Im ersten Halbjahr 2025 verzeichneten die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) einen Höchstwert, berichtet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Zulassungszahlen übertrafen zur Mitte des Jahres mit insgesamt 248.726 Fahrzeugen nicht nur den Vorjahreswert (184.125), sondern auch das bisher zulassungsstärkste Zulassungsjahr 2023. Damit waren 17,7 Prozent der Neuzulassungen BEV.
Insgesamt fielen die Pkw-Neuzulassungen des ersten Halbjahrs 4,7 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum, dennoch war es seit 2020 das zweithöchste Zulassungsergebnis.
Die Pkw mit Elektroantrieb, zu denen das KBA auch Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und Brennstoffzelle (Wasserstoff) zählt, erreichten nach Abschluss des ersten Halbjahrs mit insgesamt 387.674 Zulassungen ebenfalls einen Höchstwert mit einem Neuzulassungsanteil von 27,6 Prozent.
In Bayern wurden mit 50.714 die meisten BEV-Neuzulassungen registriert, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 50.558 Einheiten und Baden-Württemberg mit 38.699 fabrikneuen BEV. Auch bei den Hybriden verzeichnete Bayern mit 117.931 die meisten Neuzulassungen, in Nordrhein-Westfalen wurden 108.043 Neuwagen zur Zulassung gebracht. Baden-Württemberg wies 82.407 Neuzulassungen aus und lag damit auf Platz drei.
Der durchschnittliche CO2-Ausstoß lag mit 109,6 g/km um 11,1 Prozent unterhalb des Ergebnisses des Vergleichszeitraums.

Jörg2 meint
Ich hoffe, die Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass die deutschen BEV-Hersteller den deutschen Markt mit BEV fluten, bleiben lange lange zeit bestehen.
Also die CO2-Flottenziele.
Das genug Geld da ist, um die runterkalkulierten Leasingraten plus Restwertrisiko zu finanzieren.
Die quasi Fastabschaffung der Besteuerung der Lohnersatzleistung „Firmenwagen“.
Meine Hoffnung: Die Mehrzahl derer, die so mit einem BEV beglückt werden, werden auch in Zukunft BEV fahren. Die Nachbarn, die (noch) Verbrenner fahren, können sich erkundigen, wie es geht, ob es wehtut… um dann vielleicht mal selbst…
brainDotExe meint
Wenn das mittelfristig für die Hersteller eine vergleichbar hohe Marge bedeutet, gerne. Ansonsten muss mit Förderung ausgeholfen werden.
Jörg2 meint
Das sollen sie mal schön selber wuppen! Ich möchte da nicht weiter dran zwangs-beteiligt sein.
Für VW&Co ist bereits genug getan:
Verlängerung Kurzarbeitergeld.
Anhebung der Listenpreisobergrenze für förderfähige BEV.
Aufweichung der CO2-Regelungen.
…
Sie müssen nun mal langsam zu einem selbsttragenden Geschäftsmodell kommen.
brainDotExe meint
Da ihnen der Wechsel zu einer weniger lukrativen Produkt von extern auferlegt wird, kann man auch erwarten dass da Hilfen kommen.
Schließlich wollen wir unsere Vorherigeindustrie und deren Arbeitsplätze, auf die wir stolz sind, behalten!
Tt07 meint
Wenn die Industrie so vorzeigbar ist, wie Du vorgibst, dann schafft sie es auch bestimmt ohne fremde Hilfe…ansonsten kann sie gerne schon morgen pleite gehen.
Jörg2 meint
brain
Es gibt keine gesetzliche Regelung, die VW&Co auferlegt, auf ein D produzierte Elektromotoren zu wechseln, damit die Auto mit in D produziertem Strom fahren.
Als hochleistungsfähige Ingenieursfirmen mit Einkaufsabteilung und nachgelagerter Produktion brauchen die weder palliative Versorgung noch mein Bürgergeld.
