Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher warnt eindringlich vor einer von der Industrie und von Verkehrsminister Volker Wissing geforderten Lockerung der EU-Klimaauflagen für Autos und vor einer Rücknahme des „Verbrennerverbotes“.
„Sowohl die CO2-Flottengrenzwerte als auch das Zulassungsverbot für Diesel und Benziner müssen bleiben und dürfen nicht gelockert werden. Ansonsten wäre der Schaden, gerade für Deutschlands Automobilindustrie, immens“, sagte er im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).
Es sei „ein Irrsinn zu glauben, wir könnten eine Mauer um Europa bauen, E-Autos aus den USA und Asien nicht mehr reinlassen und innerhalb der Mauern unsere Diesel und Benziner abfeiern“, so Fratzscher. „Das wäre ökonomischer Selbstmord mit Ansage.“
Elektrische Autos seien auch keine Erfindung, um Deutschlands Autobauern das Leben schwer zu machen. „Der Verkehrssektor ist einer der großen CO2-Emittenten. Und E-Autos stoßen, wenn sie mit grünem Strom betankt werden, kein Klimagas aus.“ Die Entscheidung für die Elektromobilität sei längst gefallen, nicht in Brüssel oder Berlin, sondern in China, in Indien und den USA.
„Wenn Europa und Deutschland einen Sonderweg gehen wollen, wird Volkswagen noch ein Viertel, maximal ein Drittel seiner Verkaufszahlen für eine Weile retten können“, so Fratzschers Warnung. „Dann werden sie nicht drei Werke schließen und fünf Prozent ihrer Belegschaft abbauen müssen, dann müssten zwei Drittel der Mitarbeiter nach Hause geschickt werden.“
Fratzscher reagierte auf lauter werdende Rufe einiger Autohersteller und Politiker, die EU-Klimaauflagen zu lockern und zu verschieben. Das EU-weite Aus für fossil betriebene Autos sei aber „notwendig, um einen fairen Wettbewerb in Europa zu garantieren und den Unternehmen eine rechtzeitige Planung zu ermöglichen“, sagte der Ökonom. Die technologische Entwicklung gerade in China sei schon heute so weit, dass preiswerte E-Autos mit langen Reichweiten angeboten werden. Und in China sei das Fahren mit erneuerbarem Strom auch längst deutlich preiswerter als mit Sprit.
„Kurzum: Ein sauberer und preiswerter Antrieb ersetzt eine klimaschädliche und teure Technologie“, lautet Fratzschers Resümee. „Ja, der Umstieg ist ein gewaltiger Kraftakt, der Zeit benötigt, auch für den Aufbau der Ladeinfrastruktur und so weiter. Aber jede weitere Verzögerung wäre katastrophal.“
Andreas meint
„Das Ölkartell will seine selbst auferlegte Angebots-Drosselung bis September 2025 schrittweise aufheben.“ Sinkende Ölpreise voraus.
Yoshi meint
Sprit ist gerade angenehm günstig. Wenn 2027 40 cent pro Liter draufkommen: ärgerlich, aber verkraftbar.
THeRacer meint
… ja, „mit Speck fängt man Mäuse“!! ;-) Wer sich jetzt noch von der Öl-Lobby in die Verbrennerfalle locken lässt, ist ein Opfer seiner eigenen Kurzsichtigkeit und Gier/Geiz. …
Ben meint
„Sprit ist gerade angenehm günstig.“
Schön Gehirngewaschen oder massive Realitätsverweigerung ???
Hab das letzte mal 2020 Diesel für 1,35€/l getankt, seit dem wars nie wieder so „günstig“ !
brainDotExe meint
1,35€?
In 2020 habe ich für 0,98€/l Diesel getankt, das war günstig.
Yogi meint
Süß, wenn mans nicht schafft PV, Mieterstrom, Arbeitgeberstrom, auf die Reihe zu bringen….dann hat man immer ein tolles Thema, wo man am günstigsten 10mal teurer Auto fahren kann.
South meint
Ja, Sprit ist tatsächlich günstiger geworden, aber viel später günstiger geworden als Strom und das ist nicht etwa Zufall, dass hat Methode. Die Ölfirmen waren nicht umsonst lange unter den am höchsten bewerteten Aktien, denn der Markt ist nur unter wenigen Firmen aufgeteilt und die Schröpfen ihre Kundschaft gerne.
