur 340 km…
Bei der Antriebstechnik werden beim Elroq 50 die Restbestände aus dem Volkswagenkonzern mit den alten Motoren verwendet. Elektrische Sitze mit Memory gibt es nicht…Sitzheizung nur gegen Aufpreis, Navi auch…Aber immerhin gibt es Apple Car Play. Dann funktioniert nur die Akkuvorkonditionierung vor dem Schnelladen nicht automatisch, aber dafür gibt es ja einen Knopf den man 30 Minuten vor dem Laden drücken muss..
Der Elroq wird wie der Enyak ein echtes Erfolgsmodell…Zumindest in Deutschland.
Mary Schmitt meint
Gut für den Kunden und ein ausgezeichnetes Auto. Die Version mit 52 kWh dürfte den meisten Interessenten genügen und 27.500€ dafür sind mehr als fair. Wenn man bedenkt, dass das Format schon als Mittelklasse durchgehen kann, ist das ein Kampfpreis.
Tt07 meint
EUR 27.500…? Bitte Quelle benennen.
PP meint
Zum Beispiel auf Carwow und APL.
Tt07 meint
Grundsätzlich sprechen wir hier aber über den BLP des Herstellers.
(keine neue) Erkenntnis: Mary & Co. in ihrem Keller sitzend mal wieder mit Fake News auf Stimmenfang..
Mary Schmitt meint
Nein, wir sprechen darüber, was echte Kunden zahlen, wenn sie kaufen. Wir sprechen sogar darüber, was echte Kunden zahlen, wenn sie leasen. Das ist das Erfolgsrezept: Der VW Konzern hatte im Januar mehr als doppelt so viele Elektrokunden in Deutschland wie Tesla in Europa.
Tt07 meint
Lol, heute so morgen so… machst dir die Welt wie sie dir gefällt.
Erkenntnis: EUR 33.900 sind kein Kampfpreis
Cary Schitt meint
Mehr als ein Kampfpreis kann für diese MEB Gurke aus dem Volkswagenkonzern auch nicht angeboten werden. Besonders wenn man weiß, dass die Soft- und Hardwarearchitektur schon jetzt veraltet ist und nicht mehr lange supported wird. Das ist wie bei einem billigen Androidhandy…Also muss man den Preis so niedrig ansetzen, denn ansonsten wäre der Absatz so niedrig, dass er unter die Relevanzschwelle fallen würde..
Aztasu meint
52kWh Akku leider zu klein. Ausreichend ist aber definitiv der „60“ mit 59kWh netto.
EdgarW meint
@ecomento „Der Elroq hat die gleiche Antriebstechnik wie der Enyaq. Zum Start stehen zwei Batteriegrößen bereit: 55 und 82 kWh. …“
Bitte in die Vergangenheitsform ändern, besser aber ergänzen, dass längst auch der mittlere Akku (59 kWh netto, / 150 kW) angeboten wird.
Jürgen W. meint
Also halbwegs vernünftig konfiguriert landet man zwischen 45 und 50.000 €. Den kleinen Akku für das schwere Fahrzeug zu wählen macht definitiv keinen Sinn. Dann kommt man im Winter keine 200 km weit. Also muss es der große sein.
Ich habe beim Händler Interesse bekundet und gefragt, was er mir für meinen ID 3, 58 kWh Akku und absolute Vollausstattung (NP 46.000 €, EZ 08/2021, 13 Tkm) in tadellosem Zustand bieten würde. Die Ansage war 15.000 €. Ich habe ihn dann gefragt, warum ich 50 T€ für ein Auto bezahlen soll, dass dann 3-4 Jahre später über 60 Prozent Wertverlust hat?? Die Antwort war, dass der Markt das eben hergebe. Und von Rabatten wollte er schon gar nichts wissen. Mein Fazit: Privat verkaufen für 25.000 € (Angebot liegt vor) und dann das neue Model Y bestellen. Das ist die Realität bei Volkswagen.
Envision meint
Bei Skoda (… oder Audi oder BMW) kauft doch quasi keiner für Listenpreis, kennst du nur noch Agenturmodell oder Tesla ?
Als ich zuletzt bei Skoda geschaut habe waren da gerne mal 15-22% für den Enyaq drin, ist aber nicht aktuell, aber über Listenpreis muss man sich da keinen Kopf machen.
Haubentaucher meint
Noch – auch BMW wird das Agentumodell einführen, Mini hat es schon.
EdgarW meint
Haubentaucher, VW schafft das Agenturmodell zum 01.01.2026 ab. Schau in den vergangenen News nach.
Haubentaucher meint
@Edgar: Ich sprach von BMW und bei VW wird das letzte Wort noch nicht gesprochen sein, die sind ja 10 Jahre hinten dran.
ZastaCrocket meint
Wenn Du genau bist, dann muss Du schon sagen, dass Du nach Förderung letztendlich nur 36.000 € bezahlt hast. Es waren also nicht 50T€, sondern 14T€ weniger. Und wenn Du jetzt bei der aktuellen politischen Lage ein Model Y kaufst, dann verkneif ich mir jeglichen weiteren Kommentar.