Leider bekommen sie trotzdem mein Geld, schicken es auf ihr internes Karussell und lassen es als Dividende und Boni (an mir völlig Unbekannte) wieder rausfallen.
brainDotExe meint
Tt07
augenscheinlich schaffen sie eine vergleichbare Marge nicht ohne fremde Hilfe. Aber das ist ja nicht nur bei unseren Herstellern so, sondern bei quasi allen weltweit.
Jörg2
Es gibt eine gesetzliche Regelung die VW auferlegt den CO2 Ausstoß ihrer Fahrzeuge zu reduzieren und mittelfristig sogar auf 0 zu fahren.
Der faktisch günstigste Weg dies zu tun ist der Umstieg auf Elektroautos. Das führt aber zwangsläufig zu weniger Marge/Gewinn als weiterhin Verbrenner zu verkaufen.
Da dies nicht im Interesse von VW ist, aber extern vorgeschrieben wird, sollte da auch eine Unterstützung stattfinden, gerne auch von meinem, bzw. unser aller Geld.
M. meint
Also, ich weiß, das sieht nicht jeder so, aber für mich müssen die überleben, weil sie Arbeitsplätze stellen.
Dass Aktionäre Dividende aus Förderungen – also aus Steuergeld – einstreichen müssen, das sehe ich nicht so.
Überleben. Arbeitsplätze sichern, Steuern zahlen. Das reicht.
hu.ms meint
Klassische fehleinschätzung. Mit meinem BEV sind 13 leute aus meinem umfeld probegefahren. Allen hat die ruhe, beschleunigung und einfache bedienung gefallen.
Inzwischen haben 7 neue autos: 1 EV6, 3 plug-ins und 3 reine stinker.
Spreche sie aber nicht darauf an, da mir gute nachbarschaft wichtiger ist.
Und zur förderung: Wenn, können nur alle hersteller gefördert werden.
Donald meint
248.726 sinnlos verschickte KFZ-Steuerbescheide.
Da werden mehrseitige Briefe verschickt, dass in 10 Jahren 30 € per Lastschrift eingezogen werden sollen, um dann auf dem nächsten Blatt mitzuteilen dass es nicht geht, weil die Einzugsermächtigung dann nicht mehr gültig ist.
Keine Ahnung was ein Behördenbrief kostet, vielleicht 5 €. Eine Million Euro verbrannt – Tendenz steigend.
Hinzu kommt ja, dass die alle wenigsten Fahrzeuge zehn Jahre beim Halter bleiben. Dieser Brief wird also in den nächsten Jahren bei jedem Halterwechsel noch einmal versendet. Auch hier Tendenz steigend.
Deutschland Digitalisierung 0.0
hu.ms meint
Juristisch gesehen muss das bei erstzulassung erfolgen um nach ablauf der befreiungsfrist eine rechtsgrundlage für die erheben zu haben.
Gerry meint
Die Richtung stimmt 👍.
Wenn es jetzt noch vermehrt elektrische Klein/Kleinstwagen kommen a la Twingo, id1, id2, dann gibts in allen Fahrzeugklassen genug Auswahl.
Die Zukunft ist elektrisch 👍.
South meint
Yoa, momentan gehts an vielen Stellen aufwärts. EE steigen stark, E Speicher sind sehr günstig geworden und da wird ordentlich investiert, die BEV Zulassungen steigen.
Ein Anstieg, obwohl viele Modelle bei Mercedes, BMW neue Klasse und die kleinen ID Modelle noch gar nicht enthalten sind.Darüberhinaus ist noch weiterer Rückenwind die Jahre darauf absehbar. Um Strafen zu vermeiden müssen auch heute noch eher lahme Hersteller mehr liefern oder werden kompensiert/marginalisiert. Ausserdem ist absehbar, dass die bestehenderen Accus weiter effektiver werden und es vielleicht auch neue Accutypen wie Feststoffaccus in den Markt schaffen.
Et lääuuft :-)
hu.ms meint
Es gibt seit jahren corsa, 208. 2008, mini eC3 um nur einige zu nennen.
Die weden aber kaum gekauft.