Ich habe ne Flatrate von 25,4ct, was selbst ohne PV so 5Eur auf 100km bedeutet und zwar im Jahresschnitt. Also selbst bei den aktuell günstigen Spritpreisen, welche sicher nicht von Dauer sein werden, ist da E Auto deutlich vorne…
Gerry meint
Hoffentlich begreifen Hersteller und Verbrennerfahrer bald, dass es ohne Umstieg auf Emobilität düster ausschaut. Sowohl für die Hersteller als auch fürs Klima.
Und Leute der Umstieg ist denkbar einfach, probiert es aus👍.
Peter meint
Die Kundschaft begreift (und wählt), was man ihr erzählt.
Und was erzählt wird, bestimmen diejenigen, die den größten Einfluss in der sozialen, viralen und althergebrachten Medienlandschaft haben. Und den größten Einfluss haben meistens die mit dem größten Geldhaufen.
Dagobert meint
Es erheitert mich ungemein, dass immer so getan wird als könnten die Hersteller nicht wirtschaftlich Mischplattformen mit zwei (oder mehr) unterschiedlichen Antriebsarten anbieten.
Wenn ich mir anschaue was es so an erfolgreichen Mischkonzernen auf der Welt gib, soll ein Automobilkonzern daran zugrunde gehen zwei Antriebsarten anzubieten?
Sorry, ich geh kaputt vor Lachen…
MiguelS NL meint
Welcher Konzern setzt auf Mischplattform? Meiner Meinung nach setzten alle BEV-Plattformen.
Welche Platformen mit drei oder mehr Abtriebsvarianten gibt es?
eCar meint
Siehe BMW….
brainDotExe meint
Stellantis und das beste Beispiel BMW.
MiguelS NL meint
BMW setzt auf BEV-Plattform
Yoshi meint
Peinlich wenig Ahnung wie immer Miguel
MiguelS NL meint
BMWs Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“: Diese ersten 6 Modelle sind geplant…
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Mäx meint
Ja das stimmt, für die Zukunft wird auf die neue BEV Plattform gesetzt.
Auch der iX war ja rein BEV.
Aber ansonsten sind die bisherigen Fahrzeuge auf Mischplattformen.
Und auch die Neue Klasse war mal mit Option auf z.B. PHEV geplant.
Das hat sich Gerüchten nach im Verlauf der Entwicklung aber nicht durchgesetzt.
Dennoch bleiben die Mischplattformen bei BMW noch länger erhalten, bis dann alle Modelle auf BEV Plattformen stehen, oder als Verbrenner parallel geblieben sind. So z.B. der X3 der auf der Mischplattform Verbrenner und PHEV abbildet und auf der Neuen Klasse als Elektro entsteht.
So wird es wie nun bei Mercedes zwei Baureihen mit ähnlichen Abmessungen parallel geben.
Bin gespannt wie sich das alles entwickeln wird, aber ich denke BMW hat aktuell den besseren Weg gewählt.
Jensen meint
Kraftakte sind in der Regel ja dann von Nöten, wenn man bei einer klar definierten Aufgabe zu lange gewartet hat (mit Absicht oder gar aus Unkenntnis spielt dabei keine Rolle) und eben dann gewisse Dinge mit größeren Aufwand in einer kürzeren Zeit erledigen muß. Hat man natürlich parallel einen bisher gewinnbringenden Klotz am Bein, der sich langsam aber sicher lösen wird und nicht den nötigen Willen und die (finanzielle) Kraft einen echten Kraftakt hinzulegen, kann man eben nicht davon ausgehen auf der Gewinnerstraße zu sein. Es kann und darf nicht Aufgabe der Allgemeinheit sein, mit allgemeinem Steuergeld offensichtlich beratungsresistente Unternehmen mit riesigen Apparaten am Netz zu halten. Wenn das Unternehmen x in einem umfangreichen Vertragswerk zusichert, sich sofort, wenn eben auch verspätetet auf den richtigen Weg zu machen, können gerne allgemeine Steuergelder der Bürger für eben genau diesen Steuervorgang eingesetzt werden. Wenn aber die gesamte Ausgestaltung irgendwelcher Förderprogramme darauf mit abzielt, dass die alten, verbrennenden Geschäftsmodelle so lange als irgendmöglich weiterlaufen können, ist das Ganze eine Farce. Um die ggf. entfallenden aktuellen Beschäftigungszahlen würde ich mir im Gesamtbild weniger Sorgen. Das sind weitgehend gut ausgebildete Menschen, die es verstehen Hand und Hirn einzusetzen. Es gibt eine große Nachfrage nach engagierten Menschen in allen möglichen Branchen und mit ein wenig Flexibilität sind die Lebensläiufe nach Ende einer Tätigkeit bei einem Arbeitgeber auch nicht zu Ende geschrieben. Der Hauptkraftakt dürfte bei den Unternehmen ohnehin sein, die vorhandenen Kräte in die richtige Richtung zu lenken. Und Aufgabe der Politik muß es eben auch sein, klare Absagen zu erteilen, wenn jemand nicht mitspielen will. Der Unternehmer hat die Aufgabe zuerst alle Möglichkeiten im eigenen Haus auszuschöpfen, um weiterhin unternehmerisch tätig sein zu können. Ein sofortiger Stopp von Dividendenzahlungen wäre bei Schieflage doch z.B. ein lobenswerter Anfang.
