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Polestar 5: Viertüriger „Performance-Grand-Tourer“ ab 119.900 Euro bestellbar

09.09.2025 in Neue Modelle von Thomas Langenbucher | 16 Kommentare

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Bilder: Polestar

Der schwedisch-chinesische Elektroautobauer Polestar hat den viertürigen „Performance-Grand-Tourer“ Polestar 5 vorgestellt. Er entstand aus dem Konzeptfahrzeug Precept, das 2020 als Absichtserklärung für die Zukunftsvision der Marke in Bezug auf Design, Technologie und Nachhaltigkeit vorgestellt wurde. Mit dem Polestar 5 wird die Vision nun in die Serienproduktion überführt.

„Der Polestar 5 bringt die Zukunft in unsere Gegenwart. Unsere Vision für das Design, die Technologie und die Nachhaltigkeit von Polestar ist nicht länger ein Traum, sondern eine Realität, die unsere Kundinnen und Kunden kaufen können“, so CEO Michael Lohscheller. „Mit seinem puristischen skandinavischen Design innen und außen, seiner einzigartigen Plattform, seinen leistungsstarken Motoren, seinem ausgeklügelten Fahrwerk, seiner Spitzentechnologie und seinen bewusst nachhaltigen Materialien ist der Polestar 5 ein Leitstern für die Branche und das perfekte Flaggschiff von Polestar.“

Das Designteam hat das Konzeptfahrzeug Precept mit minimalen Änderungen in die Produktion umgesetzt. Die Luftfahrt sei für den fünf Meter langen Wagen eine wichtige Inspirationsquelle gewesen, erklären die Designer. Das zeige sich in der straffen Oberfläche, die sich über ein aerodynamisches, flügelähnliches Profil erstreckt und in einem Heck mündet, das sich an den Entwürfen des deutschen Aerodynamikers Wunibald Kamm orientiert.

Wie beim Crossover Polestar 4 verzichtet man auf die Heckscheibe und nutzt einen digitalen Rückspiegel. Der Polestar 5 verfügt außerdem über das größte Panoramaglasdach aller bisherigen Modelle der Marke, mit einer Länge von etwas mehr als zwei Metern und einer Breite von 1,25 Metern. Am Heck findet sich eine aerodynamisch effiziente Lichtleiste mit Heckbelüftungsdetails und integriertem Heckdiffusor, um den Luftstrom zu verbessern. Mit seinem bündigen, rahmenlosen Glas und den versenkbaren Türgriffen erreicht der Polestar 5 einen cw-Wert von 0,24.

Im Innenraum wurde das E-Auto mit 4+1-Sitzen laut dem Hersteller gleichermaßen auf Fahrer- und Passagierkomfort ausgelegt. „Die in Zusammenarbeit mit Recaro entworfenen Vordersitze verbinden einen besonders niedrigen Hüftpunkt mit stützenden Polstern und typisch schwedischem Komfort“, heißt es. Der Polestar 5 ist in erster Linie als Viersitzer konzipiert. Auf der heruntergeklappten Mittelarmlehne können die Fondpassagiere die Klimaanlage, die Sitzheizung, die Belüftung und die Massagefunktionen steuern. Die individuell neigbaren Rücksitze folgen derselben Formensprache wie die Vordersitze. Durch Hochklappen der Mittelarmlehne entsteht ein fünfter Sitzplatz, dessen versetzte Anordnung mehr Schulterfreiheit bietet. Eine Aussparung in der Batterie bietet den Insassen hinter den Vordersitzen zusätzlichen Fußraum.