Zum einen weil der mehrpreis zum vergleichs-stinker % höher als in höheren klassen ist, zum anderen käufer in diesem segment kaum lademöglichkeiten an der wohnung haben.
Future meint
Wie hoch sind die Eigenzulassungen bei VW?
Veröffentlicht der Konzern dazu Zahlen?
brainDotExe meint
Warum sollte VW das tun?
Ist ja schließlich für niemanden relevant.
Future meint
Ich finde es allerdings relevant, um zu beurteilen, ob die gebauten Autos auch bei den Kunden nachgefragt werden. Es gibt Experten, die die Eigenzulassungen schätzen. Es wäre doch einfacher, wenn VW die Zahlen einfach veröffentlichen würde.
brainDotExe meint
Warum sollte das relevant für die Zulassungszahlen sein?
Die Autos landen ja letztendlich als Gebrauchtwagen beim Kunden, also ist die Nachfrage da. Bloß halt nicht zu dem Preis eines Neuwagens.
Also warum sollte VW Betriebsgeheimnisse veröffentlichen, welche für die Öffentlichkeit irrelevant sind?
IDFan meint
Du könntest ja die Eigenzulassungen bei Tesla mal nachfragen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das 8.890 echte Kunden im ersten Halbjahr waren.
Donald meint
Sind Eigenzulassungen gewerbliche Zulassungen?
M. meint
Verrate doch mal, was du dir von den Zahlen erwartest.
Ein Hinweis vielleicht noch, dass ein wesentlicher Teil des Vertriebssystems gar kein Teil der VW AG ist.
hu.ms meint
IDs müssen bei VW gekauft werden. Der agent ist nur vermittler.
Bei den anderen marken gibt es weiterhin händler, die beim hersteller kaufen und an kunden verkaufen.
M. meint
Noch bei VW. Aber nicht mehr lange. Bei den anderen also gar nicht.
Das wird ne nette Statistik.
Wer hat Bock, die zu machen?
„Future“, dein Typ wird verlangt.
Futureman meint
Tolles Ergebnis und das ganz ohne direkte Förderung. Und in fast jedem Segment kommen neue Modelle dazu. Gleichzeitig steigen die Reichweiten und fallen die Preise. Irgendwann ist der Kipppunkt erreicht.
brainDotExe meint
Wird aber teilweise durch hohe Rabatte bei den Herstellern erreicht.
Das ist nicht gut, denn mittel- bis langfristig müssen die Margen auf ein vergleichbar hohes Niveau, wenn nicht sogar höher, als beim Verbrenner.
Klar den Kunden interessiert das erst mal nicht, aber im Interesse der heimischen Industrie sollte man das eigentlich auf dem Schirm haben.
E.Korsar meint
„Klar den Kunden interessiert das erst mal nicht, aber im Interesse der heimischen Industrie sollte man das eigentlich auf dem Schirm haben.“
Du kannst ja auf Rabatte verzichten und Listenpreis zahlen.
brainDotExe meint
Ne, das wäre mir zu teuer. Dann würde ich einfach mein vorhandenes Auto länger fahren.
Futureman meint
Dann sollten sie die E-Autos einfach günstiger bauen. Geht bei anderen Herstellern ja auch. Allerdings produzieren die die meisten Teile selbst und sind nicht auf Lieferanten angewiesen.
brainDotExe meint
Witzbold, das ist ja gerade das Problem.
E-Autos können nicht so günstig gebaut werden wie Verbrenner, auch nicht von anderen Herstellern, außer sie werden massiv subventioniert.
Ich denke die Branche hofft nur darauf, dass die Preise der Batteriezellen weiter stark sinken und die Skaleneffekte steigen. Sodass man nicht unbedingt die E-Autos günstiger machen muss, sondern mehr Marge hat.
M. meint
Teile bitte mal mit, wer nach deiner Info diesen ganzen Hersteller sind, die nicht auf Lieferanten angewiesen sind.
Danke!
(Tesla kannst du aus der Liste gleich wieder streichen, falls du die im Sinn hattest)