Der globale Markt für Elektrofahrzeuge hat im Februar 2026 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Laut Benchmark Mineral Intelligence wurden weltweit 1,1 Millionen reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride verkauft. Damit lagen die Verkäufe sowohl 11 Prozent unter dem Niveau von Februar 2025 als auch 11 Prozent unter dem Januar 2026.
Insgesamt erreichten die globalen Verkäufe in den ersten beiden Monaten des Jahres 2,2 Millionen Fahrzeuge und lagen damit 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Regional zeigt sich ein stark uneinheitliches Bild: Während Europa wächst, stehen Nordamerika und China unter Druck.
In Europa legte der Markt im Februar gegenüber dem Vormonat um 1 Prozent zu und befindet sich mit 600.000 E-Fahrzeugen nach zwei Monaten 21 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wachstumstreiber sind vor allem Deutschland und Frankreich, deren Märkte um 26 beziehungsweise 30 Prozent zulegten.
In Nordamerika bleibt die Lage dagegen angespannt. Zwar stiegen die Verkäufe im Februar gegenüber dem Vormonat um 8 Prozent, doch im bisherigen Jahresverlauf liegt der Markt mit 170.000 Fahrzeugen 36 Prozent im Minus. Vor allem in den USA sind die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge deutlich gesunken. Kanada verzeichnet mit einem Rückgang von 23 Prozent ebenfalls ein schwaches Jahr.
Besonders stark fällt der Rückgang in China aus: Der dortige Markt brach im Februar im Jahresvergleich um 32 Prozent ein. Dabei beeinflusste der Zeitpunkt des chinesischen Neujahrs die Verkaufszahlen. Im bisherigen Jahresverlauf zeigt die Volksrepublik 2,2 Millionen Elektrofahrzeuge, was ein Minus von 26 Prozent im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Februar 2025 darstellt.
Außerhalb der großen Märkte entwickelte sich der Absatz deutlich dynamischer: Im Rest der Welt stiegen die Verkäufe im Februar um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bestätigten damit den starken Jahresstart. Im Jahresverlauf zeigt sich mit 370.000 Stromern ein Plus von 84 Prozent.

Joachim Szczeszak meint
Warum zeigt man bei der E-Autowerbung und ebenfalls bei Plug in Hybrid nicht gleich zeitig die
Elektrische Reichweite mit an.
Paule meint
„Dabei beeinflusste der Zeitpunkt….“
Wie schafft man es hier, kursiv zu schreiben?
Martin meint
In China werden in zwei bis drei Jahren nur noch E-Autos verkauft; Ausnahmen werden die Regel bestätigen.
ID.alist meint
Dabei beeinflusste der Zeitpunkt des chinesischen Neujahrs die Verkaufszahlen.
Letztes Jahr war es in der erste Februarhälfte und dieses Jahr in der zweite Februarhälfte, jeweils 12 Tage im Februar. Klingt eher unglaubwürdig, vor allem, weil es den NEVs besonders getroffen hat.
Ich schätze die NEVs sind nicht mehr ganz so attraktiv ohne die Staatliche Förderung.
David meint
Das kennen wir ja von Tesla, wo auch jedes Jahr das Weihnachtsfest recht überraschend kam…
Thomas meint
In China gibt es natürlich den klassischen Effekt, dass kurz vor einer Änderung der Förderbedingungen mehr Fahrzeuge verkauft werden, und kurz danach weniger. Das ist finanziell logisch und nachvollziehbar.
Dass NEVs nicht unattraktiver geworden sind, sondern sich nur der Kaufzeitpunkt verschoben hat, sieht man daran, dass die Verbrenner-Verkäufe in China weiter stetig zurückgehen. Wenn die NEV-Verkäufe in den nächsten Monaten sich wieder normalisieren, geht der Verbrenner-Anteil an den Neuwagenverkäufen weiter zurück.
Mäx meint
Jop, der NEV Anteil ist nämlich gestiegen.
Also die Verkäufe der NEV sind zwar rückläufig, aber die der nicht NEV ebenfalls bzw. sogar stärker.
Und auf den Anteil kommt es letztendlich an, und nicht auf absolute Zahlen.