Renault hat auf dem diesjährigen Pariser Autosalon die neue Topversion seines kompakten Elektroautos ZOE vorgestellt, die 400 Norm-Kilometer mit einer Batterieladung verspricht. Etwas untergegangen ist dadurch die spektakuläre Stromer-Studie Trezor, die in Form eines sportlich-flachen Gran Turismo einen Ausblick auf das zukünftige Design der Marke gibt.
„Renault bietet eine vollständig erneuerte und deutlich erweiterte Fahrzeugpalette, bei der sich jedes Modell durch seinen eigenständigen Charakter auszeichnet”, erklärte Laurens van den Acker, Senior Vice President of Corporate Design bei Renault. „Mit dem Trezor setzen wir die konsequente Weiterentwicklung fort und starten gleichzeitig ein neues Kapitel im Lebenszyklus. Die neue Studie ermöglicht einen Ausblick darauf, wie die zukünftigen Renault Fahrzeuge aussehen könnten. Als Fazit könnte man es French Design vereint mit dem Motto ‚Easy Life‘ nennen”, so van den Acker weiter.
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Bei einer Gesamtlänge von 4,700 Millimetern bietet der sportliche Elektro-Zweisitzer mit einem Radstand von 2,776 Millimetern viel Platz im Innenraum. Die großzügige Spurbreite – vorne 2,048 Millimeter, hinten 2,106 Millimeter – und die niedrige Gesamthöhe von gerade einmal 1,080 Millimetern sollen auf den sportlichen Anspruch der Studie verweisen. Der tiefe Schwerpunkt und die geringe Bodenfreiheit sorgen dabei für neutrales und sicheres Fahrverhalten. Die straffe GT-Silhouette des Trezor trägt Renault zufolge entscheidend zur „exzellenten Aerodynamik“ des Konzeptautos bei. Der Widerstandsbeiwert beträgt demnach lediglich 0,22 Cx.
Der Zugang zum Innenraum des Renault Trezor gestaltet sich spektakulär: Fahrzeugdach, Panoramascheibe und die Motorhaube schwingen gemeinsam elektrohydraulisch nach oben. Die niedrige Fahrzeughöhe erlaubt den Verzicht auf Türausschnitte – Fahrer und Beifahrer gelangen über die Seitenflanken in das Elektrofahrzeug. Den Einstieg erleichtern dabei die automatisch zurückschwenkenden Kopfstützen.
Blickfang im komplett in rotem Leder gehaltenen Inneren ist die weit nach vorne gezogene Armaturentafel aus rotem Holz. Zusammengesetzt aus feinen Lagen Eschenholz soll der Instrumententräger die gleiche Widerstandsfähigkeit wie moderne Kompositmaterialien bieten. Das in den großzügigen Vorbau integrierte Bauteil enthält zwei Gepäckfächer, die jeweils einen maßgeschneiderten, mit Lederriemen gesicherten Reisekoffer aufnehmen.
Der Fahrer steuert den Renault Trezor über ein rechteckig geformtes Lenkrad mit drei integrierten Bildschirmen. Den zentral positionierten Rhombus flankieren zwei Touchpads, über die sich Funktionen wie Tempomat, Lautstärke und Telefonie steuern lassen. Der großformatige Bildschirm in L-Form gibt einen Ausblick auf zukünftige Anzeigetafeln der Marke. Die GT-Studie Trezor verfügt über die nächste Evolutionsstufe des Renault MULTI-SENSE Systems und bietet drei Fahrmodi: Neutral, Sport und Autonom. Damit verweist das Concept Car auch auf die „Eyes-off/Hands-off”-Technologie zukünftiger Serienmodelle, die ab 2020 in Serie kommen soll.
Der 260 kW/350 PS starke Elektromotor des Renault Trezor entwickelt ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmetern, von Null auf Hundert soll es damit in weniger als vier Sekunden gehen. Die Energie für den Elektroantrieb stammt von zwei Batterien, die jeweils über ein eigenes Kühlsystem verfügen. Je eine Batterie ist in den Vorderwagen und in das Heck integriert, was sich laut Renault positiv auf den niedrigen Schwerpunkt auswirkt. Für zusätzliche Frischluft sorgt der variable Kühllufteinlass auf der Motorhaube.
Jan meint
Wirklich beeindruckend! Sehr schick!
fvk meint
Den spektakulären Zugang hat renault bei saab abgeguckt: saab aero x. Da war der Zugang deutlich bequemer weil auch die Tür einen extra Mechanismus hatte. Auch die Optik der herumlaufenden Frontscheibe ist dort abgekupfert….