Die Fahrposition im Polestar 5 sei bewusst zurückgelehnt und auf Performance ausgelegt, erklären die Entwickler. Tief liegende Sitze und ein aufrechtes, nah positioniertes Lenkrad, sollen für ein sportliches Fahrgefühl sorgen. Ein 9-Zoll-Fahrerdisplay ist direkt an der elektrisch verstellbaren Lenksäule angebracht, sodass das Display unabhängig von der gewählten Position im Blickfeld positioniert ist. Das 9,5-Zoll-Head-up-Display vervollständigt die fahrerorientierten Informationsanzeigen.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Polestar

Zwischen den Vordersitzen verläuft eine niedrige Mittelkonsole mit einem abschließbaren Staufach, gekrönt von einem zentralen Drehregler für das 14,5-Zoll-Display im Hochformat. Das zentrale Display basiert auf einem auf Polestar ausgerichteten Android-Automotive-Betriebssystem mit Google-Integration. Eine durchgehende Ambientebeleuchtung verläuft rund um den Innenraum und endet in einer Soundbar hinter den Rücksitzen. In Kombination mit der aktiven Geräuschunterdrückung sorge sie für ein wirklich erstklassiges Fahrerlebnis, wirbt Polestar.

Moderne Fahrerassistenzsysteme (ADAS) gehören zur Serienausstattung, insbesondere die „SmartZone“ in der Frontpartie des Fahrzeugs mit Sensoren, Radar und nach vorne gerichteter Parkkamera. Die Funktion Pilot Assist passt die Geschwindigkeit und Position des Fahrzeugs in der gewählten Spur bei Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h an. Insgesamt weist der Polestar 5 elf Sichtkameras, eine Fahrerüberwachungskamera, ein Mittelstreckenradar und zwölf Ultraschallsensoren auf. Zusätzlich verfügt er über acht Airbags und nutzt Innenraumradare, um die Anzahl, Position und Art der Insassen zu erkennen und im Falle eines Unfalls die richtigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Dem Polestar 5 liegt eine neue, heißverklebte Aluminiumplattform zugrunde, die das Fundament der Polestar Performance Architecture (PPA) bildet. Durch die Verwendung von hochfesten Aluminiumstrangpressprofilen, Pressteilen und Gussteilen sei die Struktur leicht und robust und verleihe dem Elektroauto eine Torsionssteifigkeit, die selbst zweisitzige Sport- oder Supersportwagen übertrifft, heißt es.

Die Aluminiumarchitektur sei nicht nur leichter als eine vergleichbare Stahlkonstruktion, sondern biete auch Sicherheitsvorteile, so Polestar. Die 112-kWh-Lithium-Ionen-NMC-Batterie (106 kWh nutzbar) ist Teil der Struktur. „Innovative technische Entscheidungen wurden getroffen, um leistungsorientierte Fahreigenschaften zu erzielen – darunter die kompakte Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung, leichte zweiteilige Frontscheibenbremsen aus Aluminium und eine vor der Vorderachse platzierte Zahnstange“, erläutern die Entwickler. Für die Bremsleistung sorgen vorne Vierkolben-Bremssättel von Brembo, in Kombination mit leichten, zweiteiligen 400-Millimeter-Scheiben.

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Die Version Polestar 5 Dual Motor verfügt über passive BWI-Dämpfer und interne Rückprallfedern, während der Polestar 5 Performance mit einer adaptiven BWI MagneRide-Dämpfung ausgestattet ist. Die Dämpfer erfassen die Straße den Angaben zufolge bis zu 1.000 Mal pro Sekunde und können dank magnetorheologischer Flüssigkeit innerhalb von drei Millisekunden reagieren. „So sorgen sie für eine hervorragende Karosseriebewegungskontrolle bei gleichzeitigem Komfort und optimalem Ansprechverhalten bei allen Geschwindigkeiten.“

Michelin-Reifen, die speziell für die ausgewählten Radkombinationen des Polestar 5 mit einem Durchmesser von 20 bis 22 Zoll entwickelt wurden, runden das leistungsorientierte Fahrwerkpaket ab. Lutz Stiegler, Technikchef von Polestar: „Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams haben unermüdlich daran gearbeitet, die Polestar Performance Architecture von Grund auf neu zu entwickeln, und das hat sich mit der Fahrweise dieses leistungsorientierten GT ausgezahlt. Zusammen mit dem intern entwickelten Heckmotor, der 800-V-Elektroarchitektur und innovativen technischen Entscheidungen macht dies den Polestar 5 zu einem unglaublichen Allround-Grand-Tourer.“