Jörg2 meint
„Umstellung“ betrifft die, die aktuell woanders stehen:
Alte-OEM = stehen irgendwelche 80..90% im alten Verbrennermarkt (inkl. ihrer Vorketten)
Nur-BEV-Hersteller = die stehen bereits zu 100% an der richtige Stelle
Es würde mich wundern, wenn sich „von der Handweberei zum Webstuhl“, „vom Großsegler zum Dampfer“, „von der Pferdekutsche zum Auto“, „vom Schnurtelefon zum Smartphone“… nicht auch in der Automobilindustrie wiederholen sollte. Technologiewechsel führt in der Regel auch zum Austausch der marktbestimmenden Unternehmen.
Yoshi meint
Warum geht dann ein „nur-Bev“ OEM wie Xpeng den Weg zum hybrid?
Jörg2 meint
Yoshi
Es wäre mir neu, dass Entwicklungen zwingend geradlinien laufen.
Du scheinst das zu unterstellen (?).
Yoshi meint
Nein, ich Frage nur, warum Xpeng, die ja deiner Aussage nach zu 100% an der richtigen Stelle stehen, diese nun für eine schlechtere Stelle verlassen wollen?
Jörg2 meint
Yoshi
Wenn Du akzeptierst, dass Entwicklungen nicht zwingend geradlinig verlaufen, dann ist Dir sicherlich auch klar, dass Deine Fragestellung (zumal an mich, Du müsstest schon XPeng fragen) überflüssig ist.
Jeff Healey meint
Weil es in China auch die Ängstlichen gibt, und das Hybrid Vehikel eine für sie eine auf den ersten Blick gute Zwischenlösung ist.
Ein eigentlich unnötiger, und auch zu teurer Umweg zum BEV.
Yoshi meint
Oder: weil man auf dem Papier seine co2-Emissionen senken und gleichzeitig günstige Autos anbieten kann. In China wird der Hybrid wohl kein Umweg zum Bev, sondern er wird sich langfristig etablieren.
MichaelEV meint
„auf dem Papier“ zählt nicht mehr. Speziell für China ist Ziel sich von externer Abhängigkeit beim Erdöl zu lösen, also interessiert auch China „auf dem Papier“ nicht mal ansatzweise, sondern das tatsächliche Ergebnis.
Jörg2 meint
„In China wird der Hybrid wohl kein Umweg zum Bev, sondern er wird sich langfristig etablieren.“
Das vermute ich nicht.
Die Energiekosten, sprich: Tanken vs. Laden, liegen in China bei fast 10:1.
Die Neuanmeldung von nicht komplett abgasfreien Fahrzeugen ist limitiert.
Für die Überwindung großer Inlandsdistanzen (von gut ladetechnischen versorgten Ballungsgebiet zum gut ladetechnisch versorgten Ballungsgebiet) werden zwei Varianten angeboten: die übliche Laderei (benötigt starke Netzanbindung am Ladeort) und die Wechselakkutechnik (für Ladegebite mit schwacher Netzleistung und/oder unzuverlässiger Netzversorgung).
Mit zunehmender Ladenetzabdeckung geht das Geschäftsmodell „Hybrid“ in China wohl unter. Europa kann dann die Restrampe abgeben.
Yoshi meint
China will Weltmarktführer werden.
Welcher Antrieb ist denen scheißegal
Elvenpath meint
Ach Yoshi, nicht immer so eindimensional denken!
