Honda und der Elektronik-Riese Sony wollten demnächst gemeinsam zwei Elektroautos einführen, die besonders großen Fokus auf das Infotainment im Innenraum legen. Dazu haben sie das Tochterunternehmen Sony Honda Mobility (SHM) und die Marke Afeela gegründet. Die Produktion in den USA sollte zunächst den dortigen Markt bedienen, später wollte man auch international expandieren. Doch die angekündigten ersten Modelle – eine Limousine und ein SUV – wurden nun abgesagt. Ob das das Ende des gesamten Projekts bedeutet, ist offen.
Nach der Einführung in den USA sollten die Elektroautos von Honda und Sony nach Japan kommen. Der Europastart des ersten Afeela-Modells war noch nicht offiziell bestätigt worden. Das gilt auch für den Afeela 2 und ein laut Berichten geplantes Kompaktmodell.
Sony Honda Mobility gab nun bekannt, die Entwicklung und Markteinführung des ersten Modells, des Afeela 1, sowie des zweiten, sich noch in der Entwicklung befindlichen Modells einzustellen. Die Entscheidung sei nach Gesprächen zwischen den Muttergesellschaften Sony und Honda gefallen.
Die Unternehmen erklären: „Seit seiner Gründung im September 2022 hat sich SHM zum Ziel gesetzt, Mobilitätsprodukte mit hohem Mehrwert zu entwickeln und zu vertreiben sowie mobilitätsbezogene Dienstleistungen anzubieten, indem die Technologien, das Fachwissen und die Entwicklungskapazitäten von Sony und Honda gebündelt werden. Aufgrund der von Honda am 12. März 2026 angekündigten Neubewertung seiner Strategie zur Elektrifizierung von Automobilen wird SHM jedoch nicht in der Lage sein, bestimmte Technologien und Vermögenswerte zu nutzen, deren Bereitstellung durch Honda zum Zeitpunkt der ursprünglichen Geschäftsplanung von SHM vorgesehen war. Angesichts dieser Änderung ist SHM zu dem Schluss gekommen, dass es keinen realistischen Weg gibt, die Modelle wie ursprünglich geplant auf den Markt zu bringen.“
Infolge dieser Entscheidung werde SHM den derzeitigen Inhabern von Reservierungen für den Afeela 1 in Kalifornien, USA, die erhaltenen Reservierungsgebühren zurückerstatten. SHM werde die Gespräche mit Sony und Honda über seine zukünftigen Geschäftspläne fortsetzen. Hintergrund ist die nicht wie erwartet schnell zunehmende Nachfrage nach mit Strom betriebenen Autos. Zuvor hatte der japanische Autobauer bereits Pläne für neue Elektroautos der Marke Honda mit Produktion in den USA verworfen.


Mary Schmitt meint
Ist mir immer noch schleierhaft, was die japanischen Hersteller machen. Keiner hat in irgendeiner Weise Lust an der Elektromobilität. Das beginnt schon beim Motorrad. Honda hat das Kult-Moped Super Cub und seit 2015 ein Patent auf eine elektrische Version mit wechselbaren Akku. Bis heute gibt es die nicht. Dabei wäre das Modell mit seinem Pressrahmen ideal dafür.
Wasco meint
Alles was Honda hat ist der Prologue der einigermaßen läuft. Der Accura RSX wurde eingestellt. Der e:Ny1 liegt in China und Europa bei insgesamt 1k Einheiten monatlich. Der Honda N-One e auch so in Japan.
Die Saloon Modelle und der Acura ASX und nun die Afeela Modelle abgeblasen.
Honda tut sich schwer mit BEV, wie Anfangs Toyota. Bei Toyota wird aber besser.
Wasco meint
Schade. Das erste Konzept von Sony hatte mir aber besser gefallen optisch.
Das zweite Afeela 1 nicht so. Der Name ist auch etwas komisch.
Besser-BEV-Wisser meint
Honda ist quasi Pleite.
(E-)Auto Anläufe sind nicht mehr stemmbar für die Firma. Schon gar nicht wenn das Auto schon vor dem Start technische Daten eines Auslaufmodells ausweißt.
Der Japanische Staat hält Honda noch am Leben.
THeRacer meint
… wenigstens sehen sie ein, daß sie den Anschluss eh verloren haben. Tschüss Honda …