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GAC Aion V kostet in Europa ab 35.990 Euro

10.09.2025 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

GAC-Aion-V

Bild: GAC

Der chinesische Autohersteller GAC hat auf der Messe IAA in München seinen Eintritt in den europäischen Markt bekannt gegeben. Den Anfang macht das Mittelklasse-SUV Aion V, das ab 35.990 Euro erhältlich sein wird. Das Elektroauto ist das erste globale Modell der Marke und soll nach Unternehmensangaben „sicher, umweltfreundlich, intelligent und komfortabel“ sein.

Technisch bietet der Aion V eine Reichweite von 510 Kilometern nach WLTP-Norm, möglich durch ein 75,3 kWh großes Akkupaket. Die Batterie lässt sich innerhalb von 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen. In China sind darüber hinaus auch Varianten mit größerem oder kleinerem Akkupack erhältlich. Bei der Sicherheit verweist GAC auf eine Fünf-Sterne-Bewertung im Euro-NCAP-Crashtest sowie auf eine besonders widerstandsfähige Batterie, die sich „selbst unter Beschuss nicht entzündet“ – gemeint ist wohl ein in China üblicher Nagel-Penetrationstest.

GAC verfolgt einen langfristigen Marktausbau in Europa. Der „europäische Marktplan“ sieht eine vollständige Abdeckung bis 2028 vor. Dabei setzt das Unternehmen auf Partnerschaften mit europäischen Handelsgruppen und hat sich bereits „Dutzende Verkaufsstellen“ gesichert. Für den Service wurde ein europäisches Ersatzteilzentrum in den Niederlanden eröffnet. Außerdem wurde ein lokales technisches Support- und Serviceteam eingerichtet.

Auf den Aion V soll ein weiteres Modell folgen: der elektrische Kompaktwagen Aion UT. Einen genauen Zeitplan für dessen Markteinführung in Europa nennt GAC allerdings noch nicht.

Im September soll zunächst der Verkauf des Aion V in ersten EU-Ländern wie Polen, Portugal und Finnland starten. Die Markteinführung in Deutschland steht laut früheren Berichten im nächsten Jahr auf dem Programm.

GAC-Präsident Wei Haigang äußerte sich in einem Interview mit dem US-Sender CNBC zu Verkaufszielen: Er hofft, dass das Unternehmen 2025 rund 3.000 Einheiten des Aion V in Europa verkaufen kann. Im Folgejahr sollen es 15.000 Fahrzeuge sein, 2027 dann 50.000 Einheiten jährlich.

Als einer der wenigen Automobilhersteller, der in der Lage sei, Elektroauto-Batterien unabhängig zu erforschen, zu entwickeln und herzustellen, sei GAC bereit, „ein bedeutender Akteur auf dem schnell wachsenden EV-Markt Europas zu werden“, hieß es schon Ende 2024. So wolle man auch zukunftsweisende Technologien, „darunter Smart-Home-Ladestationen nach europäischem Standard, Festkörperbatterien und Carbon-Keramik-Bremsscheiben“ nach Europa bringen. Sowohl der Aion V als auch weitere Modelle sollen als „maßgeschneiderte Lösungen für europäische Verbraucher“ angeboten werden.

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Via: GAC & Electrive
Tags: China, Europa, GAC Aion V, PreiseUnternehmen: GAC
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Sebastian meint

    10.09.2025 um 19:40

    Wenn das die Preise sind, die man für die China Kracher bezahlen soll, dann gute Nacht. Ich lach mich weg… selber schuld der sich so was anschafft.

  2. Future meint

    10.09.2025 um 15:18

    100 Aussteller aus China sind in München.
    Da kommen bestimmt noch ein paar weitere Pressemitteilungen.

    • M. meint

      10.09.2025 um 15:34

      2023 waren es 750 Aussteller insgesamt.

      • Future meint

        10.09.2025 um 15:43

        Beim Lernen der vielen neuen Namen kommt man kaum noch hinterher. Die Branche wird vielfältiger. Aber das war damals bestimmt auch so, als die Japaner mit ihren Motorrädern nach Europa gekommen sind.

        • Tinto meint

          11.09.2025 um 08:46

          Vielfältiger? Das ist ein Einheitsbrei was aus China vorgestellt wird. Die Namen zu lernen ist überflüssig, wer weiss wie viele davon noch übrigbleiben? Meine Einschätzung: Die Messe ist am Sonntag vorbei, und damit auch die 116 Chinesischen Marken. Von 100 davon wird man hier vermutlich nie wieder etwas hören oder sehen.

        • Future meint

          11.09.2025 um 12:20

          Vermutlich wird es so kommen. Allerdings werden diese 6 Marken dann weltweit wohl sehr erfolgreich sein.

        • Tinto meint

          11.09.2025 um 13:44

          Deshalb mein Rat an die China Freunde: Abwarten mit dem Kauf, wer weiß schon ob es die gewählte Marke nach dem Gemetzel noch gibt?
          Also besser gleich bei den etablierten europ. Herstellern kaufen, wie man auf der IAA sieht, schlafen die auch nicht und man ist auf der sicheren Seite.

  3. MrBlueEyes meint

    10.09.2025 um 10:26

    Der nächste Chinese, der scheitern wird… ich weiß nicht, ob deren Optimismus „putzig“ oder schon „größ.enwahnsinnig“ ist…

    Genauso wie jetzt die Chinesen in China eher national kaufen, so läuft das auch hier in Europa… und ebenso in den USA…

    Meine Prognose, die jeweils großen Märkte USA, Europa und China werden zukünftig einfach nationaler… wobei ich den Europäern/Deutschen in China doch noch mehr Chancen zurechne als den Chinesen in Deutschland/Europa…

    Die Deutschen haben riesige Händler-/Produktions- und auch schon Service-Netze in China… anders rum eher weniger…

    • Ossisailor meint

      10.09.2025 um 11:42

      VW ist in China wie ein einheimischer Hersteller, der dort seit über 40 Jahren Autos baut und im letzten Jahr dort 2,93 Mio Fahrzeuge ausgeliefert hat.
      Die Werke sind Joint-Ventures, weil der Staat bei Gründung das vorgeschrieben hatte:
      – SAID-VW (50/50 %)
      – FAW-VW (60 FAW/40 % VW-Gruppe)
      – Volkswagen Anhui (75 % VW)
      – Audi FAW-NEV Co. (55 % Audi, 40 % FAW, 5 % VW-China)
      Mit dieser Tradition und Markbedeutung sieht es für den VW-Konzern besser aus, als für andere)

  4. M. meint

    10.09.2025 um 10:05

    Null Alleinstellungsmerkmale, keine interessanten technischen Daten, nicht mal nett anzusehen.
    Will jemand eine Prognose zu den 50.000 @ 2027 abgeben?
    Unfassbar.

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