Aus der Ferne den Ladevorgang starten oder automatisiert den Innenraum vorklimatisieren: Mit dem jüngsten Update erweitert XPeng die Funktionalitäten seiner Smartphone-App. Damit will die chinesische Elektroautomarke für Kunden den Komfort und das Nutzererlebnis verbessern.
Wie viel Prozent Ladung die Hochvoltbatterie aufweist, können Smartphone-Nutzer mit der neuen XPeng-App 3.0 jetzt auf einen Blick sehen. Der Verbrauchstrend liefert zudem eine Übersicht des Stromverbrauchs der letzten Stunden, Tage und Wochen.
Auch das Aufladen soll mit dem Update einfacher werden: Die XPeng-App liefert Echtzeitinformationen zu Ladestationen in Europa, inklusive deren Verfügbarkeit und den dort geltenden Tarifen. Der Ladevorgang lässt sich nun zudem per Smartphone initiieren und terminieren. Dadurch beginnt das Aufladen automatisch zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt. Über das Ladelimit lässt sich die maximale Ladekapazität definieren. Nutzer können außerdem in Echtzeit die Ladeleistung verfolgen.
Die XPeng-App informiert auch über die Parkdauer. Smartphone-Nutzer können nun zudem zur Vorklimatisierung ihre Wunschtemperatur zu unterschiedlichen Zeitpunkten festlegen. Die Temperatur im Innenraum lässt sich auch aus der Ferne prüfen.
Unverändert bleiben die bekannten App-Features wie der intelligente Parkassistent, mit dem sich der XPeng remote vor- beziehungsweise rückwärts einparken lässt, und der digitale Fahrzeugschlüssel: Das Smartphone ersetzt auf Wunsch den klassischen Schlüssel und öffnet zum Beispiel die Türen und startet den Motor. Der digitale Schlüssel kann mit bis zu fünf Personen geteilt werden.
Komplettiert wird das Update 3.0 von einem moderneren App-Design. Das modulare Layout verändert sich je nach Szenario. Der an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse anpassbare Schnellzugriff soll die Bedienung und Navigation der wichtigsten Funktionen vereinfachen.
Interaktive Widgets für Start- beziehungsweise Sperrbildschirm liefern Informationen und Benachrichtigungen, ohne dass die App extra aufgerufen werden muss. Erstmals ist auch eine Steuerung der Fahrzeugfunktionen via Apple Watch möglich, die mit dem Update eingebunden wird.
Begrüßt werden Smartphone-Nutzer beim Start der XPeng-App von einer 3D-Animation ihres Modells. Der verfügbare „Dark“-Modus verdunkelt die Darstellung, um die Augen zu schonen.

Uwe meint
Ich fahre seit 5 Monaten einen XPENG.Aller 3 Monate kommt ein Update via OTA. Ein rundum gelungenes Auto. Also ein Auto um die Software drumherrum gebaut. Und ja, die Klimaanlage mal 15 min vorm Start einschalten vom Smartphone, das hat was… ;-)
u.a. …
ridR meint
Gefühlt ist jedes Mal, wenn Details der ach so überlegenen chinesischen E-Autos genannt werden, ist nichts neues dabei. Besteht der USP nur im (subventionierten) Preis? Dem kopierten Design?
Donald meint
Die beste App hat noch immer Tesla. Um Lichtjahre voraus.
Wird mit jedem Update besser und umfangreicher. Benchmark für alle „Kopierer“
Andreas meint
Nicht wirklich, Funktionen wie der Dashcamviewer kamen erst, als andere Hersteller das in der App hatten. Zudem ewig gedauert bis es auf Android verfügbar war.
„Benchmark“ – Ich brech ab
Donald meint
Und das beste hab ich noch vergessen: Alle Funktionen sind Grundausstattung, gratis. Mann muss keine Pakete am Fahrzeug hinzu buchen. BMW Drive Recorder 20 EUR/Monat. Fernlicht 10 EUR. Realtime Traffic 69 Eur/Jahr. Was fur ein Witz.
Dieseldieter meint
Ladestand anzeigen, vor klimatisierten, Ladelimit einstellen, Stromverbrauch ansehen, und das über die App?
