Škodas neues großes Elektro-SUV Peaq legte bei einem Rekordversuch 936 Kilometer ohne Nachladen zurück. Die Fahrt fand mit einem Serienmodell statt und stand unter Aufsicht des TÜV Süd als Zertifizierungsunternehmen, unterstreicht der Hersteller. Ausgangspunkt war der Firmensitz im tschechischen Mladá Boleslav, das Ziel lag im niederländischen Badeort Zandvoort.
Die Version Peaq 90 verfügt über eine 91-kWh-Antriebsbatterie mit 86 kWh Nettokapazität, 210 kW/286 Leistung und Hinterradantrieb. Für die Fahrt waren 19-Zoll-Räder mit serienmäßigen Reifen mit geringem Rollwiderstand montiert. Die Peaq-Modellreihe erreicht einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,249. Der durchschnittliche Energieverbrauch während der 936 Kilometer betrug den Angaben zufolge 9,2 kWh/100 km.
Der Peaq ist das größte und geräumigste SUV im Portfolio der Volkswagen-Tochter. Für die bei der Rekordfahrt eingesetzte Version wird eine homologierte WLTP-Reichweite von bis zu 647 Kilometern angegeben. Die beim Versuch erzielten 936 Kilometer lagen 289 Kilometer beziehungsweise nahezu 45 Prozent darüber. Damit sei ein Reichweitenrekord für siebensitzige Elektro-SUV aufgestellt worden, heißt es.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„Das Ziel war es, zu zeigen, was die Technologie leisten kann, wenn sie bis an ihre Grenzen gebracht wird. Um die Reichweite zu maximieren, haben wir die am besten geeignete Route ausgewählt und natürlich unseren Fahrstil entsprechend angepasst“, so Jakub Krs, einer der Fahrer auf der Rekordfahrt und verantwortlich für die Hochspannungs-Batteriestrategie bei Škoda Auto.„Im Alltagsbetrieb werden die Kunden das Auto wahrscheinlich nicht auf diese Weise fahren. Stattdessen werden sie alles nutzen, was der Peaq in Sachen Fahrdynamik, Infotainment und Komfort zu bieten hat“, fügt der zweite Fahrer Marek Jež, Leiter der Modellreihe Peaq, hinzu.
Die Fahrt begann am Dienstag, 25. August, um 12 Uhr am Firmensitz in Mladá Boleslav. Auf dem Weg durch Deutschland gab es Pausen für Fahrerwechsel, Erholung und Essen. Am frühen Mittwochmorgen erreichte die Crew die Niederlande und beendete die Fahrt am Nachmittag in Zandvoort. Die Antriebsbatterie wurde während der gesamten Strecke nicht nachgeladen.

mipu meint
Absolut sinnfreies Hypermiling. Bei 18 Stunden Fahrzeit (Rest Pause, Erholung, etc) kommt man auf 50 km/h Durchschnitt. Bei der Geschwindigkeit komme ich mit meinem G6 vermutlich auch 700 km oder weiter. Warum sollte man das tun? Wenn ich doch eh vorhabe, Pausen zu machen, einen Fahrerwechsel, Erholung, Essen, Schlafen …. Die Strecke mach ich mit zwei Pausen, jeweils 20 – 25 Minuten, wenn ich den Akku auf 100% bringen will (sonst kürzer).Plane ich mit Übernachtung, schaue ich nach einem Schlafplatz mit AC-Möglichkeit … Aber ja, unser DaVWid bekommt vermutlich eine Nervenüberreizung und wird die Effizienz des Peaq über alles in der Welt loben …
Stefan meint
Der Routenplaner schlägt für die Strecke etwa 905 km in ca. 9 h Nettofahrzeit vor.
Laut Text waren es am Ende mit mehreren Pausen mehr als 24 h bei einem Durchschnittstempo von um die 50 km/h größtenteils auf der Landstraße.
rr meint
da steht „früher Mittwoch Morgen“, also würde ich sagen zwischen 0-8 Uhr -> damit kommen wir im Idealfall auf 12h, im WorstCase auf 20h Fahrt.
auf die 9h kommen locker mal 3x Essenspause (Frühstück, Mittag, Abend) mit sicher jeweils 1h.
Klar, hier wurde vermutlich Landstraße gefahren, aber allein dass es geht ist genial.
Besser-BEV-Wisser meint
Solche Rekordfahrten sind im Zweifel kontraproduktiv für die e-Mobilität und für das konkrete Produkt.
Die Zahlen wecken Erwartungshaltungen die nicht erfüllbar sind.
Viele Lesen dann nur „>900 Km Rekord, >600 km im WLTP“ und schließen dann daraus das sie 500 oder 600 km oder mehr am Stück im Alltag fahren können.
Dann wundern sie sich wenn es nur 400 (oder weniger bei schlechten Bedingungen) auf der Autobahn sind. Und schimpfen dann auf die E-Auto-Reichweitenangaben.
F. K. Fast meint
Nun, mit einem 6 Jahre alten 231-WLTP-km-Auto schaffen wir im Sommer-Alltag auch 250km ohne dass der Akku dann schon leer wäre. Hinweis: Alltag heisst bei uns keine Autobahn
Aber du hast recht, wer dann denkt, er könne 130km/h auf der Autobahn fahren, vor allem mit so einer Schrankwand, wird enttäuscht werden. Damit wird er aber auch den WLTP-Verbrauch von Verbrennern oder Hybriden nicht erreichen.
Paul meint
Mein Beileid.