Die drei Jahre junge saudi-arabische Automarke Ceer hat mit „Exobot“ ihre ersten Fahrzeuge vorgestellt. Zum Auftakt umfasst die Baureihe eine große Elektro-Limousine und ein Elektro-SUV. Der Verkauf in Saudi-Arabien soll Anfang 2027 beginnen. Beide E-Autos werden im Ceer Manufacturing Complex in der King Abdullah Economic City produziert. Ceer wurde 2022 als Gemeinschaftsunternehmen des staatlichen Public Investment Fund (PIF) und des taiwanischen Elektronikkonzerns Foxconn gegründet.
Für die zum Marktstart vorgesehene Exobot First Edition nennt Ceer einen elektrischen Allradantrieb mit drei Motoren, 625 kW beziehungsweise 850 PS und 1000 Nm Drehmoment. Die Limousine soll in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und Tempo 250 erreichen. Das SUV sprintet in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 und weiter bis 210 km/h. Die höchste Ausbaustufe der Baureihe soll bis zu 817 kW/1111 PS und 1500 Nm bieten.
Beide First-Edition-Varianten erhalten laut Ceer eine 112-kWh-Batterie mit NCM-Zellchemie (Nickel-Mangan-Cobalt) und eine 800-Volt-Architektur. Für die Limousine nennt der Hersteller bis zu 670 Kilometer Reichweite, für das SUV bis zu 560 Kilometer. Die Werte basieren allerdings auf dem NEDC-Prüfverfahren und sind daher nicht unmittelbar mit den in der EU üblichen, realistischeren WLTP-Angaben vergleichbar. Der Gleichstrom-Ladevorgang (DC) von zehn auf 80 Prozent soll weniger als 30 Minuten dauern. Eine maximale Ladeleistung nennt Ceer bislang nicht.
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Mit 5,26 Metern Länge, 2,10 Metern Breite und 3,20 Metern Radstand ist die Exobot-Limousine im Oberklasseformat angesiedelt. Das SUV misst nach Herstellerangaben 5,02 Meter in der Länge und ebenfalls rund 2,10 Meter in der Breite. Zu den angekündigten technischen Merkmalen zählen Steer-by-Wire, Hinterachslenkung, adaptive Zweikammer-Luftfederung sowie ein 48 Zoll breites, gebogenes Display. Auffällig sind außerdem die nach oben öffnenden Türen. Ceer verzichtet dabei auf eine klassische B-Säule zwischen Vorder- und Hintertür.
Ceer ist Teil des saudischen Vorhabens, eine eigene automobile Wertschöpfung aufzubauen. Foxconn liefert laut Medien die elektrische Architektur, während BMW Technologie beisteuert. Zudem sollen namhafte Zulieferer involviert sein. Ceer plant bis 2030 insgesamt sieben Modelle, auch kompakte und mittelgroße Autos, und will neben reinen Stromern zudem Plug-in-Hybrid- und Verbrenner-Technik nutzen.
Für Deutschland und die übrige EU ist bislang kein Verkaufsstart des Exobot bestätigt. Ceer will nach Angaben von CEO Jim DeLuca zunächst ab 2028 in weitere Märkte der Region sowie anschließend in den Nahen Osten und nach Nordafrika expandieren.
Künftige Volumenmodelle sollen für internationale regulatorische Anforderungen ausgelegt werden. „Wir wollen sicherstellen, dass wir sehr methodisch vorgehen“, sagte CEO Jim DeLuca der Nachrichtenagentur Reuters. „Ein einziger Fehler reicht schon aus, um ein Start-up zu ruinieren.“



















MainTower meint
Jetzt auch eine Marke aus Saudi Arabien. Das kostet Tesla weitere Marktanteile im Nahen Osten.
Anti-Brumm meint
Wenn jetzt selbst die Saudis Elektroautos bauen, wird es eng für unsere Benzinbrüder und Gasschwestern :-)