Magna wird noch in diesem Jahr zwei neue Elektroautos für den chinesischen Hersteller XPeng in seinem Werk in Graz fertigen. Welche Modelle genau in Österreich produziert werden, gab der Auftragsfertiger nicht bekannt. Es wird angenommen, dass es sich um die SUV G6 und G9 handelt.
Die Produktion für den europäischen Markt soll bereits im dritten Quartal dieses Jahres starten. Beide Unternehmen sehen die Produktion als „den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit“, weitere Modelle sind geplant.
Die Entscheidung von XPeng, Fahrzeuge in Europa zu produzieren, steht im Kontext der EU-Strafzölle auf in China hergestellte E-Autos. Um diese zu umgehen, verlagern Hersteller der Volksrepublik zunehmend ihre Produktion nach Europa. Neben XPeng, das auf die Zusammenarbeit mit Magna in Graz setzt, baut etwa BYD derzeit ein Werk in Ungarn, das Ende des Jahres mit der Produktion starten soll.
Roland Prettner, Präsident von Magna Complete Vehicles, bezeichnete die Kooperation als einen bedeutenden Meilenstein, „denn es ist unser erster chinesischer OEM-Partner hier in Europa“. Magna sei mit seiner langjährigen Erfahrung und modernen Produktionsanlagen gut aufgestellt, um XPeng bei dessen ehrgeizigen Zielen für den europäischen Markt zu unterstützen. Das Magna-Werk in Graz hat eine Produktionskapazität von 180.000 Einheiten pro Jahr und fertigt bereits die Mercedes G-Klasse, darunter die elektrische Variante, sowie den Verbrenner-BMW Z4.
„Unsere Partnerschaft mit Magna passt perfekt zu unserer Vision und Strategie, unsere Kapazitäten in Europa zu stärken“, so XPeng-Vizechehf Brian Gu. „Dies ist ein erster Schritt für unser Wachstum in Europa, da wir uns langfristig für Europa engagieren.“ Angaben zum geplanten Produktionsvolumen der XPeng-Modelle machte das Unternehmen nicht.
Die Chinesen haben im Sommer die Auftragsbücher für den neuen G6 und den neuen G9 geöffnet. Neben dem SUV-Coupé und dem Flaggschiff-SUV bietet XPeng hierzulande auch die Sportlimousine P7 an.
Magna unterstützt chinesische Hersteller eigenen Angaben nach seit fast 20 Jahren in der Gesamtfahrzeugentwicklung und bietet seit 2018 auch Fertigungs- und Montagedienstleistungen im Inland an. Die Produktion der XPeng-Modelle in Graz ist das erste Mal, dass Fahrzeuge eines chinesischen Herstellers dort gefertigt werden.

Mary Schmitt meint
Fisker lässt grüßen….
Future meint
Fisker war ein Hallodri, den man doch nicht mit He Xiaopeng vergleichen kann.
Laut dem Kollegen Aztasu ist XPeng einer der besten Hersteller im deutschen Markt.
M. meint
Der Kollege Aztasu ist ebenso wenig Referenz wie irgendjemand anderes hier.
Manchen kann man schon „gewisse Interessen in eine kulturelle Richtung“ unterstellen – dir auch.
Die Autos müssen sich dem Wettbewerb stellen, und das in mehr Disziplinen als „Preis“ und „fancy Software“.
Future meint
Aztasu bemüht sich ja meistens um technische Vergleiche und war von XPeng besonders fasziniert, weil die Autos halt schon alles können, was bei vielen anderen nur angekündigt wird. Das hat sich bei mir eingeprägt.
Andre meint
Wenn ich einen Xpeng aktuell kaufen wollte, würde ich mich beeilen, um aktuelle gute Qualität zu bekommen.
Bis man gleiche Qualität aus einem neuen Werk bekommt, vergehen locker 1-2 Jahre.
Mäx meint
Der Unterschied ist nur: Das ist kein neues Werk.
Magna ist bekannter Auftragsfertiger. Die kennen sich mit Serienanläufen aus.
Das wird schon passen.
LOL meint
ich glaub auch nicht, dass so viele das Auto kaufen, das wird wahrscheinlich eher genommen, wenn die Leasingangebote passen
mich spricht xpeng nicht an, sehe aber im Umfeld von Händlern, die xpeng ins Programm aufgenommen haben, einige Autos fahren ..
manche denken scheinbar auch, dass ein chinesisches Auto politisch korrekt ist und Autos, die vom US-Hersteller in Deutschland gebaut werden nicht … absolut lächerlich
M. meint
Ich denke nicht, dass ein chinesisches Auto politisch korrekt ist.
Allerdings stimmt eine Sache: bei dem, was man aktuell zum Thema „Rolle rückwärts“ aus der EU an Nachrichten hört, kommt’s einem auch hoch.
