Der Seltos, das nach dem Sportage weltweit zweitmeistverkaufte Kia-Modell, kommt in der grundlegend weiterentwickelten zweiten Generation jetzt auch nach Europa. Damit erweitert die südkoreanische Marke ihre hiesige Modellpalette um einen markanten, robust auftretenden SUV, der mit seiner Länge von 4,43 Metern zwischen dem Crossover XCeed und dem Kompakt-SUV Sportage angesiedelt ist.
Der Seltos wird zur Markteinführung ab 34.190 Euro mit einem 132 kW (180 PS) starken 1,6-Liter-Turbobenziner angeboten und kann wahlweise mit Front- oder Allradantrieb sowie Sechsgang-Schaltgetriebe (nur bei Frontantrieb) oder Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) bestellt werden. Ende des Jahres soll die Antriebspalette noch um eine „innovative Hybridvariante“ erweitert werden.
Der Ende 2026 folgende Seltos Hybrid soll mit Front- und Allradantrieb erhältlich sein. Als erster Kia wird er mit dem neuen e-AWD-System des Mutterkonzerns Hyundai Motor Group, ausgestattet. Bei diesem Allradsystem werden die Hinterräder von einem Elektromotor angetrieben, was eine besonders präzise Drehmomentverteilung, eine optimierte Traktion und eine höhere Stabilität ermöglichen soll. Außerdem wird die elektrifizierte Variante des SUVs als erstes Hybridmodell der Hyundai Motor Group über die „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L) verfügen und daher mit einer 230-Volt-Steckdose erhältlich sein.
Trotz seiner kompakten äußeren Abmessungen biete der Seltos allen Insassen bequeme Plätze und dazu 536 Liter Gepäckraumvolumen – „ein Spitzenwert in diesem Segment“, wirbt der Hersteller. „Außergewöhnlich sind auch die umfassende Konnektivität sowie das hohe Ausstattungsniveau.“ Zum Serienumfang gehören zum Beispiel 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz, ein Panoramadisplay mit volldigitalem Kombiinstrument und eine breite Palette aktueller Assistenzsysteme.
Durch E-Modelle inspiriertes Design
Das auf dem Kia-Ansatz „Opposites United“ (Vereinte Gegensätze) basierende Design des Seltos soll das klassische Auftreten moderner Verbrenner-SUVs mit der Designsprache der Marke für Elektroautos verbinden. Charakteristische Elemente des Frontdesigns sind das LED-Tagfahrlicht in der Kia-typischen, an Sternbild-Darstellungen angelehnten „Star Map“-Grafik und der klassische, gitterförmig gestaltete Kühlergrill in Hochglanzschwarz.
Das moderne Interieur sei maßgeblich durch das Innendesign der Kia-Elektromodelle geprägt, so die Südkoreaner. Es biete sowohl Fahrer und Beifahrer als auch den Fondpassagieren großzügige Kopf- und Beinfreiheit. Die offen und funktionell gestaltete Mittelkonsole unterstreiche „die stilvolle Hightech-Anmutung des Innenraums“, zu der auch die Ambientebeleuchtung (64 Farben, ausstattungsabhängig) beitragen soll, die sich an Mittelkonsole und Armaturenbrett entlang bis in die Innenseiten der Türen zieht.
„Für eine besonders offene, luftige Atmosphäre sorgt das optional erhältlich Panorama-Glasschiebedach, das hinsichtlich Größe und Funktionalität in diesem Segment seinesgleichen sucht“, heißt es weiter. Den Sitzkomfort erhöhen unter anderem ein „Premium-Relaxation“-Fahrersitz (ausstattungsabhängig) und die serienmäßig neigungsverstellbare Rückbanklehne. Durch das Umklappen der Lehne lässt sich das Gepäckraumvolumen von 536 Litern (bis Fensterhöhe) auf bis zu 1511 Liter vergrößern (bis Dachhöhe). Die vielseitige Nutzbarkeit des beleuchteten Gepäckabteils gewährleisten serienmäßig ein höhenverstellbarer Boden, eine Skidurchreiche, Gepäcknetzösen und das Befestigungssystem Kia AddGear.
Benutzerfreundliches Infotainmentsystem
Im Cockpit erstreckt sich das breite Panoramadisplay mit den beiden 31,2-cm-Bildschirmen (12,3 Zoll) des digitalen Kombiinstruments und des Infotainmentsystems sowie dem Display zur Einstellung der Klimatisierung bis weit in die Fahrzeugmitte. Dadurch hat auch der Beifahrer bequemen Zugriff auf den Touchscreen des „Connected Car Navigation Cockpit“ (ccNC), der jüngsten Generation des Kia-Navigations- und Infotainmentsystems. Das System gehört ab Ausführung Spirit zur Serienausstattung und ist für den Seltos Vision optional erhältlich.
Standardmäßig verfügt die Basisversion über eine neue „Lite“-Variante des Systems. Sie hat das gleiche Display-Layout und besitzt viele Kernfunktionen des ccNC, unterscheidet sich aber unter anderem durch die fehlende fahrzeugeigene Navigation. Durch Apps wie Google Maps kann sich der Fahrer über die kabellose Smartphone-Integration dennoch eine Routen-Navigation auf dem Infotainmentdisplay des ccNC Lite anzeigen lassen.
Das ccNC und das ccNC Lite sind mit den Online-Diensten Kia Connect kombiniert. Deren Angebote sind in Form von „Standard“- und „Premium“-Paketen sowie Upgrades kostenpflichtig im Kia Connect Store erhältlich, zum Teil mit kostenlosen Testzeiträumen. Sie beinhalten je nach ccNC-Variante und gewähltem Paket beziehungsweise Upgrade On-Board-Funktionen wie KI-Assistent, Online-Navigation, In-Car-Payment, Musik- und Videostreaming, WiFi-Hotspot, individuelle Display-Themen, Play.Works-Spiele und Arcade-Games.
Hinzu kommen App-Funktionen zum Datenaustausch mit dem Fahrzeug und zur Fernbedienung von Fahrzeugfunktionen. Over-the-Air-Updates (OTA) der Fahrzeug- und Infotainmentsoftware, mit denen sich der Seltos auf dem neuesten Stand halten lässt, sind Bestandteil des Basispakets Kia Connect „Standard“, das für sieben Jahre kostenlos genutzt werden kann.
Der Seltos wurde laut dem Hersteller in Zusammenarbeit der Forschungs- und Entwicklungszentren in Korea und Europa entwickelt und soll ein ausgewogenes und berechenbares Fahrverhalten zeigen, das Komfort-Orientierung und Dynamik miteinander verbindet. „Während die Fronttriebler aus der koreanischen Entwicklung stammen, wurden die Allradmodelle – bei denen es darum ging, trotz des zusätzlichen Gewichts einen einheitlichen Charakter zu bewahren – hauptsächlich vom Hyundai Motor Europe Technical Centre (HMETC) in Rüsselsheim abgestimmt“, betont Kia.






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