Wenn ein Markt da ist, wo man was verdienen kann, werden gerne mal entsprechende Produkte angeboten, auch wenn das Hauptaugenmerk woanders liegt.
stdwanze meint
Weil das der VW Deal ist. Man bekommt Hybridtechnik, VW endlich eine konkurrenzfähige Plattform in China.
Dagobert meint
„von der Handweberei zum Webstuhl“, „vom Großsegler zum Dampfer“, „von der Pferdekutsche zum Auto“, „vom Schnurtelefon zum Smartphone“ waren alles völlig natürliche Entwicklungen aufgrund technologischen Fortschritts. Wenn das mit Handfesten Vorteilen im Alltag einhergeht ist der Kunde sogar bereit tiefer in die Tasche zu greifen wie man z.B. an „von der Handwäsche zur Waschmaschine“ sieht.
Wir hatten so eine natürliche Entwicklung bei der Antriebstechnologie von PKW übrigens schon mal um 1900: „vom BEV zum Verbrenner“.
Ich würde was aktuell passiert sogar als „nie dagewesenen staatlichen Eingriff in die technologische Entwicklung von Konsumgütern“ betrachten. Man wird sehen ob es am Ende von Erfolg gekrönt sein wird.
Andi EE meint
@Dagobert
„Ich würde was aktuell passiert sogar als „nie dagewesenen staatlichen Eingriff in die technologische Entwicklung von Konsumgütern“ betrachten. Man wird sehen ob es am Ende von Erfolg gekrönt sein wird.“
Aber ganz bestimmt wird das von Erfolg gekrönt sein. Was wird alles vermieden …
– gewaltiger Klimaschaden
– krebserregenden Schadstoffe
– unnötiger Lärm
– Treibstoff muss nicht importiert werden / Energieabhängigkeit von problematischen Staaten gibt es nicht mehr
– Kriege zur Ressourcensicherung werden vermieden
– mit dem Erdöl wird eine endliche Ressource in unverantwortlicher Weise geplündert
– Verbrennen des wahrscheunlich wichtigsten Rohstoffs der Industrie, ist eine selten dämliche Idee, mit was bitte wollen wir all die Kunststoffe ersetzen?
– Wechsel zu erneuerbaren Energien bringt uns die Energieautarkie. Wir generieren bei uns Arbeitsplätze, die Wertschöpfung bleibt im Land.
– Arbeitsplätze wandern zu nachhaltigen Unternehmen
– Robotik kann und mit elektrischer Energie ungeahnten Produktionszuwachs und somit viel mehr Wohlstand bringen.
Jeff Healey meint
Richtig.
Aber so weit denken die meisten Menschen leider nicht.
Allein die Unabhängigkeit von Erdöl würde wie viele Milliarden Euro jährlich sparen? Und das ist nur einer von Dutzenden ökonomischen und ökologischen Vorteile der E-Mobilität und der EE.
brainDotExe meint
Ist alles irrelevant für den allgemeinen Autokäufer.
Christian meint
@Jeff: monatlich rund 60 Mrd. Euro im Jahr. Nur für Rohöl. Weiters könnte auch Benzin und Diesel importiert werden. Und alles weiterverkauft….
MichaelEV meint
Das wäre wirklich ein trauriges Zeugnis, wenn all das dem allgemeinen Autokäufer egal sein sollte. Auch sehr dumm sich einer weiteren Energieabhängigkeit zu unterwerfen, wo die Konsequenzen davon in den letzten Jahren hart zugeschlagen haben.
Aber brainDotExe scheint gerne von sich ohne Faktenbasis und unberechtigt auf alle anderen zu verallgemeinern.
Andi EE meint
@brain
„Ist alles irrelevant für den allgemeinen Autokäufer.“
ja ich weiss, es gibt extrem viel doofe Autokäufer.
vector meint
„von der Handweberei zum Webstuhl“, „vom Großsegler zum Dampfer“, „von der Pferdekutsche zum Auto“, „vom Schnurtelefon zum Smartphone“ waren alles völlig natürliche Entwicklungen aufgrund technologischen Fortschritts.
Alle diese Transformationen haben eine Sache gemeinsam. Erheblicher Energiezufuhr. Ob Webstuhl, Dampfer, Auto oder Smartphone. Alle diese Dinge erhöhten und zwar erheblich die Energiebedarf. Nach Pferd endete geschlossener Energiekreislauf vollständig. Die Kosten sind aber nicht weg, wir lebten auf Pump. Die Tilgung und Zinsen kommen gerade erstmal in CO2 Form. Das ist aber noch der Anfang.