Wenn Du das Teil tatsächlich für 25K€ verkaufen kannst, dann mach das. Dann hast Du das Fahrzeug für 260€/Monat ohne Anzahlung gefahren. Ist jetzt nicht so ein unglaublich schlechter Kurs.
hu.ms meint
„halbwegs vernünftig“ ist für jeden was anderes !
Es gibt nicht wenige, die brauchen den ganzen metallic-, alu-, assistenzsysteme- schnick-schnack nicht. Die fahren auch nur einmal jährlich weiter als 250km an einem tag.
Und für die sind 27.500 € ein super angebot.
Andre meint
Ordentlich Anhängelast? 1000 kg ist mickrig.
Tom meint
1.000 kg Anhängelast sind für viele ausreichend. Nicht jeder braucht die AHK für einen schweren Wohnwagen, für den Transport von größeren Möbeln oder Garten-Schnittgut mit dem Anhänger ist das allemal OK.
Besser-BEV-Wisser meint
Der Elroq scheint aktuell das beste Preis-/Leistungsverhältnis in diesem Segment zu haben.
Der Kia EV3 ist der stärkste Konkurrent. Je nach Preisgefüge wird dieser dem Elroq einige Käufer wegnehmen. Model Y ist deutlich größer und teurer und daher nicht richtig Vergleichbar (eher zum Eniyak). Für Premiumanspruch ist der IX1 eine Alternative, der überzeugt mit klassischen BMW Tugenden (Fahrdynamik, sehr gute Software und Bedinung). Aber die zahlst dann halt auch.
Renault 5 und Grande Panda wirken gegen Elroq zu spärlich.
Tt07 meint
Besser zu wissen meinen ist nicht genug. Fakten beachten: R5 und Fiat Grande Panda sind eine völlig andere Kategorie, so sind beide z.b. 50cm kürzer als der Elroq
Tom meint
Dafür hat der Elroq das Potenzial zum echten Massenmodell. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, große Batterie, viel Platz, ordentlich Anhängelast und in Europa produziert – da müsste viel schiefgehen, wenn das nicht ein Verkaufsschlager wird.
Andre meint
Ordentlich Anhängelast? 1000 kg ist mickrig.
Besser-BEV-Wisser meint
Genug für den Grünmüll :-)
Für Wohnwagen-Reisen würde ich nicht auf ein E-Auto setzten aktuell. Zu Umständlich. Noch.
hu.ms meint
Evtl. kommt ja mal ein zusatzakku im wohnanhänger um die gleiche reichweite wie ohne zu erzielen.
Besser-BEV-Wisser meint
Ja, solche Wohnwagen mit Zusatzbatterie und sogar E-Achse sind in Entwicklung. Wobei beim Wohnwagenziehen man im Vergleich zur „normalen“ Autobahnfahrt gar nicht so viel Reichweite verliert. Man fährt max. 100 (statt 130 oder mehr), dadurch hält sich der Mehrverbrauch durch Gewicht und größerer Stirnfläche in Grenzen.
Problem ist eher dass die meisten Ladesäulen and den Autobahnen nicht Anhängergeeignet sind. D.h. man muss einen passenden Parkplatz finden und Abkoppeln.
LOL meint
Ja, dachte ich mir schon, beim Händler gibts auch noch Rabatte … wenns deutlich günstiger ist als der ID.3, muss es weh tun
hu.ms meint
ID.3 mit 54kwh akku kostet ab 29.970 €. Elroq mit gleichem akku ab 33.900 €.
Bei skoda gibts rabatt in geld, bei meinem VW-agenten in ware = winterräder, WB u.a.
eCar meint
Wobei der Elroq das deutlich bessere Auto ist. Für ein ID.3 mit 54Kwh würde ich neu maximal 20000€ zahlen, mehr ist dieser nicht wert.
Bedenke: Es gibt beim ID.3 keine Majorupdates nur Minorupdate!
hu.ms meint
Es gibt bei den beiden autos keinen unterschied bei den updates. Wenn sie mit gleichem softwarestand gekauft wurden.
Peter meint
Das Technik-Update beim ID.3 war schon nennenswert und der ist derzeit technisch auf dem gleichen Stand wie der Elroq. Beide werden eine identische Update-Erfahrung bieten…. zeigt die Vergangenheit der ME3.x-Enyaqs.
Das optische Update und das technische Update in Summe (!) kann man bei MEB schon als „major“ bezeichnen. Derzeit spielt der ID.3 schon ziemlich gut mit, gerade im Vergleich zu Kona, EV3, Megane, Astra und Co. und auch im Vergleich zum kommenden EV4/EV5 oder #1 oder Mini. Fiat hat aktuell z.B. recht wenig in dem Bereich. Ein EV6/Ioniq5 ist deutlich größer. Ein M3 auch.