Ich wusste nicht, dass uns die Chinesen SO weit voraus sind.
M. meint
Tja, da kannste mal sehen, wo der Hammer hängt. ;-)
Jörg2 meint
Das ist, so glaube ich, DIE chinesische Unternehmung, von der sich VW seine China-Autos entwickeln lässt.
Greift VW nun technologisch nach untern? Im Sinne: Solch altes Zeuch machen wir nicht mehr… Oder greift VW nach oben: Wir können es nicht, macht bitte!
M. meint
Was du so alles glaubst…
VW hat in China verschiedene Partner und entwickelt zusammen mit diesen verschiedenen Partnern verschiedene Fahrzeuge.
Ich sehe das aber positiv: VW hat denen fast 50 Jahre gezeigt, wie man Autos baut, die dürfen sich nun gerne mal revanchieren. ;-)
Jörg2 meint
M
Danke für die Bestätigung! Dann erinnere ich das offenbar richtig: VW braucht für den chinesischen Markt, für eine dort verkaufsfähige BEV-Plattform, einen chinesischen Partner.
Natürlich braucht VW auch noch andere Partner, um weiterhin irgendwie mit der Entwicklung stand zu halten. Wir erinnern uns an RIVIAN, die grundlegendes für VW richten soll.
Ja, es hat sich um 180Grad gedreht. Die chinesischen Hersteller beherrschen das Blechbiegen („da knarrt nichts..“ ist mir da noch in den Ohren, betraf aber wohl einen Südkoreaner?) UND sie können in der IT die Hard- und Software marktfähig. VW kann aus eigener Kraft wohl nur noch „Blech“. Aber: Zukauf ist keine Schande. Kostet halt Marge, führt nicht zur Technologieführerschaft und bedroht die Preisführerschaft.
M. meint
Du glaubst, es erkannt zu haben, aber das hast du nicht.
Erstmal hast du behauptet, dass VW andere die Autos entwickeln lassen würde – das stimmt nicht, die machen das zusammen.
Und VW musste dafür keine Partner suchen – VW h-a-t Partner, solange die in China sind.
Doch, ist so. Das war über Jahrzehnte einfach so, und das hatte natürlich einen Grund: die wollten immer schon selbst Autos bauen, und dann muss man eben auch lernen, wie das geht. Die westlichen Hersteller haben ihnen das beigebracht. Das war der Deal.
Nur Tesla brauchte keinen Partner. Von denen konnten die Chinesen offensichtlich nichts mehr lernen…
Aber, VW hatte an den Schaltstellen die falschen Leute in China. Da saßen auch schon Leute, die gar nicht in China leb(t)en. Natürlich verstehen die den Markt dann nicht. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass die auf Karaoke beim Fahren stehen – aber ich lebe halt auch nicht da.
Da ist es ja nur richtig, sich die hinzuzuziehen, die das verstehen. Vor allem, wenn die nur ein paar Türen weiter arbeiten. Hätte man früher machen sollen.
Jörg2 meint
M
1x bestätigen hätte eigentlich gereicht.
Ja, der JV-Zwang hat die chinesische Blechbiege-Autoindustrie entstehen und wachsen lassen. Bleiben wir bei VW: VW hat seine Blechbiegefähigkeit dort hingetragen.
Aktuell trägt aber nicht VW seine IT-Fähigkeit dort hin sondern sucht diese dort und kauft sich ein.
Das ist nun 180Grad anders, als beim Blech.
Im Ergebnis wird die Marktdurchdringung der chinesischen Lösungen, die IT-Marktposition der chinesischen Anbieter durch die Marktvergrößerung (VW-Stückzahlen) gestärkt.
Wir werden eine Situation erleben, wie in der IT außerhalb der Automobilbranche: Marktdominanz von Google, Facebook… Beklagen, es gäbe keine EU-Lösungen….
Thorsten 0711 meint
Und uch dachte die Apps von Renault und VW können wenig :-P
Jörg2 meint
Du findest auf YT ausreichend Nutzervideos der aktuellen App.
Future meint
Es geht ja nicht nur um die Funktionen, sondern auch um die Bedienung: User Interface und User Experience. Das hat XPeng gut hinbekommen und viele andere haben das noch nicht geschafft.