Eichhörnchen meint
„Jede weitere Verzögerung wäre katastrophal“
Katastrophal sind:
* die hohen Ladestrompreise
* Deutsche/Europäische E-Autos sind viel zu teuer (Ausnahme Tesla)
* THG Quote von 300-400 Euro auf unter 60 Euro, wegen Betr ug bei CO2 Zertifikate Handel
* Inspektionen für E-Auto teurer als für vergleichbare Verbrenner (Ausnahme Tesla, da 0 Euro)
* zu wenig Ladesäulen, unzuverlässig, schwierig im Handling, keine Preis Displays, Ladekarten Chaos
Es ist für den Durschnitts Michel völlig uninteressant ein E-Auto zu kaufen => Shell, Petro Cina, , Saudi Aramco, Exxon, Chevron, Petrobras, VW & CO. haben gewonnen, der Planet verliert!
Jeff Healey meint
„Ja, der Umstieg ist ein gewaltiger Kraftakt, der Zeit benötigt, auch für den Aufbau der Ladeinfrastruktur und so weiter. Aber jede weitere Verzögerung wäre katastrophal.“
Ja, die Baustellen sind mannigfaltig.
Aber bitte den ersten Satz beachten, da steht was von Kraftakt.
Niemand hat gesagt der Weg wird leicht.
SEDE meint
So etwas kann nur ein Verbrennerfahrer schreiben, der keine Ahnung hat. Was sind hohe Ladestrompreise? Zu wenig Ladesäulen? Seit acht Jahren fahre ich elektrisch. In der Regel hast du eine oder zwei Ladekarten ( Regionaler Preiswerter in deiner Stadt/Land und ein Überregionalen Versorger wie EnBW oder Aral oder Shell). Was ist unzuverlässig beim Laden. In deiner Ladeapp werden die Preise immer angegeben. Daher musst du ein Oldtimer sein, der die Preise angegeben haben möchte, mit Preisschwankungen von 10-15 Cent/Tag. Wenn du an der Autobahn tankst, zahlst du für den Liter Sprit auch über zwei Euro. Warum solltest du auch nich 50-80 Cent die kWh bei Schnellladern zahlen. Nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen und ein bissl positiver durchs Leben gehen. 😁
Frank meint
Hier mal ein Kommentar aus dem Landkreis Celle: ES GIBT ZU WENIG LADESÄULEN! Und wenn, wird man daran abgezockt.
Die bloße Summe an Ladepunkten mag ausreichen. Problem: maximal inhomogen verteilt. Achtung Polemik: Es nützt nicht 50.000 HPCs an den Autobahnen zu haben, 30km abseits davon auf dem Land aber keine einzige. Der Laternenparker auf dem Land mit Mietwohnungen wird so niemals aufs E-Auto umsteigen.
Peter meint
Achtung Polemik: Selber mal informieren, statt nur zu nörgeln und nach der Aktion von Anderen zu rufen.
Das statistische Landesamt Niedersachsen berichtet über Celle: „Der Landkreis Celle umfasst 1 545 km² und liegt damit flächenmäßig an 9. Stelle der Landkreise in Niedersachsen (einschließlich der Region Hannover). Seine Einwohnerzahl ist bis Ende 2004 auf 182.737 angestiegen, damit nimmt er in diesem Vergleich den 11. Platz ein. Mit einer Einwohnerdichte von rund 118 Einw./km² gehört Celle zu den weniger dicht besiedelten Kreisen.“
118 Einwohner pro Quadratkilometer.
Ansonsten:
„Das Wohnungseigentumsgesetz WEG regelt Recht auf eigene Ladestation für E-Auto. Wohnungseigentümer und Mieter haben seit dem 1. Dezember 2020 das Recht, eine eigene Ladestation für ihr E-Auto zu installieren.“ „Auch Mieter bekommen mit der Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes und der Modernisierung des Mietrechts einen Rechtsanspruch gegen ihre/n Vermieter/in auf das Einrichten einer Ladestation (§ 554 BGB) auf eigene Kosten. Als Vermieter/in müssen Sie dann den Anspruch Ihres Mieters gegenüber Ihrer WEG durchsetzen.“
Und außerdem: „Das neue Wohnungseigentumsgesetz räumt zwar jedem einzelnen Wohnungseigentümer das Recht ein, „angemessene bauliche Veränderungen“ im Gemeinschaftseigentum zu verlangen, die dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge dienen (§ 20 Abs. 2 WEG). Dies gilt auch sogar dann, wenn es in der Wohnanlage nur Gemeinschaftsstellplätze gibt. Eigentümer haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass auch dort eine Ladevorrichtung auf ihre Kosten installiert wird.“
Insofern ist Celle offenbar ein Beispiel für schlafende Mieter und Vermieter.