Bis zu 650 kW/884 PS und 670 km Reichweite

Der Polestar 5 verfügt über einen intern entwickelten elektrischen Heckmotor, der bis zu 450 kW/612 PS und 660 Nm zur Gesamtleistung des Polestar 5 Performance von 650 kW/884 PS und 1.015 Nm beiträgt. Damit beschleunigt das Elektroauto in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 550 kW/748 PS starke Polestar 5 Dual ist in 3,9 Sekunden bei Tempo 100. Beide Versionen sind elektronisch bei 250 km/h abgeregelt.

Seine 800-Volt-Elektroarchitektur ermöglicht es dem Polestar 5, mit einem geeigneten Gleichstromladegerät (DC) mit bis zu 350 kW aufgeladen zu werden. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert dann 22 Minuten. Eine externe Ladeanzeige an der C-Säule gibt Auskunft über den Ladezustand. Für mehr Effizienz kann der Heckmotor entkoppelt werden. Der Polestar 5 Dual Motor erreicht mit einer Ladung eine Reichweite von bis zu 670 Kilometern nach WLTP-Norm, der Polestar 5 Performance bis zu 565 Kilometer.

Polestar betont das Thema Nachhaltigkeit: Viele Materialien im Innenraum bestehen aus recycelten oder biobasierten Stoffen. Diese Stoffe senken Gewicht und CO₂-Ausstoß und verbessern die Recyclingfähigkeit. Die Fahrzeugstruktur basiert auf einer leichten Aluminiumplattform, die zu 13 Prozent aus recyceltem und zu 83 Prozent aus mit erneuerbarer Energie produziertem Aluminium besteht. Auch Leichtbaumaterialien und eine Monomaterialstrategie im „Frunk“ unter der Fronthaube unterstützen die Kreislaufwirtschaft.

Der Polestar 5 Dual Motor kann zum Preis von 119.900 Euro bestellt werden. Der Polestar 5 Performance ist ab 142.900 Euro erhältlich. Die Lieferung wird für Frühling 2026 versprochen.

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Via: Polestar
Tags: Polestar 5Unternehmen: Polestar
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. IDFan meint

    09.09.2025 um 19:49

    Wer soll das kaufen? 120 k für nen Chinesen…

  2. Aztasu meint

    09.09.2025 um 12:12

    Jeder mit Verstand holt soch lieber den Xpeng P7 mit den optionalen Flügeltüren vorne, kostet einfach mal 60% weniger, die Auftritt mit dem P7 ist identisch wenn nicht sogar noch besser und die technischen Daten sind sehr nah beieinander. Sorry Polestar,so wird das einfach nichts, werdet wieder zur Perfoemance-Marke von Volvo und gut ist

  3. Envision meint

    09.09.2025 um 12:09

    Die Insolvenzgerüchte des defizitären Kleinanbieter reissen ja nicht umsonst nicht ab, der hir wird sie schon mal nicht retten – den Polestar 2 hatte ich mal und war leider doch arg enttäuscht, immerhin problemlos innherhalb von 14 Tagen zurückgebbar – das Facelift leider eher technisches Update, am dem Altbackenen China Tablet Look Infotainment mit der unsägliche Hartplastik/Klavierlack Monsterkonsole haben sie da nix gemacht.

    Der Polestar 4 – preislich mit Rabatt in Österreich recht attraktiv! – war für mich als Endvierziger mit Brille/Altersweitsicht aber auch nicht zu gebrauchen (bzw. inakzeptbale Verschlechterung zu fast jedem anderen Fahrzeug am Markt), hätte mir Heckfenster mit normalen Spiegel gewünscht.

