Sony und Honda bauen mit der neuen Marke Afeela gemeinsam Elektroautos. Im Rahmen der Messe CES in Las Vegas wurde ein Update zum aktuellen Stand des Projekts gegeben. Gezeigt wurden Bilder des Erstlingswerks Afeela 1 im Limousinen-Format sowie ein Ausblick auf ein SUV als zweites Modell.
Das für 2028 angekündigte SUV soll „auf dem Kernkonzept des Afeela 1 aufbauen”, der gerade in Hondas Werk im US-Bundesstaat Ohio in Produktion gegangen ist und ab diesem Jahr ausgeliefert werden soll. Die zweite Baureihe soll „größere räumliche Flexibilität und Zugänglichkeit” als die Limousine bieten, um den Zielmarkt der Marke zu erweitern.
Afeela hatte schon vor drei Jahren auf der CES seine Pläne für ein SUV-Modell verkündet, dazu wurde das Konzept Vision S 02 vorgestellt. Der nun präsentierte neue Prototyp ist konzeptionell ähnlich, unterscheidet sich optisch jedoch deutlich. Die Weiterentwicklung scheint wie eine erhöhte Version der Limousine, die geneigte Heckdachlinie des Crossovers sorgt für einen Coupé-Look.
Details zu dem geplanten zweiten Afeela sind noch rar, aber er scheint eine sehr ähnliche Grundfläche wie der Afeela 1 zu haben. Die Limousine ist knapp unter fünf Meter lang und hat einen Radstand von etwas mehr als drei Metern. Die technische Basis für den Afeela 2 dürfte der Afeela 1 stellen, der von zwei 180-kW-Motoren (2 × 245 PS) angetrieben wird. Die 91-kWh-Fahrbatterie soll eine Reichweite von noch geschätzten 300 Meilen (482 km) nach der eher realistischen US-Norm EPA bieten. Aufgeladen wird mit bis zu 150 kW.
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Der Afeela 1 ist mit 40 Sensoren ausgestattet, Kameras, Lidar, Radar und Ultraschall. Die Kontrolleinheit, die die Daten der Sensoren verarbeitet, hat eine Rechenleistung von 800 TOPS und verwendet KI-Algorithmen, um Fahrern ADAS-Fahrunterstützung zu liefern. Die Darstellungen auf den großflächigen Displays im Cockpit werden mithilfe der Unreal Engine realisiert. Fahrer sollen über den Afeela Personal Agent mit ihrem Fahrzeug kommunizieren können. Der Innenraum ist für Entertainment optimiert. In der Signature-Edition können auch die Passagiere im Fond das System auf eigenen Bildschirmen nutzen.
Der Afeela 1 kostet in den USA ab 89.900 US-Dollar vor Steuern (ca. 76.700 Euro). Der Kaufpreis enthält ein dreijähriges Abo für verschiedene Fahrzeugfunktionen. Nach der Einführung in den USA soll das erste Elektroauto von Honda und Sony nach Japan kommen. Der Europastart bleibt abzuwarten, das gilt auch für den Afeela 2 und ein laut Berichten geplantes Kompaktmodell.











Gernot meint
150 kW Ladeleistung für ein Auto, das 2026 auf den Markt kommt und ab 90.000 USD kostet. Sony kann vielleicht ein hübsches Entertainment-System in das Auto integrieren, aber der Kern dieses Elektroautos ist völlig veralteter Schrott.
Calimator meint
Es ist erschreckend was Japan heute in der E-Mobilität abliefert, wenn man bedenkt, dass sie vor 10 Jahren mit dem Nissan Leaf mal eines der besten E-Autos auf dem Markt hatten. Der Afela war bei seiner Ankündigung vielleicht noch konkurenzfähig wirkt jetzt aber schon leicht angestaubt und kann seinen Preis nicht mehr rechtfertigen. Toyota glänzt mit einer kleinen E-Auto-Palette die bei Tests einen viel zu hohen Verbrauch und kaum Reichweite aufweist, Mazda hat mit einem „umgelabelten“ China-Stromer ledigleich eine Verlegenheitslösung und Honda einen ansehnlichen aber total überteuerten Kleinwagen. Mitsubishi und Subaru sind gefühlt total blank.
Wolfgang meint
Das Konzept, der Preis, die Reichweite, die Ladeleistung sind ungefähr wie das erste model S von Tesla. Also so wie 2012. Wir haben aber 2026. Vielleicht sollten die Japaner mal ihre Elektrostrategie den heutigen Verhältnissen anpassen und nicht zu sehr in der Vergangenheit herum irren.
M. meint
Ich bin nicht sicher, dass sich der Start der Produktion bei diesem Preis und diesen Daten lohnt, und das auch noch in dem Land, wo Benzin und Diesel fließen.
Aber lassen wir uns überraschen.