ph275 meint
Wenn ich mir den besagten Landkreis Celle mal auf goingelectric.de ansehen, dann erkenne ich das es dort folgende Schnelllader gibt:
4x Aral Alpitronic HYC300 (8 Ladepunkte)
1x EWEgo Alpitronic HYC300 (2 Ladepunkte)
1x E.ON Alpitronic HYC 75 kW
1x Innogy Alpitronic HYC300 (2 Ladepunkte)
Ein Stück weiter in Ehlershausen und Papenhorst dann noch:
2x EnBW HYC300 (4 Ladepunkte)
1x Allego HYC300 (2 Ladepunkte)
Noch Fragen?
Gerade EWE Go hat kürzlich die Ladepreise ab 1.11. gesenkt.
Skodafahrer meint
2025 gilt ein neuer CO2-Flottengrenzwert.
Daher hatten einige Hersteller in diesem Jahr Rabattaktionen gerade für SUV mit Verbrenner und wenig Motivation für den Verkauf von Elektroautos.
Also wird sich der Verbrennerfreund nicht 2025 einen weiteren SUV kaufen, er ist ja schon eingedeckt.
Aber die vielen Leute die auf günstigere Elektroautos warten werden zum Teil sich eines kaufen. Und auch manche die noch nicht daran denken.
MichaelEV meint
Ein schlauer Gedanke. Die Verbrennerfreunde, die wegen Sound und Leistung dann wohl auch häufiger hochpreisig zugegriffen haben, sind größtenteils abgefrühstückt. Und der Überhang an Wartenden (bis das passende alternative Angebot da ist) wird immer größer.
Das deckt sich auch mit der Umfrage zuletzt, dass viel zu wenige Private in den nächsten 12 Monaten ihr Auto austauschen wollen.
Elvenpath meint
Diese Aussagen sollten sich auch die Konsumenten zu Herz nehmen!
Wer jetzt noch Verbrenner kauft, schadet der deutschen Autoindustrie und der deutschen Wirtschaft.
Yoshi meint
Ich glaube die deutsche Autoindustrie ist momentan dankbar für jedes verkaufte Auto mit hoher Marge. Würden sofort nur noch 100% BEVs verkauft, könnte die deutsche Autoindustrie zumachen.
Elvenpath meint
Wenn du das glaubst, ist ja gut. Aber ohne Belege glaube ich das nicht.
Kannst du irgendwelche Zahlen vorweisen, um deine Hypothese zu belegen?
Yoshi meint
Hast du denn welche?
SEDE meint
Yoshi,
Bei so Sätzen wie „Würden sofort nur noch 100% BEVs verkauft, könnte die deutsche Autoindustrie zumachen.“ versteh ich vieles nicht. Alles was SOFORT auf 100% umgestellt wird, ist dem Untergang ausgesetzt. Bist du ein schwarz/weiß Denker.
Jeff Healey meint
„Ja, der Umstieg ist ein gewaltiger Kraftakt, der Zeit benötigt, auch für den Aufbau der Ladeinfrastruktur und so weiter. Aber jede weitere Verzögerung wäre katastrophal.“
Den Mann feier ich heute.
Nichts als die Wahrheit.
Rene meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
David meint
Wieso? Er hatte keine Inflationsrisiken gesehen. Das wirst du nicht dementieren können. Damit ist noch lange nicht gesagt, dass es keine gab.
F. K. Fast meint
Das kann ich nicht verifizieren, aber hier hat er wohl recht.
Jeff Healey meint
Man kann nicht immer richtig liegen.
Aber mit den Aussagen da oben liegt er zu 100% richtig.
Elvenpath meint
Du solltest einfach mal Koinzidenz und Korrelation unterscheiden lernen! Wobei selbst die Korrelation nur gering ist.
Die Gründe für die Inflation liegen woanders.
Rene meint
Sehr geehrte Redaktion,
darf ich wissen, wer sich da mit meinem Pseudonym „Rene“ herumtummelt?