    Als nächste wollen sie ja den Polestar 6 „Roadster“ bringen … – hier reiht sich gefühlt leider Unternehmensfehler an Fehler, Frage ist wie lange die Geely Group noch die Stange hält.

  4. Thorsten 0711 meint

    09.09.2025 um 10:51

    Sorry Polestar, bei diesen Preisen werden sich nur sehr wenige Käufer dafür finden. Polestar 3 und 4 sind auch schon sehr exotisch laut KBA, wieso sollte es bei diesem Modell anders sein?

  5. Daniel S meint

    09.09.2025 um 09:24

    Warum nur haben die neueren Autos so oft eine Delle unten an den Türen?

    • E.Korsar meint

      09.09.2025 um 09:44

      Die Wahrheit: Damit man das Automodell leichter von anderen unterscheiden kann.

      Die Werbung: Design und Ästhetik. Sicken erzeugen Licht- und Schatteneffekte, die der Karosserie mehr Dynamik, Tiefe und Charakter verleihen. Sie lassen das Auto schlanker und muskulöser wirken und brechen die große, oft glatte Fläche einer Autotür auf, um sie interessanter zu gestalten.

      • ID.alist meint

        09.09.2025 um 10:16

        Andere Wahrheit: Die Sicke macht die Tür weniger hoch und so wirkt das EV flacher als in Wirklichkeit.

  6. eBikerin meint

    09.09.2025 um 09:14

    Aussen gefällt er mir echt gut, aber nun kommt das berühmte ABER: warum muss man die Heckscheibe weglassen? Für mich wäre das ein nicht-kaufen Grund.

    • E.Korsar meint

      09.09.2025 um 09:33

      So ein digitaler Rückspiegel macht schon Spaß, wenn er zackig funktioniert. Keine Kopfstützen oder Karosseriesäulen, die die Sicht versperren.

      • eBikerin meint

        09.09.2025 um 09:49

        Den Rückspiegel kann man trotzdem einbauen, eine Heckscheibe ist ja kein Hindernis.

    • Thorsten 0711 meint

      09.09.2025 um 10:47

      Ich konnte es selbst noch nicht in Augenschein nehmen jedoch soll so ein digitaler Rückspiegel für Gleitsichtbrillentäger eher nicht so toll sein.

      • E.Korsar meint

        09.09.2025 um 11:02

        Bei dem Fahrzeugpreis ist auch noch eine Brille, passend zum Auto, drin. Man kann auch oben rechts einen Nahbereich haben.

        • Thorsten 0711 meint

          09.09.2025 um 11:33

          Oder man lässt sich beim Tuner eine Heckscheibe samt klassischen Rückspiegel einbauen. Darauf kommt es bei 120k aufwärts auch nicht mehr an.

  7. MrBlueEyes meint

    09.09.2025 um 09:09

    Der nächster Rohrkrepierer gegenüber dem iX3 und der Neuen Klasse…

    So wenig Reichweite bei so „großem“ Akku und dazu noch so ein obszöner Preis, das muss man erstmal schaffen und wollen…

    Ich denke, es wird immer deutlicher, wie gut BMW gerade abgeht und performt… bis kam nichts Besseres auf der IAA…

    • MrBlueEyes meint

      09.09.2025 um 09:10

      *bis jetzt kam….

  8. Steven B. meint

    09.09.2025 um 09:03

    man darf gespannt sein, ob dieser wagen letztendlich erfolgreich sein wird. ich vermute eher weniger – sie haben wieder auf die heckscheibe verzichtet und den kunden hier nicht zugehört. auch was die ladeleistung angeht ist das jetzt nicht der hammer, haben wir in den letzten tagen ganz andere dinge lesen dürfen. der preis ist zudem auch völlig überrissen und wird kaum in dem preissegment käufer finden, die sind dann schon eher richtung porsche, bmw oder auch mercedes unterwegs…

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