Der mithilfe des europäischen Autokonzerns Stellantis nach Übersee expandierende chinesische Elektroautobauer Leapmotor wird demnächst beim Pariser Autosalon zwei weitere Modelle präsentieren. Die Marke kündigte für die Messe die Weltpremiere des neuen B10 und das Europadebüt des C16 an.
Das Joint Venture der beiden Unternehmen mit dem Namen Leapmotor International hat im September seinen Vertriebsstart in Europa eingeläutet und die Bestellbücher geöffnet. Zunächst werden das SUV C10 ab 36.400 Euro und der Kleinstwagen T03 für mindestens 18.900 Euro angeboten.
Beim neuen B10 (Artikelbild) handelt es sich um ein SUV, von dem es bisher nur Bilder in Tarnfolie gibt. Er ist zwischen dem T03 und dem C10 angesiedelt und basiert als erstes Modell auf der neuen B-Plattform von Leapmotor. „Ausgestattet mit der innovativen LEAP 3.5-Architektur führt der B10 modernste intelligente Technologie ein, die auf eine neue Generation globaler Kundinnen und Kunden zugeschnitten ist, die nach vernetzteren, nachhaltigeren und mutigeren Fahrzeugen mit Elektroantrieb suchen“, heißt es von Stellantis.
Das Anfang des Jahres in China vorgestellte SUV C16 soll dank seiner Länge von 4,92 Metern und einem Radstand von 2,83 Metern viel Platz im Innenraum bieten, und zwar bis zu sechs Sitze bei einer 2+2+2-Sitzkonfiguration. Der C16 verfügt über eine 800-Volt-Hochspannungsplattform und eine Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von bis zu 180 kW, damit soll die Batterie in 15 Minuten von 30 Prozent auf 80 Prozent aufgeladen werden können.
Termine für den Verkaufsstart, weitere Details und Preise der zwei neu nach Europa kommenden Elektroautos sind noch nicht bekannt.
Stellantis hatte im letzten Jahr bekannt gegeben, in Leapmotor zu investieren und für 1,5 Milliarden Euro einen 20-prozentigen Anteil an dem Unternehmen zu erwerben. Damit soll der Verkauf von Leapmotor in China sowie in Europa vorangetrieben werden. Für den Export wurde das Joint Venture Leapmotor International ins Leben gerufen, an dem Stellantis mit 51 Prozent die Mehrheit hält.
Mit den Vertriebskanälen von Stellantis will Leapmotor International in Europa bis Ende 2024 über 350 Verkaufsstellen bieten. Zukünftig sollen auch Fahrzeuge in der Region gebaut werden. Leapmotor International strebt bis 2030 den Verkauf von 500.000 E-Autos außerhalb Chinas an.
South meint
Also ehrlich, wenn ich als Kunde bereit bin, mir ein chinesisches Auto zu kaufen, also zu wechseln, mit Marke und allem drumundran, dann ist mir das völlig egal, ob das Auto noch irgendeinen Bezug zu einem europäischen Hersteller hat…spätestens beim zweiten Kauf spare ich mir das Geld, und kaufe direkt beim Chinesen…
LOL meint
nein ganz so ist das nicht, setzt voraus, dass der Hersteller auch ein Service-Netzwerk in Deutschland hat, Ersatzteilversorgung usw.
das ist halt immer noch ein Auto und kein Haartrockner
South meint
Ein E Auto braucht im Grunde fast überhaupt keine Wartung. Wie lange hat das gedauert, bis Tesla das drauf hatte?
M. meint
Hast du mal eine Tesla-Werkstatt von innen gesehen?
Wenn nicht, fahr mal zu einer.
Entweder die sind alle kaputt – oder die werden gewartet.
Bei dem, was da wahrscheinlicher ist, will ich den Fans aber nicht reinreden.
