DS Automobiles hat im Februar mit dem DS N°8 sein neues Flaggschiff eingeführt. Bestellt werden kann das SUV-Coupé exklusiv als Elektroauto, später könnte es aber auch noch eine Hybridversion geben. Das erlaubt die der Baureihe zugrunde liegende Plattform STLA Medium des Mutterkonzerns Stellantis.
„Technisch gesehen ist das immer eine Möglichkeit“, sagte Cyprien Laurentie, der Chef von DS Future Products, gegenüber Autocar. Das Unternehmen sei jedoch der Meinung, dass „wir die Leute noch von der Rentabilität eines rein elektrischen Angebots in diesem Segment überzeugen müssen“.
„Wenn man ein wenig aufgeschlossen ist, muss man hier keine wirklichen Kompromisse eingehen“, so Laurentie. Er hob die Reichweite des DS N°8 von bis zu 750 Kilometern pro Ladung hervor. „Bei dieser Art von Auto muss man keine wirklichen Abstriche machen: Es ist perfekt für Pendler und Reisende.“ Die meisten E-Auto-Skeptiker hätten noch nie ein Elektroauto ausprobiert. „Wir müssen einen Weg finden, sie dazu zu bringen, es zu versuchen.“
Der Manager merkte an, dass DS den Markt beobachte und bei Bedarf seine Strategie anpasse. Der DS N°8 teilt sich die STLA-Medium-Plattform mit dem neuen Citroën C5 Aircross, dem Peugeot 3008 und dem Opel Grandland, die auch mit einem Mild-Hybrid-Benzinantrieb oder einem Plug-in-Hybridsystem angeboten werden. Der Einsatz eines teilelektrischen Antriebs wäre also verhältnismäßig einfach umsetzbar.
Vorerst gibt es den DS N°8 aber weiter nur als Vollstromer. Los geht es in Deutschland bei 57.700 Euro. Drei Varianten mit 169 kW (230 PS), 180 kW (245 PS) und 275 kW (350 PS) sind erhältlich. Das leistungsstärkste Modell verfügt über zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Zur Wahl stehen eine Batterie mit 74 kWh nutzbarer Kapazität sowie eine größere Variante mit 97,2 kWh (Long-Range-Variante). Die Version mit Vorderradantrieb und Long-Range-Batterie erreicht eine Reichweite von 750 Kilometern nach WLTP, während die Allradversion in Long-Range-Konfiguration 688 Kilometer schafft.
