Während der Gesamtmarkt der Neuwagen in den ersten neun Monaten des Jahres mit einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent stagniert, kann MG Motor Deutschland einen Zuwachs von 9,1 Prozent verzeichnen. Mit 18.261 Neuzulassungen wurde hierzulande ein neuer Bestwert erzielt.
Während im Vorjahreszeitraum die rein elektrische Baureihe MG4 Electric fast zwei Drittel aller Neuzulassungen ausmachte, sind inzwischen vier Modelle zu Kundenlieblingen avanciert. Die Modellreihen MG3, MG4 Electric, MG HS und MG ZS kommen jeweils auf rund 4.100 bis 4.700 Neuzulassungen und tragen damit gleichermaßen zum Markterfolg bei.
Viele MG-Kunden entscheiden sich für voll- oder teilelektrische Varianten. So wählten bei der Modellreihe MG3 fast 68 Prozent die Vollhybrid-Version Hybrid+, beim ZS waren es 72,5 Prozent. Beim MG HS entschieden sich knapp die Hälfte der Käufer für einen Plug-in-Hybrid. Besonders bemerkenswert ist laut dem Hersteller die schnelle Marktaufnahme des im Juli eingeführten HS Hybrid+, der im September bereits 21,2 Prozent Anteil an den HS-Zulassungen erreichte.
Insgesamt hatte ein Drittel aller bisher im Jahr 2025 neu zugelassenen MG einen Antriebsstrang vom Typ Hybrid+ an Bord. Etwas mehr als ein Drittel ist rein elektrisch unterwegs und bei etwa jedem Zehnten ist ein Plug-in-Antrieb im Einsatz. Ähnlich hoch ist der Anteil der Modelle mit klassischem Verbrennungsmotor.
Eine Säule des Markterfolges von MG Motor Deutschland sei das schnell gewachsene Händlernetz, so das Unternehmen. Aktuell deckten 170 Standorte Vertrieb und Service ab. Bis Ende des Jahres solle die Zahl auf 180 qualifizierte Betriebe ansteigen. Mittelfristig sollen MG-Kunden deutschlandweit 250 bis 300 Fachbetriebe als Anlaufstellen haben.
MGs Erfolg ist nicht auf Deutschland beschränkt. In anderen europäischen Märkten wie Spanien, Frankreich und Italien wurde kürzlich die 100.000. Fahrzeugauslieferung seit Wiedereinführung der Marke gefeiert. MG Motor Deutschland steuert auf dieses Etappenziel zu: Aktuell wurden seit 2021 insgesamt 79.942 Fahrzeuge neu zugelassen. MG Motor UK, traditionell der stärkste europäische Markt für die Marke, meldet das beste September-Ergebnis mit 14.577 Neuzulassungen und eine Jahreszwischenbilanz von 65.394 Neuwagenverkäufen.
MG ist den meisten noch als britische Marke bekannt, gehört aber schon länger zum SAIC-Konzern. Die Chinesen bauen das Angebot auf neue Segmente aus und treiben die Elektrifizierung voran. Mit den jüngsten Ergebnissen festige man die Position „als wachsender Anbieter in Europa“, heißt es.

Ossisailor meint
@JeffHealey: SAIC ist schon seit 2024 auf dem absteigenden Ast bei den BEV in Europa.
Marktanteil 2023: 5,1%, 2024 dann 3,8 % und 2025 bislang 2,5 %. Daten von eu-evs.
Deine Mudder meint
MG verkauft aber auch Verbrenner und Hybride, hier wäre interessant, wie sich der Gesamtabsatz entwickelt.
MG hat ein besseres Händler- und Servicenetz als Honda oder Tesla, jedenfalls bei mir in der Gegend.
South meint
Mja. Gerade einen Artikel über VW gelesen. Mit den ID Modellen und den ewig langen Zyklen wird VW nicht lange durchhalten. Momentan verkaufen sie wieder mehr Verbrenner. Das täuscht. Die E Zulassungen im Markt sind erstaunlich stabil, obwohl das Angebot klemmt. Die Chinsen halten fürs Erste die Zölle fern, VW, Tesla und Co. Nix Neues. Die Premiumhersteller nur in den Anfängen und superteuer. Wenn das ein Dauerzustand werden würde, dann muss der Markt wieder geöffnet werden. Sonst zahlt die Zeche für alte oder überteuerte Modelle der Kunde und der Industrie tut man damit auch keinen gefallen, man würde nur Zombies züchten….
Futureman meint
Tesla neu mit über 800km Reichweite, gleichzeitig ein neues Modell für unter 40.000€. Da wird es wirklich für andere schwerer.
eBikerin meint
Welcher Tesla hat über 800km? Habe nur das Model 3 mit 750 km gefunden.
Und es gibt kein neues Modell – es gibt eine abgespeckte Version des Model Y welches mit Gebühren 41.000 kostet. Und im Leasing ist der dann auch noch deutlich teurer als zB ein Enyaq Coupe RS
M. meint
Lass ihn träumen!
Es gibt ja weder das eine noch das andere, und in der Kombination schon gar nicht, auch nicht in 1 oder 2 Jahren.
Bob meint
Die 800 km sind einfach die aktuelle LR-Variante nur in China und dann nach lokalem Zyklus, oder?
Mike meint
Ich finde die kurzen Zyklen mancher Newcomer nicht gerade überzeugend. Schon nach kurzer Zeit hätte man ein veraltetes Fahrzeug. Dann lieber längere Zyklen und regelmäßige Softwareupdates auch für Bestandskunden.
Jeff Healey meint
South,
in allen Punkten richtig!
IDFan meint
Rein elektrisch läuft eigentlich nur der MG4 bei uns. Da hat der Zauber also auch schon nachgelassen.
E.Korsar meint
Der 45,3% EU-Zoll-Zauber wirkt bei den BEV von MG. Bei anderer Technik sind es 10%.
IDFan meint
Wow, erklär mal ausführlich. Das ist hier neu. Erklär vor allem, warum im Heimaltland alle Autos aus Alabaster sind und mit 1000 kW Ladegeschwindigkeit für 6.000€ neu ausgeliefert werden.
South meint
Er hat aber recht. Die EU hat den Markt abgeschottet…
Jeff Healey meint
Die EU hat die chinesischen Anbieter rigide abgeblockt.
Klar erkennbar daran, ab welchem Zeitpunkt die Absatzzahlen vom MG4 eingeknickt sind.
Es wird trotzdem nur eine kurze Atempause für die europäischen Hersteller bleiben.
M. meint
Läuft umgekehrt ja nicht anders.
Nein, doch: dort wird zum weit überwiegenden Teil vor Ort gebaut mit einem lokalen Partner.
Das erstickt größere Importvolumen im Keim und macht Zöne überflüssig.
Gutes Modell. Sollten wir auch so handhaben. Das würde auch unser Handelsbilanzdefizit senken.
https://www.iwkoeln.de/studien/juergen-matthes-problematische-befunde-im-detail.html
Jeff Healey meint
Interessante Zahlen und Fakten in dem Artikel. Und ja, wir müssen uns von dem „chinesischen Modell“ was abgucken…