South meint
Nö, fairerweise nicht, ich habe ja auch keinen Tesla. Aber lassen wir mal das Gedöns um Tesla, ein Netz für E Autos aufzubauen ist viel leichter, weil eben viel weniger kaputt geht. Die paar kleinen Sachen, die ich hatte, dafür hätte es nicht eine VW Werkstatt gebraucht…
M. meint
Ich habe nur geantwortet ;-)
Und naja, der Claim, die wären „wartungsfrei“, kommt eben von Tesla, und dort aus einer Zeit, als man schlicht nicht zur Wartung fähig war – jetzt ist man es, und tut es. Freiwillig, aber man tut es.
Ganz klar hat Wartung einen anderen Stellenwert, wenn der Ölwechsel und die Zündkerzen wegfallen, aber das bedeutet eben nur (annähernde) Wartungsfrwiheit für den Antrieb.
Aber so ein Auto hat ja mehr Teile, und manche sind noch die gleichen. ;-)
Bremsen inkl. Flüssigkeit, Kühl/Klimatisiersystem, Beleuchtung, Fahrwerk, diese Teile sollte man weiterhin im Blick haben.
Und nicht glauben, der TÜV macht das schon…
Jeff Healey meint
Kein Auto der Welt ist wartungsfrei.
Auch E-Autos nicht.
Und viele Ersatzteile sind Modell-spezifisch.
Mir kommt keine Marke ins Haus ohne gutes Servicenetz /- Ersatzteil-„Routine“.
Yoshi meint
Bis auf Tesla muss trotzdem jedes E-Auto in die Inspektion, damit die Garantie nicht verfällt. Mit Kulanz sieht’s nach Ablauf der Garantie wahrscheinlich auch schlecht aus, wenn der Wagen nicht scheckheftgepflegt ist.
Auch wenn da nicht viel zu machen ist, wenn die nächste Vertragswerkstatt anderthalb Stunden entfernt ist nervt das auf Dauer.
Ben meint
Tja M. in den letzten 4 Jahren war ich ab und zu beim Tesla Service, zu letzt am 4 Oktober zu Frontscheibe wechseln(weil CarGlass unfähig ist)
Hatte weder in Nürnberg noch Dresden jemals Probleme, freundliches Personal, geringe Wartezeiten, sauber und ordenlich ist dort auch…anders als bei VW und Seat.
Aber ja wo haste denn die Märchengeschichten gehört auf YT kann ich nix finden…außer die Satire Videos von Omid der sich über 12 Jahre alte Autos auheuelt.
M. meint
Tja, angeblich bei VW arbeitender Tesla-Ben,
ich war mit meinem Verbrenner auch schon ewig in keiner Werkstatt mehr.
Außer Ölwechsel natürlich.
Und der hat deutlich mehr Jahre auf dem Buckel als dein Tesla.
Vielleicht strickst du dir deine Story gerade etwas zu einfach.
Aber warte einfach noch ein paar Jahre.
Wir schau’n dann nochmal.
M. meint
Der T03 wurde ja eingehend besprochen, der C10 im Grunde auch – wer Highlights wie eine Sitzheizung will, braucht das Premium-Paket, dann liegt das Auto knapp rund 38k, verliert wegen der enthaltenden 20-Zöller etwas Reichweite auf etwa 400 km WLTP – das ist ein Budgetangebot, aber weit weg von einem Schnäppchen.
Klar sind andere Angebote teurer, aber die bieten dann auch mehr. Außer beim Verbrauch, den unterbieten die meisten…
Aber mal abwarten, was der B10 liefert. Zumindest bei der Ladeperformance legt er – wenn er d as biete, was der C16 bietet, und das sollte er auf der gleichen Plattform eigentlich – eine ganze Schippe drauf, auch wenn ein 30-80 Wert von 15 Minuten keinen neuen Bestwert für 10-80 verspricht. Um die 22-25 Minuten, mehr nicht. Solide wäre das ja.
Mike meint
Sitzheizung sollte bei einem BEV zu Serie gehören. Außer man sch…t auf Verbrauch.
M. meint
Deswegen sag ich’s ja.
Dumm halt, dass die dank Sinnlos-Paket 1,5 k€ kostet.