Ich bevorzuge ein europäisches Auto, aber dann muss was im Portfolio sein, das meinen Anforderungen entspricht. Wenn man jetzt für die Entwicklungsbudgets kürzt, um Geld für die weitere Verbrenner-Entwicklung frei zu machen, kommt da nichts bei raus. Und das kauft dann auch niemand.
Ok, vielleicht nicht niemand, aber ich zumindest mal nicht.
E.Korsar meint
Mir ist kein CEO aus der chinesischen Automobilbranche bekannt, der eine gesichert rechtsextremistische Partei in Deutschland unterstützt hätte. Sowas mag ich nicht.
M. meint
Das ist schon richtig.
Aber wenn man sich den Umgang mit Andersdenkenden und anderen Volksgruppen / Völkern in China mal ansiehst, ist das keinen Deut besser.
Jörg2 meint
Andre
Magna baut ein neues Werk?
Andre meint
Für jedes neues Modell muss das Werk ziemlich komplett umgerüstet werden. Inkl. Schweiß-, Lackier- und Montagelinien. Alles neu programmieren/einstellen, neue Tools und Vorrichtungen usw. Mitarbeiter schulen etc. Bis sich alles einspielt, vergeht viel Zeit.
Da spielt es keine Rolle, ob die Hallenwände neu oder alt sind.
Jörg2 meint
Ah!
Dann gibt es das von Dir oben benannte „neue Werk“ wohl garnicht und Du musst Deine Argumentation „nachschärfen“.
Warum sollten nun die Auslieferungen der ersten 1..2 Jahre schlechte Qualität haben? Solch jehrelang erfahrener Auftragsfertiger fängt einfach an und schiebt über die Rampe raus… So ohne Qualitätskontrolle…
Vielleicht nochmal einen Schritt zurück:
1. Magna, erfolgreicher Auftragfertiger
2. Hier wohl uns allen völlig unbekannt, WAS Magna machen soll. Also welchen Fertigungs-/Montageumfang XPeng an Magna gibt, um die Zollschranke auszuhebeln.
M. meint
Magna macht sowas ständig. Die bekommen das auf die Reihe, die Autos so zu bauen, wie sie in China gebaut wurden. Die können die komplett bauen, oder die können CKD-Bausätze zusammensetzen.
Aber mit Hinblick auf mögliche Zolldefinitionen oder Anpassungen wäre das riskant. Es ist auch nicht nötig, Magna an die Fahrzeugproduktion erstmal heranzuführen, wie das in manchen Schwellenländern gemacht wurde.
Future meint
Ich hatte gerade einen G9 an mehreren Ampeln vor mir. Und ich hatte den Eindruck, dass die Spaltmaße an der Heckklappe schon sehr uneinheitlich waren. Sowas hat man ja nicht so gern im Land. Magna wird darauf bestimmt besonders achten.
M. meint
Auch wenn immer alle so tun, als ginge es bloß um die optischen Abstände zwischen zwei Blechteilen, geht es um die eigentliche Fertigungsqualität, um Dichtigkeit, Mindestabstände sich bewegender Teile zueinander, Windgeräusche beim Fahren und um das Indiz einer sorgfältigen Fertigung, die sich dann auch an Stellen widerspiegelt, die man am Abstand von Heckklappen zu Heckleuchten nicht sehen kann.
Ich hatte mal – lange her, und ich nenne keinen Hersteller – den Fall, dass „unser“ Zulieferteil nicht ins Auto passte – es fiel sprichwörtlich wieder raus. Der Hersteller wollte uns dafür haftbar machen, weil unser Teil nicht passte – am „Referenz-Fahrzeug“ passte es aber.
Später kam dann zufällig raus, dass der Hersteller wegen Materialengpass eine andere Blechqualität im Rohbau verwendet hatte – das „neue“ Blech ließ sich schlechter biegen. Das ganze Auto war g-r-ö-ß-e-r. Und am fertigen Auto hätten auch keine Spaltmaße mehr gepasst. Aber das hat man dann schnell wieder gelassen.
Future meint
Interessanter Fall!
Bei meinem BMW habe ich mich allerdings an die krummen Spaltmaße auch gewöhnt. Das fällt mir nach Jahren gar nicht mehr auf. Das wird mit dem ganzen Plastik und Carbon zu tun haben.
Mario meint
Habt mal keine Sorgen mit der Qualität.
Bei Magna wird für Xpeng die Endmontage vorgenommen. Damit umgehen die Chinesen die erhöhten EU Zölle.
Magna Steyr ist bekannt für sehr gute Arbeit.
Dort haben schon Audi, Mercedes,Astin Martin und viele mehr montieren lassen.
Bin übrigens von Mercedes zu Xpeng gewechselt. Im Elektrosegment sind Xpeng führend. Reichweite sowie kurze Ladezeiten und die umfangreiche Ausstattung,Preis/Leistung leider einfach besser als bei unseren deutschen Premiummarken.